
So einige haben die Schnauze voll im Land – Enttäuschung überall!
Wer die Basis verliert, darf sich über Rücktritte nicht wundern.
So geht es der CDU, und so geht es den Grünen. Kommunalpolitiker sind keine Parteisoldaten.
Sie sind nah an den Menschen, identifizieren sich mit ihren Entscheidungen und engagieren sich oft weit über das hinaus, was ihr Amt verlangt – und sind deshalb besonders enttäuscht, wenn ihre eigene Basis sie im Stich lässt. Wenn der Wind sich dreht und die Partei plötzlich eine völlig andere Richtung einschlägt, verliert man die Lust mitzumachen. Wenn aus Naturschutz plötzlich Klimaschutz wird und ausgerechnet das zerstört wird, wofür man einst mit Herzblut gekämpft hat, dann ist für manche irgendwann Schluss.
„Nicht glauben. Messen. Nicht simulieren. Überprüfen.“ Das ist Naturwissenschaft.
Die Alternative für Deutschland, kurz AfD, hat viele „Enttäuschte“ aufgefangen. Sie hat im Osten großen Erfolg gefeiert und viele an die WahlURNE gebracht.
Auch meine Stimme hatte diese Partei einmal – während Corona waren sie gegen eine Impfpflicht. Wer damals laut war, darf heute bei den offenen Fragen nicht leise werden.
Beim Thema Windkraft hat mich die AfD wieder abgeholt. Nur: Wo ist sie eigentlich? Bürgerinitiativen kämpfen vor Ort – politische Unterstützung bleibt rar. Offenbar gilt auch hier: Die Partei ist da, nur das Fachpersonal lässt sich nicht blicken.
Also auch hier Enttäuschung! Meine Stimme habe ich jedenfalls nicht mehr in der Urne abgelegt – ich wollte sie schließlich nicht beerdigen. Für dieses politische Theater fehlt mir inzwischen die Lust. Es erinnert mich an das alte Rom: Brot und Spiele in der Arena, das Volk will Unterhaltung, während die Mächtigen auf den besten Plätzen sitzen und dem Spektakel zuschauen.
Meine Gedanken machen ihr eigenes Ding. Sie rufen mir zu: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten.“
Enttäuschung ist nicht das Ende. Sie ist das Ende einer Täuschung – und damit der Anfang von Klarheit.
