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Es muss ein Rückweg in die gesellschaftliche Mitte gefunden werden, der aus der Hölle der Wahrheitsverleugnung herausführt

Von Gastautor Harald Walach

Ich habe die Corona-Krise von Anfang an auf meinem Blog mit kritischen Analysen begleitet, Daten des RKI neu ausgewertet, kritische Fragen gestellt, Studien besprochen. Ich habe mich zusammen mit meinem Kollegen Prof. Hockertz den Staatsekretären im Gesundheitsministerium und im Innenministerium als Gesprächspartner angeboten, um alternative Sichtweisen in die Diskussion zu bringen, vergeblich, auch dem Erzbischof von Berlin, auch vergeblich, und habe mit einigen eigenen Analysen und Publikationen (siehe auch hier, hier und hier) versucht, in den wissenschaftlichen Diskurs einzugreifen. Ich habe dabei die Mechanismen der Spaltung und Ausgrenzung kritischer Stimmen am eigenen Leibe erlebt. Ich wurde als „rechts“, als „inkompetent“, „umstritten“ und sonstwas gerahmt. Und nein, um es vorneweg zu sagen: Ich bin nicht „rechts“ oder „völkisch“. Mein Großvater war im polnischen Untergrund und wurde von der Gestapo zu Tode gefoltert.

Ich habe festgestellt: Die Corona-Krise erzeugt nicht nur eine Spaltung in der Gesellschaft, sie fügt auch Neues zusammen. Menschen, mit denen ich sonst nicht so ohne Weiteres zusammengekommen wäre, wurden plötzlich meine Freunde und Kollegen. Diese Brückenbildung reichte über politische und weltanschauliche Grenzen hinweg, schien mir. Plötzlich stand ich, als alter Kathole, der ich protestantische und reformierte Gottesdienste immer als quälend langweilig und verkopft empfunden hatte, bei Pfarrer Dietz in Brandenburg in der Kirche und sprach zu einem lutherischen und – ja, auch das – völlig kirchenfremden Publikum. Eine der wenigen kirchlichen Lichter im eiskalt-dunklen Corona-Norden. Von Pfarrer Dietz erfuhr ich, wie scharf die lutherische Kirche mit ihren Corona-Abweichlern zu Gericht saß. Und mir graute. Das Gleiche erlebte ich in der katholischen Kirche, in die ich aus Protest in dieser Zeit nicht mehr ging, weil die Kirche Corona-Vigilantes angeheuert hatte, die alle, die ohne Maske waren oder diese auch nur zum Schneuzen herunternahmen, aufs Gröbste anpöbelten. In einer Kirche mit ca 13.000 Kubikmetern Luft und 100 weitverstreuten Hanseln. Ich spreche aus Erfahrung, aus schmerzlicher.

Was ich ebenfalls gesehen habe: Diejenigen, die kritisch waren, die das offizielle Narrativ vom Killervirus, vor dem nur der Staat, Mami Merkel und Papi Lauterbach mit der Spritze schützen können, die keine oder wenig Angst hatten, das waren vor allem die, die eine irgendwie geartete tiefer sitzende, von innen oder auch aus ihrer Erdverbundenheit kommende spirituelle Verankerung hatten. Diese geht, so scheint mir, über Konfessionen, ja auch über die Frage des christlichen Glaubens hinaus. Sie dürfte einer tieferen spirituellen Erfahrung des Gehaltenseins entsprungen sein. Das wäre eine eigene empirische Untersuchung wert.

Dieses Büchlein hier ist ein indirekter Beleg für meine These. Es entstammt einem der regelmäßigen Treffen einer lutherischen Bruderschaft, dem St. Georgs-Orden, der in Erfurt seine Heimat hat und sich dem Geist nach auf die bekennende Kirche beruft, jenen Zweig der lutherischen Kirche, der in der Nazi-Zeit Widerstand leistete und sich auf Dietrich Bonhoeffer beruft. Einer der Herausgeber, Thomas A. Seidel, ist der Leiter dieses Ordens.

„Der Staat als Arzt“
Das Buch versammelt Texte, die anlässlich des 61. Konvents der Bruderschaft im Oktober 2022 vorgetragen wurden. Zeitgleich mit dem Erscheinen des Buches am 18. Juli 2023 führten einige der Akteure auch eine Disputation „Kirche und Kultur nach Corona“ im Erfurter Rathaus durch. Die Schauspielerin Philine Conrad sprach die Einleitungsworte, in denen sie die Spaltung der Gesellschaft durch die Medien ins Zentrum rückt.

Dieser Mechanismus wird in diesem Buch mehrfach sehr sachkundig, mit guten Quellen unterlegt, dokumentiert, z.B. im Beitrag von Heimo Schwilk, „Angst und Auflage“, aber auch im Folgebeitrag von André Kruschke „Institutionalisierte Angst: Ein juristischer Blick auf die Corona-Pandemie“. Medien, so lernen wir, sind die vierte Gewalt im Staate. Dadurch, dass sie ohne irgendeine demokratische Kontrolle sind, außer jener des Marktes, sind sie enorm mächtig und treiben die Politik vor sich her. Und weil die Justiz von der Politik abhängig ist (im Sinne der Ernennungen und Karrierewege), wird die Justiz von der Politik getrieben. Da die Logik der Medien die Logik der maximalen Angstmache ist – denn „panic sells“, Angst, verkauft sich – können Medien immer nur das maximal Schlimme prophezeien und dürfen, um ihre eigene Logik nicht zu gefährden, nie zugeben, wenn sie falsch lagen. Dass sich etwa eine große dänische Tageszeitung mit Transparenten und ganzseitigen Anzeigen bei ihren Lesern für ihre Fehlberichterstattung in Sachen Corona entschuldigt, ist die große Ausnahme und in Deutschland meines Wissens noch nicht vorgekommen.

Die Analyse, die die Hintergründe, warum die Angst so greifen konnte, am klarsten erhellt, ist die von Vera Lengsfeld („Die Schattenseite des Vorsorgeprinzips“). Sie analysiert darin die neue Entwicklung, dass man sich vor allem schützen und für alles gewappnet sein will, noch bevor es überhaupt eintritt, als eine neue, gesamtgesellschaftliche Gefahr. Nur weil dieses Vorsorgeprinzip kritiklos und fraglos überall herrscht, konnte diese Krise überhaupt so groß werden.

Sehr klar dokumentiert Rochus Leonhardt im Beitrag „Der Staat als Arzt“ gravierende Fehler der politischen und juristischen Entscheidungen. Seine Analyse und sein Fazit sind: Der Staat habe nicht reflektiert-demokratisch und menschenbezogen, sondern ideologiebezogen reagiert. Die Kirchen hätte, so Leonhardt, in ihrem Auftrag versagt, als ideologiekritische Gesprächspartner staatliches Handeln zu begleiten, sondern hätten kritiklos zugesehen und mitgemacht. Dieser eben kurz referierte zweite Teil des Buches macht mit knapp 70 Seiten den Mittelteil des Buches, „Formen der Angst“, aus.

Ihm vorgeschaltet ist ein etwa ebenso langer Teil, „Wege aus der Gefahr“, der eine Reihe sehr unterschiedlicher Essays bündelt. So etwa den der Schriftstellerin Kathrin Schmidt „Die Politik der Angst“. Sie benennt klar die hilflos-destruktive Seite einer Politik, die auf Angstmache setzt und kontrastiert sie mit ihrer eigenen Erfahrung, wie sie sich nach einer Lähmung aufgrund einer Hirnblutung wieder ins Leben zurückgeholt hat.

Medizin als Religionsersatz
Wolfgang Sanders Beitrag „Europäische Identität und Christentum“ ist geprägt von der Idee, dem Wunsch wohl auch, Europa möge sich auf seine uralten christlichen Wurzeln besinnen und diese christliche Identität zur Basis einer politischen Erneuerung machen, die durch alle Zweige der Institutionen, von der Bildung bis zu den politischen Institutionen und Kirchen, dringen sollte.

