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Seeschlacht von Lepanto vor 455 Jahren

Seeschlacht von Lepanto, Predigerkirche Rottweil.

Als das Abendland unter “Wir schicken ein Schiff“ noch etwas anderes verstand…

Von Albrecht Künstle

Vergangenes Wochenende tourte ich in der Schweiz und stieß im Kloster Wettingen auf die interessante Darstellung eines Ereignisses, das die Geschichte unseres Kontinents nachhaltig prägte: Als ich vom Chorraum der Klosterkirche nach rechts den Kreuzgang betrat, fiel mir gleich das erste Buntglasfenster mit der Darstellung einer Seeschlacht ins Auge. Sofort war mir klar, um welche es sich handeln musste: Jene von Lepanto vor 455 Jahren im Jahr 1571. Die islamische Eroberung Europas erlitt mit ihr einen Rückschlag. Im heute griechischen Golf von Patras in der Meerenge am nördlichen Ende des Peloponnes fand am 7. Oktober 1571 eine der größten Seeschlachten der Geschichte statt. Die „Heilige Liga“, zusammengestellt von Papst Pius V., besiegte mit 206 Galeeren und 68.000 Mann die noch mächtigere Osmanische Flotte mit 80.000 Mann auf 255 Galeeren. Die Schlacht forderte 38.000 Tote auf beiden Seiten. „Sie beendete die weitere Expansion des Islam nach Südeuropa und be-schränkte dessen Machtbereich auf das östliche Mittelmeer“, schreiben Historiker. Aber es war leider nur eine kurze Verschnaufpause für die nichtislamische Welt: Bereits drei Jahre nach der Niederlage eroberten die Osmanen das weit westlich gelegene Tunis, die heutige Hauptstadt des muslimischen Tunesiens.

Von dort aus machen sich im 21. Jahrhundert erneut Schiffe voller Muslime auf – und wieder Richtung Europa. Und wieder werden ihnen Schiffe entgegengeschickt; allerdings diesmal anders als wie 1571 keine Schlachtschiffe, um sie abzuwehren , sondern um die Passagiere von unzähligen Booten auf größere Schiffe zu übernehmen und sie nach Europa zu schleusen. Aber nun wieder zurück ins 16. Jahrhundert: Die osmanische Flotte hatte schon ein Jahr nach der Schlacht den Verlust der 260 Schiffe ausgeglichen, baute über 150 Kriegsgaleeren neu und verfügte insgesamt wieder über 250 Galeeren. Großwesir Sokollu Mehmed Pascha zeigte sich vom Verlust seiner 30.000 Mohammed-Jünger unbeeindruckt, als er dem venezianischen Botschafter in Konstantinopel in einem Brief den Unterschied zwischen dessen und seiner Niederlage schreiben ließ: “Indem wir Euch das Königreich Zypern entrissen haben, haben wir Euch einen Arm abgetrennt. Indem Ihr unsere Flotte besiegt habt, habt Ihr uns nur den Bart abrasiert. Der Arm wächst nicht wieder nach, aber der Bart wächst nun umso dichter.” Womit er bis heute Recht behielt: Die Bärte der Propheten-Jünger wurden jedenfalls zahlreicher, wenn man sich heute auf unseren Straßen umschaut.

Symbolik nicht ohne Hintergedanken
Die islamischen Herrscher hatten es Mitte des 16. Jahrhunderts nicht nur auf Zypern abgesehen. 1529 standen die Türken das erste Mal vor Wien, nachdem sie schon 1396 auf dem Balkan in der Schlacht bei Nikopolis die christlichen Verteidiger besiegten. Zum Triumph wurde in Bursa die Ulu Camii, jene “Siegermoschee”, nach der heute zahlreiche DiTiB-Moscheen in Deutschland benannt sind. Während Politiker unseres Landes in Kolonialscham versinken, gedenken die als Gewährsträger der bunt-toleranten weltoffenen Multikulti-Vielfalt gepriesenen Muslime hierzulande ihrer blutrünstigen einstigen Eroberungen –  eine Symbolik, die nicht ohne Hintergedanken gewählt ist. Am „Tag der offenen Moschee“ werden auch diese türkischen Ulu-Camii-Moscheen von weltoffenen Gut-Gläubigen ehrfurchtsvoll besucht.

