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Chatelaine meint…

Verantwortung, Neutralität – Gut und Böse
Wir kommen ganz gut zurecht mit unserer Verantwortung, mit unseren Entscheidungen, vor allem wenn sie uns von Fachleuten geraten werden. Uns stehen in vielen Bereichen kompetente Fachleute mit Rat und Tat zur Seite. Das ist wunderbar, das sollte einem doch ein Gefühl von Sicherheit geben, wie ich meine.  Hin und wieder dürfen wir eigenständig unsere Wahl treffen, dann stehen wir meist vor einer Urne und überlegen: „Pest oder Cholera?“ Jetzt wird es knifflig. Eine Entscheidung ist trotzdem fällig?!

Hier kommt man leicht ins Jammern, es entsteht ein Gefühl von Ohnmacht.

Ein fruchtbarer Boden für Ausreden!!!

Mit Krisenzeiten haben wir in Deutschland unsere Erfahrungen, die NS-Herrschaft haben unsere Großeltern und Eltern als Kinder am eigenen Leib miterlebt. Kinder der 80er Jahre sind in Wohlstand und mit einer gewissen politischen Stabilität aufgewachsen. Die Corona Krise vielleicht genau deshalb soooo sehr einschneidend und ganz schwer verdauliche Kost – auch heute noch. Ich möchte mich gerne auf diese Fachleute verlassen, auf deren Kompetenz und das Versprechen, eine Aufarbeitung ist uns gewiss.

Erinnert Ihr Euch? An den Anfang der Corona-Krise. An die Hektik, den Stress und Anspannung, um an eine Impfdosis Schutz zu kommen. Mein ursprünglicher Plan damals, einfach weiter unter dem Radar fliegen, Unsichtbarkeit ist gut! Ich habe gerne verzichtet und einfach abgewartet. Ich wollte mich nicht entscheiden müssen.

Keine Meinung = Keine Entscheidung = einfach neutral sein!
„So kommscht in nix nei“, also auf Deutsch: Ich will keinen Ärger!

Diese Krise hat mich in eine Isolation geschossen, die mich unglaublich hart getroffen hat. Diese verrückte Welt um mich herum habe ich nicht verstanden, viele Menschen um mich herum habe ich nicht verstanden. Meine GeDANKEN mussten mit mir ganz alleine zurechtkommen.  So viele unwirkliche und doch real erlebte Situationen mussten erst einmal verdaut werden. Verreisen für mich tabu, nur die Reise nach innen war gestattet - das war ein Abenteuer!!!

Noch einmal die Frage: Ist Neutralität tatsächlich neutral?      N E I N

Sie ist das Fundament der Unterdrückung, diese Gleichgültigkeit wiegt schwerer als die böse Absicht derer, die das Unheil herbeiführten. Wer die Augen vor dem Unrecht verschließt, macht sich zum Komplizen der bestehenden Verhältnisse. Sinngemäß waren das die Worte, die mich getroffen haben wie ein Eimer eiskaltes Wasser von hinten über den Kopf. Das Wasser ist längst getrocknet, viele Worte verwehen ebenfalls wie Rauch im Wind.

Diese Worte jedoch haben bei mir Wurzeln geschlagen: „Wer die Augen vor dem Unrecht verschließt, macht sich zum Komplizen der bestehenden Verhältnisse.

Das Böse kennt kein Maß – deshalb braucht das Gute Haltung, Entschlossenheit und Mut zum Handeln. WIDERSTAND beginnt dort, wo Zustimmung bequemer wäre.

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