Vielleicht liegt hier des Pudels Kern: Es ist exakt deswegen zu dieser Krise gekommen, weil dieser christliche Kern schon längst aus Europas politischer Kaste und vielleicht sogar aus dem Lebenszentrum mancher Kirchenrepräsentanten verschwunden ist. Nur deshalb war es möglich, ganze Nationen in Angst zu versetzen und mit Hilfe der Angst totalitäre Regimes einzuführen. Das Lamento über das Vergessen der christlichen Religionsbezüge erinnert mich an die Klagen der alttestamentlichen Propheten, die den Israeliten Abfall von ihrem Glauben an JHWE vorwarfen. Das stimmt wohl. Die Frage ist: Was wäre das Heilmittel? Ich persönlich glaube, ohne eine Wiederbelebung der inneren spirituellen Erfahrung und der Interpretation der christlichen Botschaft auf dem Hintergrund dieser Erfahrung wird es nicht möglich sein, das Christentum als Basis Europas zu revitalisieren. Das blitzt auch durch manche Beiträge durch, etwa bei Thomas A. Seidel, wenn von der Praxis der Frömmigkeit die Rede ist. Nur spiritueller Praxis oder Übung, egal ob es sich um Meditation, Kontemplation, Gebet oder was auch immer handelt, wird es gelingen, eine Verankerung zu erzeugen, die gegen Angst, unsinnige zumal, immunisiert.

Ein wichtiger Beitrag dieses ersten Teiles ist der von Dr. Erich Freisleben („Hauptsache gesund – Medizin als Religionsersatz“). Dr. Freisleben hat schon früher die Kommerzialisierung der Medizin angeprangert. Er ist einer der wenigen und ersten Ärzte, die vor der Nebenwirkungsgefahr der sogenannten „Covid-19 Impfungen“ gewarnt haben – in einem Buch, in Blogs und Fernsehbeiträgen. Er wurde daraufhin von Anfragen geflutet. Die Details beschreibt er in seinem Beitrag und zeigt damit sachlich klar die Verlogenheit des offiziellen Narrativs auf. Der Skandal ist: Kaum einer in der Politik hörte und hört ihm zu. Allmählich tröpfeln die wissenschaftlichen Daten aus prospektiven, systematischen Beobachtungen ein, die wir 2021 eingefordert haben und wofür wir international abgestraft wurden. Sie zeigen, z.B., dass Myocarditis als Nebenwirkung bei knapp drei Prozent aller Geimpften vorkommt. Das ist um den Faktor 800 höher, als von Meta-Analysen geschätzt wurde, die nur die Daten von passiven Meldesystemen verwenden. Das sollte zu einer scharfen und kompromisslosen Untersuchung der Gründe führen, wie es zu solchen Fehlurteilen auf nationaler und europäischer Ebene kommen konnte. Dr. Freisleben sagt es etwas höflicher und politisch verbindlicher als ich.

Der letzte Teil des Buches und ein Beitrag im ersten Teil (Ulrich Teusch: „Dämme gegen die politische Flut – Der ‚Antipolitiker‘ György Konrád) ist Gestalten gewidmet, die Hoffnung machen können und sollen, und zu eigenständigem Denken und Handeln motivieren können, auch gegen den politischen Mainstream: Konrád, Elisabeth von Thüringen, Martin Luther, Dostojewski, Sophie Scholl, Dietrich Bonhoeffer, Ricarda Huch, Dag Hammaskjöld und Ulrich Schacht (dem Mitbegründer der St.Georgs-Bruderschaft). Das ist klug, informativ und an Stellen sehr erbaulich. Denn mit keinem Wort wird direkt zum Widerstand gegen das Corona-Regime aufgerufen – man erinnere sich, die Tagung fand im Oktober 2022 statt, also noch immer unter Corona-Kautelen – aber wer zwischen den Zeilen lesen kann, hört den Aufruf.

Blaupause für einen Runden Tisch?
Das bringt mich zur Gesamteinschätzung: Ich halte das Buch von allen „Corona-Büchern“, die ich bis jetzt gelesen habe – bei weitem nicht alle, aber viele – für das klarste und verbindlichste. Alle Texte sind von sehr hohem sprachlichen Niveau und balanciert in der Diktion. Bei aller Kritik, bei allen deutlichen Worten, gerichtet an Politik, Medien und Justiz, die klarer nicht sein könnten, ist immer der Wunsch und das Bedürfnis der konstruktiven Zusammenarbeit zu erkennen. Das macht den Text zu einer möglichen Blaupause für eine Art neuen Runden Tisch, an dem sich Kritiker und Verfechter sammeln und zukünftige Strategien beraten sowie alte Fehler aufarbeiten könnten. Ob es dazu kommen wird? Ich persönlich bin pessimistisch. Und wenn man dem Text von Vera Lengsfeld folgt, die selber am ursprünglichen Runden Tisch saß, dann hört man aus ihm eher Resignation als Hoffnung für eine solche Vision heraus.

Diese Tugend der meisten Beiträge, dass sie den staatlichen, medialen und juristischen Akteuren im Grunde Wohlwollen, wenn auch Verirrungen, unterstellen, ist gleichzeitig auch ihr Manko. Denn dadurch greift die politische Analyse zu kurz. Viele Autoren benennen die Fakten, weigern sich aber, die korrekten Schlüsse zu ziehen, dass den Verantwortlichen eigentlich schon früh klar gewesen sein muss, dass das, was sie da treiben, sachlich falsch und politisch katastrophal ist: Lockdown, mehrfacher Lockdown, verstärkter Lockdown, Maskenzwang, Impfpflichtdebatte und verkappte Impfpflicht durch Nudging und Aussperren der Unwilligen, wissentliches Verbreiten falscher Informationen über die angebliche Ungefährlichkeit der Impfung. Man spürt es der Redaktion des Textes an: nur ja nicht in die Gletscherspalte der „Verschwörungstheorie“ rutschen. Das ist die größte Gefahr für politisch Andersdenkende. Manche Autoren benennen die Gefahr. Denn ist man erst mal dort, ist man verloren für den Diskurs, denn dann weilt man in der Vorhölle der Irrelevanz.

Ich wünsche den Autoren und dem Buch, dass sie aus der Vor-Vorhölle der politischen Abweichung den Rückweg in die gesellschaftliche Mitte finden und diese politische Mitte aus ihrer eigenen Hölle der Wahrheitsverleugnung herausführen können. Aber um aus der Hölle herauszufinden, muss man, das weiß auf jeden Fall die katholische Theologie, erst mal das Elend der Hölle als solches erfahren und mit allen Fasern herauswollen. Dieses Wollen, scheint mir, geht den politisch Verantwortlichen ab. Also bleibt der St. Georgs-Bruderschaft wohl nur, dafür zu beten, dass sie aus der Hölle der Verleugnung herauswollen, die Verantwortlichen und der Rest der Kirchen. Gottseidank hat es die Bruderschaft schon geschafft, immerhin. Das macht Hoffnung.

„Angst, Politik, Zivilcourage – Rückschau auf die Corona-Krise“ (hrsg. v. T.A. Seidel & S. Kleinschmidt, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt, 2023, 309 Seiten, 38 Euro, ISBN 978-3-374-07463-1)

Dieser Beitrag erschien zuerst auf achgut.com
(vera-lengsfeld.de)

Eine "Wirtschaftsweise"als eingeschworene Anhängerin der weltweit dümmsten und teuersten „Energiewende“

Von WOLFGANG HÜBNER

Veronika Grimm ist etwas weltweit Besonderes: „Wirtschaftsweise“. Denn sowas gibt es nur in Deutschland, das bislang seine Identität und Stabilität weitgehend dem wirtschaftlichen Erfolg verdankt hat. Zwar ist die Ökonomie alles andere als eine exakte oder gar philosophisch ambitionierte Wissenschaft. Und die wechselnden „Wirtschaftsweisen“ des Landes haben in der Vergangenheit öfter falsch gelegen als ein mittelmäßiger Zocker bei Pferderennen. Doch mit dieser Bezeichnung ist den damit geadelten Ökonomen einige Beachtung gewiss. Deshalb hat es auch Nachrichtenwert, wenn Grimm die Deutschen auf „harte Zeiten“ einstimmt.