Unter Sultan Selim II. (reg. 1566-1574) fiel schließlich die Entscheidung für die Annexion Zyperns. Er stützte sich dabei auf ein (islamisches) Rechtsgutachten (Fetva/Fatwa) von Ebu-us-Suud Effendi. Dieser war damals der „Şeyh-ül-Islam“, zugleich war er als Mufti der höchste geistliche „Würdenträger“ des Reichs. Der Kernsatz seines Islam-Gutachtens lautete: “Der Fürst des Islam kann nur dann gesetzmäßig mit den Ungläubigen Frieden schließen, wenn daraus für die gesamten Muslime Nutzen und Vorteil entsteht. Wird dieser Vorteil nicht bezweckt, ist auch der Friede nicht gesetzmäßig. Sobald ein Nutzen erscheint … so ist es … allerdings erforderlich und notwendig, den Frieden zu brechen.“ Joseph von Hammer-Purgstall, ein österreichischer Orientalist des 19. Jahrhunderts, schrieb dazu: “Dieses Fetva beleidigte in hohem Grad die ersten Grundsätze des Völkerrechts und öffentlicher Treue…“. Recht hatte er – und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die UN-Menschenrechtskonvention ist von den 57 islamischen Staaten dieser Welt per “Kairoer Erklärung“ noch immer unter den Scharia-Vorbehalt gestellt.

Der blutige Verrat von Famagusta
Zurück in die Geschichte: Also eroberten die Türken Nauplia und Monemvasia, weshalb Nikosia, Kyrenia und Ammochostos von 1540 an noch stärker befestigt wurden. Doch alle Fortifikationen halfen nichts: 1570/71 wurde ganz Zypern von osmanischen Heeren unter dem Befehl zweier Kommandeure des sogenannten Propheten erobert. Anfang Juli gingen die Türken bei Larnaca an Land, am 9. September fiel Nikosia in einem grausamen Blutbad, dann folgen Paphos und Limassol. Ende September kapitulierte Kyrenia, dann folgte der Endkampf um die Insel.

Am längsten konnte das befestigte Famagusta, das griechische Ammóchostos, den osmanischen Angreifern standhalten. Nach langer Belagerung kapitulierte die Stadt. Die islamischen Eroberer sicherten den Bewohnern von Famagusta dabei Unversehrtheit zu; unter dieser Bedingung wurde die Stadt am 4. August 1571 übergeben. Am 5. August brachen die Osmanen die Vereinbarung und richteten ein Blutbad an – laut Koran sind gegenüber “Ungläubigen” gegebene Versprechen nicht bindend.  Die Christen wurden in einem Massaker niedergemetzelt und die Stadt zerstört. Die Mustafa Pascha Moschee des Eroberers von Famagusta wurde in die ehemalige St. Nikolaus Kirche hin eingebaut. Europäischen Touristen wird dieses schlimme Kapitel von Famagusta bis heute vorenthalten.

Mann gegen Mann
Das diesem Wortbruch zugrundeliegende islamische Gebot der Taqiyya, der Täuschung, war und ist kein Missbrauch des Koran, sondern dessen eigentlicher Zweck zum Erreichen von Zielen – und es wird auch heute noch täglich in Politik und Wirtschaftsleben angewendet. Abmachungen mit muslimischen Partnern haben ungefähr eine Haltbarkeitsdauer wie die Festlegungen eines Donald Trump. Von gutgläubigen Islamverstehern hierzulande jedoch wird die These, die Taqiyya sei handlungsbestimmend für viele Muslime, als “islamophob” gebrandmarkt. Übrigens: Auch nach dem Christenschlächter Selim II. sind in Deutschland sehr viele türkische DiTiB-Moscheen benannt, die sogar von unserer christlichen Geistlichkeit als Teil des “interreligiösen Dialogs” hofiert werden.

