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Spaß an der Freude des Untergangs

Der alltägliche Schwachsinn hält dieses Land mit eiserner Faust genüßlich über dem Abgrund 

Von RAINER K. KÄMPF

„Das alles ist Deutschland …“ Nein, keine Angst, wir haben nicht die Absicht, uns das unterirdische Niveau der „Prinzen“ anzueignen.

Der aktuelle Zustand ist zudem wenig redundant, knapp mit ein paar Worten zu beschreiben: Deutschland ist, wenn die Gasspeicher bis zur Neige entleert sind, wir die Ukraine von Rügen aus mit US-amerikanischem Flüssigerdgas (LNG) versorgen und die Grünen kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg bei Umfragen nur noch hauchdünn hinter der CDU liegen.

Kann man sich nicht ausdenken, wird manchem durch den Kopf gehen, und so ist es auch nicht verwunderlich, daß nicht Bo Goldman („Einer flog über das Kuckucksnest“) das Drehbuch geschrieben hat, sondern die bittere Realität. Der alltägliche Schwachsinn, der dieses Land mit eiserner Faust genüßlich über dem Abgrund hält.

Was geschieht mit den Menschen in einem Land, die, offensichtlich einen infernalischen Kitzel dabei empfinden, zuzusehen, wie sie sich selbst sukzessive unaufhaltsam vor die Wand fahren? Ist das so eine Art frei gelebter Sadomasochismus für abgebrochene Hauptschüler? Sozusagen als Quintessenz des kollabierenden Bildungssystems? Was geht mit den Wählern vor sich? Oder, ’tschuldigung, mit den „Wählenden“? Vielleicht liegt es auch daran?

Egal wer auch immer die Fäden zieht: Mag der Unsinn auch noch so abstrus sein, es finden sich immer mehr Deutsche als für eine kritische Masse erforderlich wären, die bereitwillig mit aktivistischem Eifer das zelebrieren, was ihnen am meisten schadet. Offensichtlich ist im Genom der Deutschen eine DNA-Sequenz gespeichert, deren autoaggressives Ausleben die Selbstsabotage als höchsten Zustand der Beglückung zum emotionalen Endziel macht.
(pi-news.net)

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