Sie tut das so: „Fakt ist: In einer Phase mit sehr geringem oder sogar negativem Wachstum müssen sich die Menschen auf Härten einstellen. Es kommt zu realen Einbußen.“ Millionen in Deutschland müssen sich darauf gar nicht mehr einstellen, sie spüren diese Härten bereits an allen Ecken und Enden. Denn sie sind die Leidtragenden von Inflation und den Folgen der Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Davon ausgenommen sind allerdings die „Menschen“ in der Einkommensklasse von Grimm. Doch darüber redet unsere Elite so ungern wie über die wahren Ursachen für die „realen Einbußen“ des Pöbels.

Immerhin hat die „Wirtschaftsweise“ aufgrund ihres Weisheitsprivilegs keine Angst vor der Politik. Wobei damit die Bundesregierung und die Blockparteien gemeint sein dürften, wenn Grimm sagt: „Wichtig ist mir, dass die Politik den Leuten reinen Wein einschenkt und deutlich macht: Der Umbau der Wirtschaft zur Klimaneutralität kostet etwas – auch den einzelnen Bürger.“ Die Ökonomin lässt also keinen Zweifel daran, eingeschworene Anhängerin der weltweit dümmsten und teuersten „Energiewende“ zu sein, was sie sich im Gegensatz zum großen Rest allerdings ja auch leisten kann.

Wen nimmt es da noch Wunder, dass die Wirtschaftsweise aktuell eine Erhöhung des Renteneintrittsalters gefordert hat. Nicht so plump wie andere, die die Rente erst ab 70 ermöglichen wollen, sondern listig mittels Ankopplung an die (noch?) steigende Lebenserwartung. Als „Wirtschaftsweise“ muss frau sich schließlich etwas einfallen lassen. Veronika Grimm wird denen, die niemals den Gürtel werden enger schnallen müssen, gewiss noch viel Freude bereiten: Denn sie ist eine, die erfrischenden Klartext hinsichtlich der trüben Perspektive der deutschen Arbeits- und Steuermichels verbreitet.
(pi-news.net)

Pauschalreisen ins Ausland 9,2 % teurer als im Juli 2022

Die Eintrittspreise für Schwimmbäder sind in Baden-Württemberg zwischen Juli 2022 und Juli 2023 um 7,5 % gestiegen. Wie das Statistisches Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, sind im gleichen Zeitraum auch Produkte rund um den Schwimmbadbesuch teurer geworden. Verbraucher mussten unter anderem für Speiseeis (+16,7 %) tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für Handtücher sind um 8,0 % gestiegen. Auch Sport- und Badebekleidung wurde im Juli 2023 teurer angeboten als ein Jahr zuvor, für Damen (+0,2 %) und Herren (+2,8 %). Für eine Sonnenbrille mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 11,0 % mehr bezahlen.

Pauschalreisen ins Ausland verteuerten sich im Juli 2023 gegenüber dem Vorjahr um 9,2 %, Pauschalreisen im Inland um 5,7 %. Die Miete für Ferienwohnung oder Ferienhaus nahm im gleichen Zeitraum um 9,5 % zu. Für Übernachtungen in Feriendörfern, Camping und ähnlichem mussten Urlauber 7,7 % mehr bezahlen.

Gartenmöbel oder Campingmöbel kosteten 16,0 % mehr als im Juli 2022. Die Preise für Luftmatratzen oder andere Campingartikel stiegen um 2,9 %, für einen Sonnenschirm um 1,5 %. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise insgesamt im selben Zeitraum um 6,8 % gestiegen.
(Statistisches Landesamt)

(tutut) - Während für Angela Merkel Volk alle waren, die gerade unterwegs sich befanden, schließlich kannte sie ja nur eins, das deutsche demokratische, aber nicht das Deutsche Volk. Dies aber folgte ihr 16 Jahre wie einem Guru. Kein Wunder, dass einer ihrer Schüler mit besonderer Neigung zur DDR  die linksgrüne Sekte übernehmen durfte, welche mit 80 Prozent totalitären Ansprüchen  gegen jeden Ochsen und Esel befiehlt, wie und wer ihr zu folgen hat. Neuerdings prügeln sogar Ausländer alternativlos frei Mutti auf die ein, welche im Grundgesetz alternative Angebote sehen. Dürfen die das? Sind die etwa im falschen Land oder haben sie nur mitgebracht, was ihnen zuhause nicht passte? Gerd Habermann schreibt in seinem "Handlexikon für liberale Streiter" - eine Lektüreempfehlung für Politiker, die behaupten, sie  seien von der FDP - unter dem Buchtitel "Freiheit oder Knechtschaft" (2011) über Ausländer, dass sich die Menschheit zu ihrem Vorteil gliedere in Kulturkreise, Nationen, Staaten, Regionen, Gemeinden und in Religionen, Kirchen und Sekten und in Groß- und Kleinfamilien und allerlei Vereine und Verbände, Klassen und Schichten, Firmen und Einzelunternehmen: "jedes mit seiner besonderen Prägung - und entspricht so dem universalen Bedürfnis 'dazuzugehören' und seine Identität und seine Wurzeln im 'Gemeinsamen' und 'Geteilten' zu finden".  Wenn nun Ausländer, verschlimmbessert zu Migranten,  auf Deutsche losgehen und ihnen Deutschtum und Deutschland bestreiten, dann muss in diesem unseren Lande was gewaltig schieflaufen. Habermann: "So entspricht dem 'Wir' immer auch ein 'die anderen', dem Inländer steht ein Ausländer mit besonderem rechtlichen Status und Eigenbewusstsein gegenüber. Nur sehr flache Egalitarier wollen dies alles zugunsten einer Einerheitsmenschheit ändern und kämpfen gegen jede Differenzierung  und Präferenz als 'Diskriminierung'. Diese Tendenz ist besonders im identitätsschwachen Deutschland   stark, wo sie sich bis zum Inländerhass steigern kann".  Da ist vergessen, was Deutschland und die Geschichte der Freiheit betrifft, so dass der Autor noch orakelt, was heute ist: "Gegenwärtig freilich ist die zunehmende Unterwerfung der deutschen Bürger unter eine umfassende Wohlfahrtsbürokratie (statt 'Macht' - nunmehr  'Wohlfahrts'staat) und ihr fehlendes politisches Selbstbewusstsein , das sich auch in der Finanzkrise drastisch zeigt (ihr hochherziges , aber reichlich phantastisches Europäertum), eine Entwicklung, die Freiheits- und Lebensspielräume verkleinert und einen Schatten auf ihre Zukunft wirft".  Und wie geht das, was sich "christliche Kutur und Politik" nennt, mit der Gegenwart um?  "Vertrauen in den Staat sinkt auf Rekordtief - 69 Prozent halten Bund für überfordert - Gewerkschaft warnt vor 'Spaltung der Gesellschaft'“. Sie  merken nicht, was für ein Unsinn diese Nachricht ist? Herrschen denn schon Verhältnisse wie zuletzt in der DDR, wo nicht die Bürger der Staat sind, sondern dieser Vati und Mutti ist? Und was fällt Priester und Redakteiur vom Dienst hierzu an der Leidplanke ein - ist ein Dreigestirn von Chefredaktion in Urlaub? Er sorgt sich um die grüne Annalena, von der gesagt wird, sie sei Außenministerin: "Pannen lassen tiefer blicken - Die wiederholten Pannen der Flugbereitschaft sind vor allem eines: peinlich für Deutschland. Wenn deutsche Politiker irgendwo auf der Welt