Nach dem blutigen Fall der letzten Stadt Zyperns schlug Papst Pius V. in der Bibel nach und stellte vielleicht fest, dass dort nur etwas von der zweiten Wange steht, die man dem Feind hinhalten solle; seinen christlichen Schäflein jedoch waren gleich die Köpfe abgeschlagen worden. So nicht, dachte der Heilige Vater wohl. Also sammelte sich die Flotte der Heiligen Liga, überwiegend der Venezianer, bis Mitte September 1571 im Hafen von Messina. Dann segelte sie um Apulien herum der osmanischen Flotte entgegen. Am 7. Oktober 1571, nach dem morgendlichen Sonntagsgottesdienst, bewegten sich die beiden Flotten aufeinander zu. 206 Galeeren und 6 Galeassen der Liga mit 28.000 Soldaten, 40.000 Matrosen und Ruderern gegen die überlegenen 255 osmanischen Galeeren mit 34.000 Soldaten des Propheten, 46.000 Matrosen und Rudersklaven. Weil der enge Golf keine Möglichkeit für Wendemanöver zuließ, wurde Schiff gegen Schiff, Mann gegen Mann gekämpft. Schließlich gelang es der Liga, die türkischen Galeeren gegen die Klippen zu drängen. Vielleicht half dabei auch ein günstiger Wind – geschickt von oben?! Näheres siehe hier.

Mythos der Unbesiegbarkeit gebrochen
Nach fünfeinhalb Stunden war die Schlacht für die Heilige Liga gewonnen. Gewonnen? 8.000 Mann ihrer Besatzungen sanken mit 13 Schiffen auf den Meeresgrund. Den osmanischen Aggressoren im Dienste Muhammads fehlten jedoch auf einen “Schlag ins Wasser” ganze 30.000 Mann. Wie sein „Paradies“ wohl mit dem Ansturm an gefallenen Dschihadisten fertig wurde, denen jeweils 72 Jungfrauen versprochen waren? 12.000 christliche Rudersklaven konnten aus den 117 eroberten Galeeren befreit werden. Fast die Hälfte der osmanischen Flotte fehlte zum Schluss in ihrer Sammlung. Uludsch Ali gelang es, mit 30 Schiffen ins einstige Konstantinopel zu entkommen, welches dem Oströmischen Reich bereits 1453 von islamischen Horden entrissen worden war. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der osmanischen Mittelmeerflotte war seitdem gebrochen.

Diesem kurzen Stopp der Ausbreitung des Islam gilt das katholische Rosenkranzfest: Es wurde eingeführt von Pius V. (1566–1572) als Dank für den Sieg der christlichen Flotte in der Seeschlacht von Lepanto. Der Rosenkranz wurden vom gleichen Papst 1569 offiziell in einer Bulle festgelegt. Die damit verehrte Gottesmutter Maria spielte in jenem Gottesdienst wahrscheinlich eine bedeutende Rolle; 1573 wurde das Rosenkranzfest von Papst Gregor XIII. dann in das Fest „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ umbenannt. Nach dem Sieg der kaiserlichen Truppen unter Prinz Eugen von Savoyen über das Osmanische Reich in der Schlacht von Peterwardein 1716 wurde das christliche Fest in den Römischen Kalender aufgenommen. Anno 1913 legte man es auf den 7. Oktober. Und, welch ein Wunder: Dieses denkwürdige Datum findet sich noch heute im „Direktorium“ unserer Erzdiözese Freiburg.

Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.

Dieser Artikel ist mit „KI“, mit Künstle-Intelligenz erstellt; zuerst hier https://ansage.org/seeschlacht-von-lepanto-vor-455-jahren-als-das-abendland-unter-wir-schicken-ein-schiff-noch-etwas-anderes-verstand/ erschienen.

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