Des Irrsinns fette Beute
Von RAINER K. KÄMPF
Die Vermutung drängt sich auf, blickt man Richtung Berlin in diesen Tagen. Am 7. Oktober werden nicht nur die altgedienten DDR-Bürger mit mehr oder weniger Emotionen zurückdenken.
In Israel dagegen sind die Erinnerungen weitaus schmerzlicher im Gedenken an die Opfer des Hamas-Terrors vor drei Jahren (PI-NEWS berichtete). In Berlin wohl weniger, aber wen wundert das schon.
Wobei ein gewisser Hang zur Geschichte nicht von der Hand zu weisen ist. Während Leon Weintraub pflicht- und weisungsgemäß Ängste vor der AfD schürt, in offensichtlicher Verkennung der Tatsache, daß die Partei keinerlei Affinität zu den Kräften hegt, die das Land von der Karte hinwegfegen und dessen Bewohner im Mittelmeer ersäufen will, und deren politischer Arm im Begriff ist, Berlin als Stützpunkt auszubauen.
Just an diesem Tag also entblöden sich Grüne und Sozialdemokraten nicht ein bisschen und treten mit der Partei in Gespräche hinsichtlich der Machtergreifung, die wie keine andere auf deutschem Boden den organisierten Antisemitismus verkörpert.
Business as usual, den feinen Sinn für das Unmögliche muß man in den Reihen der vereinten Linken nicht vermissen. Er ist schlicht und ergreifend nicht vorhanden.
Im Kontrast dazu erinnern wir uns: Als die AfD im Juli dieses Jahres in Erfurt ihren Parteitag abhielt, sprang das Establishment im Dreieck, weil irgendwann dazumal in Weimar ein sozialistisch-nationaler Sack Weizen umfiel.
Lieber macht sich die sozialdemokratische Fraktion im Bundestag republikweit zu Deppen, um eine „Spontandemonstration“ gegen Sachsen-Anhalt zu zelebrieren. Man muß schon mit dem Klammersack gepudert sein, um als Möchtegernpolitiker seinen Hang zum mentalen Exhibitionismus so hemmungslos auszuleben.
Zwar ist es wünschenswert, wenn die Kartellvertreter von uns lernen wollen. Mit „Alles ist möglich“ war jedoch nicht die intellektuelle Selbstentleibung gemeint.
Bleibt der Blick nach Osten, wo in Moskau heute sicher zünftig russisch Geburtstag gefeiert wird. In diesem Sinne: „Wasche sdorowje“ und „Vsego khoroshego s dnyom rozhdeniya!“
(pi-news.net)