stranden, weil ein technischer Fehler ihren Flieger am Boden hält, wirft dies ein schlechtes Bild auf unser Land und stellt Fragen nach der Zuverlässigkeit und dem Ruf Deutschlands. Wie verprellt sind vergeblich wartende Gastgeber?" Auf das Naheliegende kommt er gar nicht, nämlich auf die Frage: Was will Madame Blamage eigentlich mit ihren Weltreisen in Länder, die "hunderttausend Kilometer entfernt" sind, so wie sie Koblde sieht oder Strom in Leitungen gespeichert? Wieder einmal Thema total verfehlt, muss weiterhin fünfte Macht gespielt und linksgrüne Propaganda verzapft werden, während "Vertrauen in den Staat sinkt auf Rekordtief"? Da schrillt kein Wecker oder schlägt niemand Alarm, wie es in einer beliebten journalistischen Phrase fast täglich heißt. Und er gibt Deutschland die Schuld und nicht etwa denen,die das Land an die Wand fahren: "Die Airbus-Pannen der kaputtgesparten Bundesluftwaffe weisen auf ein viel tiefer liegendes Problem hin: Deutschland fährt seit Jahrzehnten seine aus den 1960er- und 70er-Jahren stammende Infrastruktur konsequent und sehenden Auges auf Verschleiß, investiert viel zu wenig in Neubau, Instandhaltung und Instandsetzung".  So leicht lässtsich eben Anschluss an das 19. Jahrhundert nicht bekommen, wenn die Welt gerettet werden muss mit Marx und Murks. Und so träumt er weiter, statt zu kommentieren, was wirklich ist: "Eine gewisse Technikfeindlichkeit der Deutschen, kommt hinzu. Vor allem aber rächt sich, dass die Babyboomer, die nun in Rente gehen, das Erbe ihrer Eltern weder gepflegt noch die erforderliche Pflege von der Politik eingefordert haben. Sie haben vom Erbe gut gelebt. Ihre Kinder werden es richten müssen". Wie hät's damit Papa Priester? Wer den Deutschen Technikfeindlichkeit nachsagt, muss sich fragen lassen, was er auf der Schule oder danach verpasst hat. Der Rest sollte schweigen und Papier aus dem Wald von hinter der Fichte schonen: "Wo früher die Waldarbeiter unterwegs waren - Am Mettenberg führen Wankelpfade durch herrliche Landschaften" - "Ein Freund hat ihn einst nach Irndorf gebracht - Herbert Stanjek war ehrenamtlicher Kirchenorganist und hat alte Bibeltexte entziffert", dabei ist er ganz woanders, tastet sie: "Der heute 83-Jährige lebt inzwischen im Altenzentrum St. Antonius in Mühlheim. Knieprobleme zwangen Herbert Stanjek im Frühjahr dieses Jahres, von Irndorf dorthin zu ziehen". Und was hat sie auf Lager? "Jeden Sonntag gehen sie live auf Sendung - Bärbel Olpp und Markus Böck haben ein zeitintensives Hobby - Sie streamen Konzerte und Gottesdienste. Seit Corona werden in der Stadtkirche Konzerte und Gottesdienste gestreamt, also ins Internet übertragen. Im Team dabei sind auch Bärbel Olpp und Markus Böck. Für die beiden ist der Dienst inzwischen zum Hobby geworden - auch wenn dieses zeitaufwändiger ist, als einst gedacht". Corona? War da was? Haben denn Menschen eine politische Pandemie überlebt wie beispielsweise auf Wanderung im Donautal, von ganz Deutschland gejagt, nicht nur von Landrat bis zum Lokalblatt? Das hat noch mehr dergl auf Lager: "Der Valentin Wernz-Fanclub macht richtig viel Lärm - Anhänger des Profi-Triathleten fiebern vor Ort oder am Bildschirm mit - Mutter Gisela ist sein größter Fan". Und unter "Spaichingen" leidet gleich der ganze Kreis in Not, falls jemand der von ihr angesagten täglichen Katastrophe folgt: "Interview: Die größte Gefahr lauert in den Gebäuden - Wasser aus dem Hahn ist eigentlich unbedenklich genießbar - Wenn man diese Punkte beachtet - Trinkwasser ist ein kostbares Gut. Es wird von den Behörden überwacht. Trinken Sie auch öfter Leitungswasser? Falls ja, dann weiß Dirk Krafft (Foto: pr), worauf es zu achten gilt. Er ist Erster Kreishygieneamtsinspektor im Landratsamt, 46 Jahre alt. Und seit zehn Jahren für Infektionsschutz, Wasser, Umwelt und Seuchenhygiene im Gesundheitsamt zuständig. Er kennt auch die größte Gefahr für unser Trinkwasser: das Leitungssystem zu Hause". Sie aber hat auch Bemerkenswertes gefunden fürs Presswerk: "Ein bisschen Rot, ein bisschen Grün an der Sonnenbuckel-Ampel -
Nach der Änderung der Ampelschaltung beschweren sich Autofahrer - Lösung ist ein Kompromiss - An der Ampel am Sonnenbuckel hat die Stadt Tuttlingen erneut die Schaltung umgestellt". Wem sonst nichts mehr einfällt, macht es vielleicht

wie sie: "DRK lädt zum Volksliedersingen ein - Zu einer Halbtagesreise nach Weilen unter den Rinnen geht es am Donnerstag, 21. September. Hier werden die Teilnehmer der DRK-Fahrt in der Wasenstube bereits erwartet. Nach der Ankunft wird Karl-Heinz Koch, der singende Wirt, die Teilnehmer gemeinsam mit dem Akkordeon-Duo Edith und Ernst mit stimmungsvoller Musik unterhalten".  Weiter mit grünen Spärenklängen: "Wivaldi soll Windenergie weiterbringen - Weltweit einzigartige Anlage in Niedersachsen eröffnet - Rotoren sollen effizienter werden - Masten und Windräder stehen im Windenergieforschungspark Wivaldi des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der jetzt eröffnet wurde. Der Forschungspark Windenergie Wivaldi ist nach Angaben des DLR eine weltweit einzigartige Großforschungsanlage. Die Anlage ermöglicht Forschung im Originalmaßstab und unter realen Umweltbedingungen". Linksgrün weiter gegen die Wand geht's aber auch so: "Geld sparen mit dem Balkonkraftwerk - Bundesregierung will Vorschriften für Solaranlagen im Heimgebrauch vereinfachen".Von denen,die noch da sind, geht's nun doch auswärts; "Wie deutsche Zulieferer die Transformation meistern - Unternehmen müssen sich zum Teil neu erfinden - Kostendruck führt zu Verlagerungen nach Osteuropa". Für den, welcher Probleme mit nicht ganz Dichtem hat, hier die Nachhaltigkeit, welche es normalerweisenur in der Forstwirtschaft gibt: "Windeln mit Ausdauer - Im Vergleich zu herkömmlichen Windeln aus dem Drogeriemarkt sind Stoffwindeln nachhaltiger, bedeuten aber auch mehr Aufwand. Über Vor- und Nachteile einer traditionellen, wieder beliebter werdenden Wickelmethode". Dann wohl eine Erklärung, warum es in THE ÄLÄND mit der Bildung nicht klappt: "'Digitalisierungswahn' an Schulen - Einsatz von Computern im Unterricht schmälert laut Pädagogikprofessor den Wortschatz.   Die Pandemie hat die Mängel bei der Digitalisierung der deutschen Schulen gnadenlos offengelegt".  Welche Pandemie? Sollte da nicht vorher mal was geklärt werden, bevor ein versagender Bundesgesundheitsminister weitermacht als wäre nichts gewesen? Zurück zum Fliegen, was die Bundesluftwaffe mit Annalena nicht schafft, führen diese Ausländer vor: "Bunte Gäste im Südwesten - Die farbenfrohen Vögel lieben es warm - und sind somit Profiteure des Klimawandels: die Bienenfresser".Sie fliegen am Kaiserstuhl, am Oberrhein,ja sie flogen einst, denn Klima wandelt seit 4,6 Milliarden Jahren, sogar schon vor Mitte des 19. Jahrhunderts  in deutschen Landen herum, als derKlimawandel noch gar nicht entdeckt, aber normal war. Peinlich für Bildung in Deutschland.

