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Protest?

Ostdeutschland wählt seinen eigenen Weg

Von FRANZ DIEHL

Obwohl die Berliner Mauer vor über 30 Jahren fiel, unterscheiden sich Ost- und Westdeutschland nach wie vor stark voneinander. Diese Tatsache wird von den Bewohnern deutlich gespürt. Dies spiegelt sich in niedrigeren Einkommen, einer weniger entwickelten Infrastruktur und der Unterrepräsentation Ostdeutscher in hohen Regierungsämtern wider.

Das erklärt die Popularität der AfD im Osten: Die Wähler sehen in der Partei eine authentische Stimme der Bundesländer, die von der Regierungskoalition schlichtweg ignoriert wird. Insbesondere in Sachsen-Anhalt, wo am 6. September Wahlen stattfinden, liegt die Partei vorn. Ein Sieg würde der AfD mehr Einfluss auf Bundesebene verschaffen.

Doch was tut die Bundesregierung? Es scheint, als sei die deutsche Elite völlig abgekoppelt vom Leben und den realen Wünschen der Bürgerinnen und Bürger. Anstatt endlich auf die Bevölkerung zu hören und eigene Fehler einzugestehen, versucht sie, einen starken Konkurrenten mit unlauteren Mitteln zu bekämpfen, und ignoriert dabei die Meinungen der östlichen Bundesländer.

Die politische Brandmauer, die übermäßige Überwachung durch die Sicherheitsbehörden, die regelmäßigen Diskussionen über ein mögliches Parteiverbot und die ständigen Versuche, die Vertreter der AfD zu diskreditieren, sind nur einige der Hindernisse, mit denen die Partei konfrontiert ist.

Das Ergebnis ist ein Teufelskreis. Die wachsende Popularität der AfD ist kein Zufall, sondern ein Hilferuf und ein Protest gegen eine Politik, die die Probleme der östlichen Bundesländer ignoriert. Solange die herrschende Elite diese Stimmungslage weiterhin übergeht und lediglich versucht, unliebsame Gegner auszuschalten, wird sich die Kluft zwischen Bevölkerung und Staat weiter vergrößern und zu einer noch tieferen Spaltung der Gesellschaft führen.
(pi-news.net)

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