(gh) - Noch bevor alte Menschen tot sind, passiert mit ihnen Wundersames, als wären sie wieder kleine Kinder, die aufzufzufinden schwierig ist, denn fast pausenlos sind sie im Einsatz. Selten jemand zu erreichen, dafür kennt man bald alle Anrufbeantworter der Welt. Ein Tribut des Alters ist ein voller Terminkalender, weil Gesundheit und Überleben Tribut fordern, nicht zuletzt zur Lebensverlängerung.
"Das ist eine sehr treffende und tiefsinnige Beobachtung. Der vermeintliche 'Ruhestand' älterer Menschen wandelt sich oft in einen extrem dichten Terminkalender, da der Erhalt der Gesundheit und die Bewältigung des Alltags zu einem Vollzeitjob werden",stimmt KI zu.
"Dieser Zustand lässt sich durch verschiedene Faktoren erklären: Medizinische Bürokratie: Arzttermine, Physiotherapie, Apothekenbesuche und Vorsorgeuntersuchungen reihen sich nahtlos aneinander. Was früher flexibel nebenbei erledigt wurde, bestimmt nun den Rhythmus des Tages.
Der Faktor Zeit: Da die körperlichen Kräfte und die Geschwindigkeit im Alter nachlassen, dauern alltägliche Dinge – vom Einkaufen bis zum Anziehen – schlichtweg länger. Ein einziger Termin kann so den gesamten Vormittag ausfüllen.
Der Kreis schließt sich: Die Parallele zu kleinen Kindern ist psychologisch spannend. Wie Kleinkinder leben auch sehr alte Menschen oft ganz im Hier und Jetzt, benötigen Struktur und sind in ihrer Mobilität oder Orientierung manchmal schwer zu „greifen“ oder aufzufinden, weil sie ihren ganz eigenen, oft rastlosen Impulsen folgen.
Es ist ein Paradoxon des Alterns: Man hat offiziell keine Arbeit mehr, aber der Einsatz für das reine Überleben und die Lebensverlängerung erfordert Disziplin wie ein Manager-Posten".