Maskenatteste
Landgericht Offenburg verurteilt Lahrer Ärztin zu 5500 Euro Geldstrafe
Im Berufungsverfahren um falsche Maskenatteste der Lahrer Ärztin Anette Franz ist am Mittwoch am Landgericht Offenburg das ursprüngliche Urteil bestätigt worden. Die Lahrer Ärztin muss 5500 Euro zahlen.
(Badische Zeitung. Wann wird geklärt, ob etwas richtig bzw.falsch an Corona sein könnte?

 

Verwählt, verklickt, vertan
Falscher Alarm: Immer mehr Fehlanrufe bei der Polizei
(swr.de. Gibt's nicht auch immer mehr falsche Polizei?)

Schwarzwälder Landwirtin Johanna Faller war Rolle ihres Lebens
Publikumsliebling aus "Die Fallers" Ursula Cantieni ist tot
Die beliebte Schauspielerin Ursula Cantieni ist tot. Die 75-Jährige starb in der Nacht von Montag auf Dienstag in ihrem Wohnort Baden-Baden. "Wir alle im SWR sind bestürzt und tief traurig", so SWR-Intendant Kai Gniffke.
(swr.de. Kommt er mit dem Leben nicht zurecht? Anfang des Jahres ist sie schon komplett ausgestiegen. Nur manche Serien finden kein Ende.)

Auch auf Menschen übertragbar
Landratsamt in Freiburg bestätigt Infektion mit Hasenpest
Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ist Anfang August bei einem Feldhasen die Hasenpest (Tularämie) nachgewiesen worden. Das teilte das Landratsamt am Dienstag in Freiburg mit. Diese Erkrankung ist eine Zoonose und auf Wild- und Haustiere sowie den Menschen übertragbar. Sie kann teils schwerwiegende Erkrankungen hervorrufen.
(swr.de. Gehüpft wie geesprungen. Nun wieder mal das Hasenpanier ergreifen?)

Ermittlungen um Bauprojekte in Vorarlberg
Bregenzer Festspiele von Korruptionsskandal betroffen?
Die Stadt Bregenz und die Bregenzer Festspiele könnten von einem Korruptionsskandal um fingierte Rechnungen für Bauprojekte in Vorarlberg betroffen sein. Das berichtet die österreichische Tageszeitung "Der Standard" in ihrer Online-Ausgabe. Sie beruft sich auf einen Whistleblower. Die Stadt Bregenz und die Festspiele wollen die Vorwürfe nun prüfen. "Der Standard" berichtet, dass die Korruptionsaffäre um möglicherweise fingierte Rechnungen bei Bauprojekten die Bregenzer Festspiele erreicht habe. Das betreffe zum einen die Generalsanierung des Festspielhauses 2003 und die aktuelle Sanierung. Die Bregenzer Festspiele erneuern derzeit unter anderem die Seebühne, die Zuschauertribüne und Teile des Festspielhauses. ..
(swr.de. Alles Theater? Katja Ebstein sang: "Alles ist nur Theater
Und ist doch auch Wirklichkeit
Theater, das Tor zur Phantasie
Theater, Theater
Nur der bleibt dir treu, der dich vor Leidenschaft liebt
Theater, Theater
Ist Leben und Traum, Anfang und Ende zugleich
Theater, Theater
Ihr schenkt uns Applaus, wir geben alles für euch
Und lachen und weinen für euch
Ja, wir geben alles für euch".)

Equal Pay im Spitzensport?
Frauenfußball: Der Links-Populismus der Regierung
Sollen Frauenfußballerinnen genauso bezahlt werden wie ihre männlichen Kollegen? Ja, findet nach Kanzler Scholz nun auch Frauenministerin Paus. Doch beide ignorieren Fakten. Eine kommentierende Analyse.
(Junge Freiheit. Was ist daran Spitze? Kane kriegt Kreisklassensalär und SC Freiburg fährt wofür er wirbt: Fahrrad.)

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Wen meinte Steinmeier?
Wurde am Wochenende der AfD-Politiker Andreas Jurca möglicherweise ein Opfer einer „wehrhaften Demokratieverteidigung“? Frank-Walter Steinmeier nahm leider auf Herrenchiemsee kein Blatt in den Mund: „Wir alle haben es in der Hand, die Verächter unserer Demokratie in die Schranken zu weisen“, hat er gesagt, ohne zu sagen, ob er damit die Ampelregierung oder Bodo Ramelow meint. Was er wahrscheinlich auch nicht gemeint hat. Die zweimal umbenannte Partei der „Republikflüchtlinge-in-die-Schranken-Weiser-Partei“ gilt als hof- und regierungsfähig. Auch, wenn sie ein – nennen wir es – „etwas lässiges“ Verhältnis zu Gewalt gegen den Staat oder seine Bürger hat. „Und wir alle – jede Politikerin und jeder Politiker, aber eben auch jede Bürgerin und jeder Bürger – wir haben eine gemeinsame Verantwortung für unsere Demokratie. Wir müssen sie schützen“, das hat er auch gesagt. Wie er das meint und wen der da meint – auch hier darf geraten werden. Er meint sicher nicht seine Innenministerin und Parteikollegin, die Beweislastumkehr und Sippenhaft das Wort redet. Neinnein. Wahrscheinlich meint er die AfD,..Sind ja Nazis. Und was Nazis machen, das weiß man ja. Als Bundespräsident.
(achgut.com. Wikipedia: "Während seiner Studienzeit gehörte er gemeinsam mit Brigitte Zypries zur Redaktion der linken Quartalszeitschrift Demokratie und Recht (DuR), die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stand.[4] Die Zeitschrift erschien im Pahl-Rugenstein Verlag, von dem sich später herausstellte, dass er von der DDR finanziert wurde". Wann hat der Verfassungsschutz aufgehört, ihn zu beobachten? Seit das Geld aus dem Westen kommt? Ist der Fachkräftemangel nicht mehr zu beheben?)

Standort Deutschland
Kriege? Hyperinflation? „Was wir jetzt erleben, betrachte ich als problematischer“
Das älteste Familienunternehmen Deutschlands hat seit dem Jahr 1502 viele Krisen erlebt. Doch diesmal sei vieles anders, sagt Geschäftsführer Paul Niederstein. Er erklärt, warum es sich um eine hausgemachte Krise handelt, es viele Probleme im Ausland einfach nicht gibt und wo er heute gründen würde. Die Coatinc Company aus Siegen blickt auf mehr 500 Jahre Geschichte zurück – und hat schon einige Krisen am Standort Deutschland überstanden. Dieses Mal sei jedoch einiges anders, sagt Geschäftsführer und Familienunternehmer Paul Niederstein, der in 17. Generation an der Spitze von Deutschlands ältestem Familienunternehmens steht. Denn anders als in der Vergangenheit seien die Probleme dieses Mal hausgemacht – und die Politik handle nicht.
(welt.de. Keine Chancen gegen einen deutschfeindlichen Kinderbuchphilosophen?)

Verfassungsschutz nimmt Ex-Chef Maaßen ins Visier
Der Verfassungsschutz interessiert sich offenbar für seinen früheren Präsidenten Hans-Georg Maaßen. Einem Medienbericht zufolge fragte die Behörde Daten zu dem CDU-Politiker ab. Die Ermittlungen gegen die Reichsbürger-Szene könnten etwas damit zu tun haben. nDer frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) und CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen ist laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung ins Visier seiner ehemaligen Behörde geraten.
(welt.de. Aus der Diktatur von Absurdistan. Merkt noch immer niemand was?)

