(gh - Was dem katholischen Süden aus Tradition heilig scheint, ist Norden, Westen und Osten eher schnuppe. Aber - wer weiß denn noch im Süden, warum der heutige Tag feierlich sein soll? Eine Nonne, Juliana von Lüttich, hatte im 13. Jahrhundert eine Vision, Ihr wurde 1209 eine Mondscheibe mit einem dunklen Fleck offenbart, was sie als ein fehlendes Fest im Kirchenjahr zur Verehrung des Altarsakraments deutete. Daraufhin wurde das Fest eingeführt. Jesus ahnte davon nichts.
Fronleichnam gilt als eines der wichtigsten Hochfeste der katholischen Kirche, bei dem die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Jeweils 60 Tagenach Ostern, immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Der Name stammt aus dem Mittelhochdeutschen Vron, was „dem Herrn gehörend“ bedeutet. Lichnam bezeichnete damals den lebendigen Leib. Also Leib des Herrn. In vielen Ländern und auf Latein heißt das Fest Corpus Christi.
Katholiken glauben, dass Brot und Wein während der Messe buchstäblich in den Leib und das Blut Christi verwandelt werden. Im Zentrum steht die Hostie als Symbol für diese göttliche Gegenwart. Evangelische Christen feiern Fronleichnam nicht, da sie ein anderes Verständnis vom Abendmahl haben. Gläubige ziehen in feierlichen Umzügen durch die Straßen. Der Priester trägt das geweihte Brot in einem prunkvollen Schaugefäß voran. Viele Gemeinden schmücken die Prozessionswege mit kunstvollen Bildern aus echten Blüten. An geschmückten Stationen am Wegesrand hält der Zug für Gebete und Segen.
Fronleichnam ist kein bundesweiter Feiertag, sondern gesetzlich auf die eher katholisch geprägten Regionen beschränkt. In ganz Österreich, Polen und Teilen der Schweiz ist Fronleichnam ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag.
Traurig zu einem solchen Tag muss frau von Zeitung "für christliche Kultur und Politik" aus liabs Göttles Biberach empört kommentieren, dass in den Kölner Dom nur per Eintritt gelangt werden soll. Das Freiburger Münster beispielsweise gehört so wenig der Kirche wie der Kölner Dom. Ohne den preußischen König gäb's den gar nicht. KI: "Der Kölner Dom gehört sich selbst. Im Grundbuch der Stadt Köln ist die Hohe Domkirche zu Köln als Eigentümerin eingetragen. Dabei handelt es sich um eine juristische Person des öffentlichen Rechts. Weder die katholische Kirche, das Erzbistum Köln, der Papst noch der Staat oder die Stadt sind Eigentümer der Kathedrale. Da das
Bauwerk als juristische Person nicht selbst handeln kann, gibt es klare Strukturen für die Verwaltung und den täglichen Betrieb: Die rechtliche Vertretung und Betreuung der Kathedrale übernimmt das Metropolitankapitel. Der amtierende Dompropst fungiert dabei als offizieller Hausherr des Doms.Als das Erzbistum Köln im Jahr 2015 sein Vermögen offenlegte, wurde der Kölner Dom in den Bilanzen mit einem symbolischen Erinnerungswert von exakt 27 Euro angesetzt. Da das Bauwerk unverkäuflich ist, besitzt es keinen realen Marktwert. Der Bauunterhalt verschlingt jährlich Millionensummen. Die Finanzierung teilen sich im Wesentlichen der Zentral-Dombau-Verein zu Köln (ZDV) durch Spenden, das Erzbistum Köln, das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Stadt Köln. Auch eigene Einnahmen aus der Turmbesteigung und der Domschatzkammer fließen direkt in den Erhalt des Gebäudes.