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Das Abnormale normal?

Spahn: Die Anmaßung von Minderheiten

Von WOLFGANG HÜBNER

Der schlimmste Aspekt im Fall Jens Spahn ist die Dreistigkeit, mit der er glaubte (und wahrscheinlich immer noch glaubt), trotz offensichtlicher Doppelmoral und Doppelzüngigkeit seine Karriere als einer der führenden deutschen Politiker unbeschadet fortsetzen zu können. Das sagt genug aus über den Charakter Spahns, doch leider auch über den Zustand des deutschen Volkes und seines Staates. Daran ändert auch der nun doch noch ausgebrochene Proteststurm gegen Spahns Zumutung nicht viel.

Der Unionsfraktionsvorsitzende gehört zwei Minderheiten an: der politischen Klasse im Parteienstaat „UnsereDemokratie“ sowie den Homosexuellen. Beiden Minderheiten gemeinsam ist ihre Tendenz zur Beanspruchung von gesellschaftlichen Sonderrechten. Deshalb muss jemand, der Spahns Verhalten in groben Worten verdammt, mit einer Strafanzeige, Polizeibesuch in der Frühe, einer saftigen Geldstrafe oder gar Gefängnis rechnen. Die politische Klasse nutzt nämlich den Paragraphen 188 im Strafgesetzbuch weidlich aus, wütende Bürger einzuschüchtern und zu sanktionieren.

Homosexuelle, Lesben und andere sexuelle Minderheiten nehmen für sich inzwischen nicht nur das legitime Recht auf Tolerierung und Nichtdiskrimierung durch die heterosexuelle Mehrheit in Anspruch. Sie scheuen sich auch nicht, in alljährlichen Umzügen durch unsere Großstädte ihre Variante der Sexualität auch teilweise drastisch, für viele Menschen abstoßend, zur Schau zu stellen. Und sie nutzen zweifellos bestehende gleichgerichtete „Seilschaften“ in Politik und Medien dafür, ihre Sexualität der Unfruchtbarkeit als Normalität zu propagieren.

Beide Entwicklungen, die noch vor wenigen Jahrzehnten als unvorstellbar und unerträglich empfunden und behandelt wurden, sind kein sogenannter Fortschritt, sondern dokumentieren schwerwiegende gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Diese bestehen darin, dass Minderheiten gleich welcher Variante viel zu große Bedeutung, viel zu großen Einfluss in der deutschen Gesellschaft gewonnen haben. Wozu das führt, beweist der Fall Jens Spahn geradezu exemplarisch. Es wird Zeit, diesen Irrweg im wohlverstandenen Interesse der Minderheiten wie der Mehrheit zu korrigieren.
(pi-news.net)

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