Regulierungswut der Ampel
Der deutsche Fetisch
Von Ulf Poschardt
Chefredakteur
(welt.de. Deutschland? Warum nennt er nicht die Täter, sondern Gehampel einer angeblichen regierenden Ampel?)

Asylpolitik
Knapp 400.000 Afghanen in Deutschland – und die Folgen
Die Asylpolitik und gesonderte Aufnahmeprogramme ermöglichen inzwischen fast 400.000 Afghanen ein Leben in Deutschland. Viele von ihnen haben bereits anderswo in der EU ein Asylverfahren durchlaufen. Wie gelingt hier die Integration, wie viele sind von Sozialleistungen abhängig?
(welt.de. Wer das Mittelalter importiert, landet in der Höhle der Taliban.)

Big Pharma und grüne Milliardäre
Der schleichende Weg in die WHO-Gesundheitsdiktatur
Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit arbeitet die Weltgesundheitsorganisation daran, ihre Befugnisse durch die Hintertür massiv zu erweitern. Die Aushöhlung von Demokratie und Nationalstaat muß schnellstens gestoppt werden. Ein Gastbeitrag von Beatrix von Storch.
(Junge Freiheit. Krank. Gewalt geht immer. Das ist Natur.)

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NACHLESE
Ampel-Idee:
Rentner könnten Wohnungen räumen, um Platz für Familien zu machen
In Deutschland fehlen Wohnungen. Das von Bauministerin Geywitz ausgegebene Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr werde erst 2024 erreicht. Nun kursiert in der Ampel eine neue Idee: Rentner könnten dafür ihre Wohnungen und Häuser räumen.
(focus.de. Famlien kommen illegal von draußen herein. Die Würde des Menschen ist antastbar. Gehen sie nicht freiwillig, übt mane Gewalt? Kirchen bereits voran.)
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Wissen, das was schafft
Aus dem britischen Moralkodex
WISSENSCHAFT : "[1] fachliches Können und Sorgfalt zur Grundlage Ihres wissenschaftlichen Arbeitens zu machen und dafür zu sorgen, dass die eigenen Fertigkeiten und die von Mitarbeitern stets dem neuesten Stand entsprechen.
[2] Schritte zu unternehmen* um schlechte wissenschaftliche Praxis und Verstöße gegen die Professionalität zu verhindern sowie Interessenkonflikte offenzulegen.
[3] ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, inwiefern Forschung auf der Arbeit anderer aufbaut und diese zugleich beeinflusst, sowie die Rechte und den Ruf anderer zu respektieren.
[4] zu gewährleisten, dass die eigene Arbeit rechtmäßig und gerechtfertigt ist.
[5] etwaige negative Auswirkungen der eigenen Forschungsarbeit auf Menschen, Tiere und die Umwelt zu minimieren und ggf. stichhaltig zu begründen.
[6] danach zu streben, die Herausforderungen der Wissenschaft für die Gesellschaft zu diskutieren sowie die Hoffnungen und Bedenken anderer ernst zu nehmen.
[7] andere nicht bewusst in Bezug auf wissenschaftliche Erkenntnisse irrezufuhren bzw. zu verhindern, dass andere irregeführt werden, sowie wissenschaftliche Fakten, Theorien oder Interpretationen ehrlich und genau darzustellen und zu prüfen".

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DAS WORT DES TAGES
Der im Hinterzimmer ausgekungelte Steinmeier gehört zur „Elite“, zur Negativelite. Über diesen Menschen sich noch aufzuregen, macht keinen Sinn. Er ist nur ein Teil des BÖSEN.
(Leser-Kommentar, Tichys Einblick)
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Migrationspolitik
Eine Bezahlkarte als politische Nebelkerze
Die geplante Bezahlkarte für Asylbewerber ist eher Augenwischerei, als ein ernsthafter Ansatz zur Bewältigung des Migrationskrise. Dafür gäbe es effektivere Hebel. Doch dagegen sperren sich Politik und Justiz.
(welt.de. Welche Politikjustiz? Blechen für die Dritte Welt muss der deutsche Steuerzahler.)

Die Selbstentlarvung von BioNTech
Von Martina Binnig und Dr. Gunter Frank. BioNTech will weiter impfen. Am liebsten kleine Kinder. Dabei ist mittlerweile gut dokumentiert, dass BioNTech bei der Produktion seines Covid-19-Impfstoffs Comirnaty vor allem auf Geschwindigkeit setzte statt auf Sicherheitsstandards ‒ mit verheerenden Folgen.
(achgut.com. Weiter so Lauterbach ohne Strümpf?)

Keine Glosse, Realität pur
Bitte lasst Baerbock fliegen, möglichst weit weg
Von Roland Tichy
Annalena Baerbock ist die personifizierte Delegitimierung dieses Staates. Das Beste, was diesem Land passieren kann, ist, dass sie weit weg in die Südsee fliegt. Da kann sie wenigstens keinen Schaden anrichten. Und sie hat noch viel vor mit sich. Die Mitflugmedien jedenfalls überschlagen sich mit Lob für die Gastgeberin. Ein paar hundert Tonnen Kerosin in die Luft geblasen, zwei neue Flieger für rund 1,2 Milliarden bestellt – man kann schon erschrecken über solche Zahlen. Aber lassen Sie uns in größeren Dimensionen denken. Den Schaden, den ein Dilettant, oder wie es hier besser passt: eine Dilettant*in im Außenamt anrichten kann, ist um ein Vielfaches höher. ..
(Tichys Einblick. Abstürze gehen in der Politik immer, sogar vor dem Start.)

Hans Hofmann-Reinecke
Annalena zwischen Scheuklappen und Landeklappen
Hier soll keineswegs die Sinnhaftigkeit der Reisetätigkeit einer Außenministerin in Frage gestellt werden, denn sie fliegt ja zum Wohle des deutschen Volkes um die Welt. Dafür müssen Umwelt und Steuerzahler die eine oder andere Kröte schlucken. So etwa auf dem Flug Richtung Australien. Hier eine aerodynamische Musterrechnung.
(achgut.com. Wer wartet denn irgendwo auf sie außer ihre Kobolde?)

Kommentar zur CO2-Steuer
Die Besteuerung der Luft muss weg! – Wohlstandsvernichtung durch die Ampel
Von Holger Douglas
Der Irrsinn wird vollkommen, ein Bestandteil der Luft wird immer weiter besteuert. Scholz, Habeck und Lindner vernichten Wohlstand sicher und zuverlässig. Denn Energie und Wohlstand hängen direkt miteinander zusammen.
(Tichys Einblick. Idiokratie kreißt.)

Krankenkassenbericht des 1. Halbjahres:
Krankschreibungen steigen deutschlandweit um bis zu 102 Prozent
Von Redaktion
Die Anzahl der Krankschreibungen ist im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr drastisch angestiegen. Hauptverantwortlich dafür: Atemwegserkrankungen. Krankenkassen erklären das durch die Abschaffung von Corona-Maßnahmen, aber auch psychische Krankheiten und Überlastungserscheinungen haben drastisch zugelegt.
(Tichys Einblick. Ein Land spielt Ballaballa. Leser-Kommentar: "Vielleicht haben die Arbeitnehmer ganz einfach die Nase voll, sich für Hängematten-Asylanten abzurackern?")

Messe mit neuem Konzept
IAA: Kniefall der Autoindustrie vor Klima-Extremisten
Aus Angst vor Klima-Extremisten hat die IAA mit einer Auto-Messe kaum noch etwas zu tun. Die „Letzte Generation“ soll einen eigenen Stand erhalten. Das Programm ähnelt teils dem eines Kirchentags.
(Junge Freiheit. Wirtschaft liebt Plan, der bestellt und innovatives Denken bleibt ausgeschaltet. Das wird den Chinesen überlassen.)

 

 

 

Höchster Anteil im Enz- und im Alb-Donau-Kreis, geringster Wert in Heidelberg

In Baden-Württemberg gab es Ende 2022 rund 4,85 Millionen (Mill.) verheiratete Frauen und Männer. Der Anteil der Verheirateten an der erwachsenen Bevölkerung lag damit nach den Ergebnissen der amtlichen Bevölkerungsfortschreibung nur noch bei 52 %. 1980 waren dagegen noch knapp 63 % der Erwachsenen verheiratet.S1

Ursächlich für diesen Rückgang ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes vor allem, dass das Heiratsalter in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen ist und dass in den vergangenen Jahrzehnten auch seltener geheiratet wurde. So waren Ende 2022 nur gut 40 % der 30- bis unter 35-jährigen verheiratet, 1980 lag dieser Anteil noch bei 75 %.S2 Darüber hinaus ist der sinkende Anteil Verheirateter auch auf eine in den letzten Jahrzehnten gestiegene Scheidungshäufigkeit zurückzuführen.1 Dies hat dazu geführt, dass sich der Anteil der Geschiedenen an der erwachsenen Bevölkerung in Baden-Württemberg von etwas mehr als 3 % im Jahr 1980 auf zuletzt gut 8 % mehr als verdoppelt hat.

Ende 2022 lebten ca. 3,0 Mill. ledige Erwachsene in Baden-Württemberg, 1980 waren es dagegen weniger als 1,7 Mill. Der Anteil der Ledigen hat damit in den letzten Jahrzehnten – spiegelbildlich zum Rückgang des Verheiratetenanteils – stetig zugenommen und zwar von knapp 24 % im Jahr 1980 auf annähernd 33 % im Jahr 2022.

Zurückgegangen ist dagegen der Anteil der Verwitweten von rund 10 % im Jahr 1980 auf etwa 7 % in 2022. Dieser Rückgang dürfte vor allem auf die zwischenzeitlich gesunkene »Heiratsneigung« und die gestiegene Scheidungshäufigkeit zurückzuführen sein.

Die Zusammensetzung der Bevölkerung nach dem Familienstand ist in den Teilräumen des Landes recht unterschiedlich: Während in einigen Landkreisen immerhin annähernd 60 % der Erwachsenen verheiratet sind – Spitzenreiter sind der Enz- und der Alb-Donau-Kreis mit jeweils 57 % –, sind es im universitär geprägten Stadtkreis Heidelberg lediglich 36 %.S3

Wenig erstaunlich ist, dass die Kur- und Bäderstadt Baden-Baden, die von den 44 Stadt- und Landkreisen des Landes die mit Abstand älteste Bevölkerung aufweist, den höchsten Verwitwetenanteil hat (9 %). Aber auch der Anteil Geschiedener ist landesweit, gemeinsam mit der Stadt Pforzheim, der höchste (jeweils 10 %). Die wenigsten Verwitweten gibt es in Heidelberg und in Freiburg im Breisgau (jeweils 5 %).
1
In den letzten Jahren ist die Scheidungshäufigkeit allerdings etwas gesunken.
(Statistisches Landesamt)

Frau gönnt sich ja sonst nichts!

Von WOLFGANG HÜBNER

Es gibt Geschehnisse, die sich auch die wüsteste Fantasie kaum auszudenken wagt. Die Pleite mit dem Regierungsflugzeug, das die Ampel-Außenministerin Baerbock ins ferne Australien und die Südsee bringen sollte, gehört dazu. Denn was könnte besser zum derzeitigen Zustand Deutschlands und seiner Regierung passen, als dieser so krachend wie kostspielig gescheiterte Ausflug einer Grünen, die Wasser predigt und gar nicht genug Sekt schlürfen kann. War es nicht die Kanzlerkandidatin von 2021, die davon redete, dass auch Dienstreisen von Ministern mit Linienflugzeugen erfolgen könnten?

Doch wie fast alles von den Grünen war das nicht so ernst gemeint und gilt sowieso nur bis zu jenem Zeitpunkt, ab dem deren Politiker selbst in den Genuss höchster Privilegien kommen. Seither wird – bezogen auf die deutsche Bevölkerungszahl – die größte Luftflotte einer westlichen Regierung so munter genutzt wie geübte Visagisten, vorteilhafte Porträts produzierende Fotographen und wohlwollend berichtende Medienknechte. Die waren gewiss auch in großer Zahl bei dem Pleiteflug dabei. Deshalb könnten sie eigentlich schnell klarstellen, ob Gerüchte zutreffen, dass auch Baerbocks Ehemann samt gemeinsamen Kindern mit von der Partie waren.

Dass bislang darüber noch keine Klarheit existiert, stimmt zumindest misstrauisch. Allerdings sollte man auch Verständnis für den Pressetross haben: Wer will demnächst nicht wieder kostenlos mit auf Ministerreisen gehen, um feministische Außenpolitik live zu erleben und der verregneten Heimat näher zu bringen? Ein paar Tonnen abgelassenes Kerosin in der Atmosphäre, das wird dem Klima schon nicht schaden, wenn Frau Schmidt und Herr Müller künftig brav alles tun, was ihnen Baerbocks Kollege Habeck zum Schutz kommender Generationen und darbender Eisbären auferlegt.

Und warum sollen Baerbock Gewissensbisse quälen, wenn die jungen Deutschen, also die Generation „Freitag besser schwänzen“, so begeistert umweltschädlich fliegen, dass der Anteil der Passagiere unter 30 Jahren von 21 Prozent vor 15 Jahren nun auf 29 Prozent gestiegen ist?

Allerdings muss unserer Außenfeministin schon vorgehalten werden, nicht die richtigen Schlüsse aus dem blamabel frühen Ausscheiden der DFB-Frauen bei der Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland gezogen zu haben. Denn als eigentlicher Höhepunkt des weiten Flugs war ja ein Besuch beim WM-Endspiel in Sydney eingeplant, bei dem die Trampolina aus Hannover sich im Glanze siegreicher deutscher Kickerinnen sonnen wollte. Fazit: Auch Grüne sollten düstere Vorzeichen nicht ignorieren.
(pi-news.net)

Revolution und Bürgerkrieg 1917-1921

Von Vera Lengsfeld

„Beklemmend aktuell mutet die Geschichte Russlands von 1917-1921 an“, so wirbt Bertelsmann für das monumentale Geschichtswerk von Sir Antony Beevor. Der Autor ist bekannt für seine Werke über den Zweiten Weltkrieg und den Spanischen Bürgerkrieg. Nun hat er sich den Oktoberputsch der Bolschewiki und den von ihnen entfesselten Bürgerkrieg vorgenommen. Was er berichtet ist beklemmend und teilweise schwer zu ertragen, aber wichtig, um die längst überfällige Korrektur des gängigen Geschichtsbildes der siegreichen Oktoberrevolution zu beschleunigen.

Leider spricht der Verlag auf der Rückseite des Buches immer noch von Oktoberrevolution, obwohl Beevor belegt, dass es sich um einen Putsch gehandelt hat – erst gegen die nach dem Sturz des Zaren von der Februarrevolution (da stimmt der Begriff, denn es handelte sich um einen Aufstand der Massen gegen das zaristische Regime) eingerichtete Provisorische Regierung, dann gegen die demokratisch gewählte Verfassungsgebende Versammlung, in der die Bolschewiki nicht die erhoffte Mehrheit hatten.

Interessant sind vor allem die Porträts der Akteure auf beiden Seiten. Beevor hat dafür zahllose Briefe, Tagebücher und andere persönliche Dokumente ausgewertet.

Lenin, um nur ein Beispiel zu nennen, war ein rücksichtsloser Scharfmacher, der die Machtübernahme seiner Kaderpartei mit brutalstem Terror herbeigeführt hat. Persönlich war dieser Mann ein Feigling, der sich Im Spätfrühling und Sommer lieber in Finnland versteckte, von wo er seine bolschewistischen Akteure zu erbarmungsloser Härte anfeuerte. Als die Weißen auf Petrograd vorrückten, fragte Lenin, ob man nicht 10 000 Bolschwiken und 20 000 Einwohner aufstellen könnte, die mit Hilfe von Maschinengewehren gegen die Weißen getrieben werden könnten. Die sollten so demoralisiert und zum Rückzug bewegt werden. Es kam nicht dazu, diese mörderische Idee umzusetzen, weil die Weißen auf Grund ihrer chaotischen Kriegsführung und internen Streitigkeiten den Vormarsch stoppten.

Im Zweiten Weltkrieg erlebte die Leninsche Idee Auferstehung, als die Soldaten der Roten Armee mit Wodka abgefüllt und untergehakt mit Maschinengewehrfeuer gegen die deutschen Stellungen getrieben wurden. Trotzki, der das Oberkommando im Bürgerkrieg hatte, fuhr ab und zu im Panzerzug an die Front, wenn es brenzlig wurde. Er stand an brutaler Tötungsbereitschaft Lenin in nichts nach. Die Rivalitäten zwischen Stalin und Trotzki, waren schon im Bürgerkrieg virulent. Stalin, der sich vor allem auf den Chef der Tscheka, Felix Dzershinsky, stützte, gelang es immer wieder, trotzkitreue Generäle und Kommandeure wegen „Verrats“ hinrichten zu lassen. Vor allem aber war es Aufgabe der Tscheka, in den von den Bolschewiki eroberten Gebieten Terror zu verbreiten. Der richtete sich nicht nur gegen vermutete oder tatsächliche Anhänger der Weißen, sondern gegen die Bevölkerung, die sich den Plünderungen und Requirierungen widersetzte.

Wer nur erschossen wurde, hatte noch Glück, selbst wenn er sein Grab selbst ausheben und sich anschließen entkleiden musste. Die unglücklicheren Opfer wurden mit säbeln zerhackt, gefesselt in Hochöfen oder Lokomotivfeuer geworfen, ihnen wurden, Augen ausgestochen, Ohren abgeschnitten, Zungen rausgerissen, bevor sie endlich vom Tod erlöst wurden. Eine beliebte Foltermethode der Tscheka war „Handschuhe“ herzustellen. Dafür wurden die Hände der Opfer in kochendes Wasser gesteckt, bis sich die haut löste. Auch vor Kindern machte die Mordlust nicht Halt, Beevor dokumentiert einen Fall, dass Rotarmisten einem Bauern seine einzige Kuh wegnehmen wollten. Der Bauer sagte, er könne die Kuh nicht hergeben, da er Milch für sein Kind bräuchte. Da rissen die Armisten dem Mann das Kind aus dem Arm und schlugen es mit dem Kopf gegen die Wand. Beevor belegt das alles mit Namen und Adresse. Der rote Terror, der gerechtfertigt wurde mit der Behauptung, anders wären die Feinde nicht zu besiegen, entfaltete seine schlimmsten Züge erst nach dem Ende des Bürgerkrieges.

Übrigens war auch die Februarrevolution nicht so gewaltfrei, wie es den Anschein hat. Auch die Revolutionäre verübten Morde, an Polizisten und zaristischen Offizieren. Den Terror zu systematisieren, blieb aber den Bolschewiki vorbehalten.

Beevor erzählt eine absurde Szene: Zum Jahreswechsel 1918/1919 hatte Dzershinsky im Kreml einen Nervenzusammenbruch. Er flehte Lenin und andere Anwesende an, ihn zu erschießen. Er hätte so viel Blut an den Händen und verdiente nicht mehr zu leben.

Die Weißen waren keineswegs Waisenknaben, sondern mordeten und folterten ihrerseits die Bolschwiken, die ihnen in die Hände fielen. Sie verloren die Unterstützung der Bevölkerung, indem sie wie die Roten plünderten und requirierten. Erst kurz vor ihrer endgültigen Niederlage machte der letzte Kommandeur Wrangel den Plünderungen ein Ende und den Bauern ein Angebot, Landbesitz an sie aufzuteilen. Vor allem hatten die Weißen kein wirkliches Konzept, was sie mit Russland vorhatten, sollten sie siegen. Sie waren ein zu heterogener Haufen, von Sozialrevolutionären bis hin zu Zarentreuen. Aber in ihren Reihen gab es zahllose Glücksritter, die den Bürgerkrieg nutzten, um Beute zu machen. Die Weiße Armee zog endlose Trosse mit Beutewagen hinter sich her, die oftmals die Kampfhandlungen behinderten.

Beevor zitiert einen Historiker, der gesagt hat, es hätte sich in Russland weniger um einen Bürgerkrieg, als um einen kleinen Weltkrieg gehandelt. Da ist etwas dran. Auf beiden Seiten kämpfte ein Völkergemisch. Auf Seiten der Weißen Tschechen und Polen, unterstützt von Engländern, Franzosen und Amerikanern. Auch Deutsche und Rumänen, hauptsächlich Kriegsgefangene, auf beiden Seiten. Lenins Prätorianergarde bestand aus Letten und in Sibirien kämpften Chinesen für die Roten.

Es gab zahlreiche Seitenwechsler. Oft waren die Kombattanten nur von Nahem zu erkennen, denn die Uniformen waren zum Teil von der Gegenseite erbeutet worden. Die Roten wurden nicht nur wegen ihrer Fahnen so genannt, sondern sie waren von der Farbe rot besessen und ließen sich Mäntel, Jacken und Hosen aus rotem Stoff fertigen. Das betrifft vor allem die Kommandeure, die einfachen Soldaten gingen in Lumpen und hatten oftmals nicht einmal Schuhe.

Erstaunlich ist, wie viele rote und weiße Kommandeure von Schriftstellerinnen begleitet wurden. Manche rote, wie weiße Kommandeure, reisten mit ganzen Orchestern. Ein roter Kommandeur hatte in seinem Zug sogar zwei: Eins für klassische Musik, eins für Volksweisen. Der Komponist Sergei Prokofjew begegnete einem Roten Kommandeur auf einer Musik-Soiree. Der prahlte erst damit, zweihundert Menschen während seiner letzten Aktion eigenhändig getötet zu haben und verlangte dann „zärtliche Musik“.

Am Ende des Bürgerkrieges hatten die Weißen nur einen Erfolg: Es gelang den Polen, den Vormarsch der Roten auf Warschau zu stoppen und Polens Unabhängigkeit zu sichern.

Der letzte Sieg der Bolschewiki war der über die Kronstädter Matrosen. Die hatten von den unsäglichen Bedingungen gehört, denen die hungernde Bevölkerung von Petrograd ausgesetzt war. Sie verabschiedeten eine Resolution, in der sie Redefreiheit, Versammlungsfreiheit und freie Abstimmungen forderten. Trotzki, der die Matrosen eins den „Ruhm der Revolution“ genannt hatte, befahl den Angriff, Ausgeführt wurde er von Michail Tuchaschwski. Das spätere Stalinopfer war einer der grausamsten Bürgerkriegskommandeure. Das stellte er wieder unter Beweis. Nach der Niederschlagung des Aufstands gab es Massenhinrichtungen. Die Matrosen starben mit dem Ruf: „Es lebe die Weltrevolution!“.

Beevors Fazit: Die Weißen haben durch moralischen Zusammenbruch verloren, weil sie sich benahmen wie ihr Feind.

„Es gab jedoch einen ebenso subtilen wie wichtigen Unterschied: Allzu oft repräsentieren die Weißen die schlimmsten Seiten der Menschheit. Aber in puncto rücksichtsloser Unmenschlichkeit waren die Bolschewiki unschlagbar.“

Der Rest ist ein Sieg der Propaganda über die mörderische Realität.

Antony Beevor: Russland – Revolution und Bürgerkrieg 1917-1921
(vera-lengsfeld.de)