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Vermessen gemessen?

Es ist so warm – ausgerechnet im Sommer!

Von Albrecht Künstle

- 21. Juni 10:25 Uhr: Sonne erreichte den nördl. Wendekreis
- Die Menschen zieht es trotz der Hitzeinseln in die Städte
- Nicht das Klima, sondern die Hitze ist „menschengemacht“

Die Temperaturaufzeichnungen bringen es an den Tag: In den Städten ist es heißer als auf dem Land, und in ländlichen Kommunen ist es wärmer als draußen in der Natur. Ich ging am Freitag um 15 Uhr wieder einmal mit meinem Infrarotmessgerät raus und überprüfte die Oberflächentemperaturen. Die Umgebungstemperatur betrug 34 Grad im Schatten, im Grasgarten zwei Meter neben dem Thermometer waren es 28 Grad, doch auf der Südseite des Hauses war der furztrockene Rasen in der Sonne 38 Grad warm. Warum? Weil es seit über einer Woche nicht mehr geregnet hat und keine Verdunstungskühle entstehen kann.

Dann ein paar Schritte raus auf den Gehweg und die Straße: Die Oberflächentemperaturen lagen dort um die 59 Grad – obwohl der Asphalt nur grau ist und nicht schwarz. Auf meiner hell gefliesten Terrasse konnte ich bei 45 Grad Oberflächentemperatur barfuß gehen; auf dem Gehweg mit 59 Grad nicht mehr. Um die Messungen zusammenzufassen: Der Temperaturunterschied zwischen trockenem Rasen – also ein wenig Natur – und dem Asphalt betrug 15 Grad, ich maß auch schon 20 Grad Unterschied, als der Rasen nicht so ausgetrocknet war. Übrigens: 10 Grad betrug der Unterschied zwischen draußen und unserer Wohnung – ohne Klimaanlage!

Das Haus hatte ich schon 1980 selbst gedämmt, leider nur 6 Zentimeter stark (der Standard waren 4 Zentimeter, wenn überhaupt); 10 Zentimeter wären besser gewesen, wobei alles darüber hinaus meines Erachtens Unsinn ist, weil jeder Zentimeter mehr immer weniger Nutzen bringt. Dämmung und eine systematische Lüftung (dabei gilt es genau zu beobachten, wann sich die Innen- und Außentemperatur umdrehen!) sind die “halbe Miete“. Übrigens: Auch unsere Mieterin im Dachgeschoss ist zufrieden. Das Dach ließ ich später nachdämmen, diesmal dann mit schwerem Material, was auch gegen Hitze besser wirkt als leichtes Dämmmaterial und zusätzlich auch besser vor Außenlärm schützt.

Neben unserem Anwesen befindet sich ein noch unbebautes Grundstück von sechs Ar; bisher ein willkommener Temperaturpuffer. Doch solche Grundstücke wollen die Städte und Gemeinden trotz der Prognose einer weiteren abnehmenden Bevölkerung immer mehr überbauen lassen – was die Wohnsiedlungen immer wärmer und heißer werden lässt. Zusätzlich werden die Wohnhäuser und Wohnungen immer mehr mit Wärmepumpen ausgestattet, was im Winter temperaturmäßig kein Problem darstellt, doch im Sommer sehr wohl – denn da werden die Luft-Luft-Anlagen umgekehrt als Klimaanlagen betrieben, und die Wärme, die dem Wohnraum zur Kühlung entzogen wird, wird nach draußen gepumpt – und erhöht so die Außentemperatur zusätzlich. So kommt eins zum anderen.

Der Wärmeinseleffekt
Wie groß sind nun die Unterschiede? Die Temperaturdifferenz zwischen Städten und dem umliegenden ländlichen Raum bedingt das Phänomen der sogenannten städtischen Wärmeinsel. Wie groß sie ist, hängt von Stadtgröße, Bebauung, Wetterlage und Tageszeit ab. Typische Werte sind tagsüber 1 bis 3 Grad wärmer als das Umland, nachts häufig 3 bis 8 Grad wärmer. In großen Städten und bestimmten Wetterlagen (windschwach, wolkenlos) können leicht Unterschiede von über 10 Grad auftreten. Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern sind temperaturmäßig kein Problem: Oberhalb der Module ist es heißer, aber die Module beschatten die Dächer. Ein Problem jedoch sind Freiflächenanlagen: Bei großen Solarparks beobachten Forscher einen sogenannten PV-Wärmeinsel-Effekt. Die Temperaturen innerhalb eines Solarparks können höher sein als auf benachbarten unbebauten Flächen. Gemessene Unterschiede liegen häufig im Bereich von etwa 1 bis 3 Grad im Solarpark; mit der Entfernung nimmt die Temperaturerhöhung ab. Auch Windparks können ein Problem darstellen. Sie erhöhen die gefühlte Effektivtemperatur – das Resultat aus Trockentemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung – durch Ausbremsen des Luftstroms.

Warum sind die Städte wärmer? Asphalt, Beton und Gebäude speichern tagsüber viel Wärme und geben sie nachts wieder ab. Weniger Vegetation bedeutet weniger Verdunstungskühlung. Gebäude reduzieren die Luftzirkulation. Verkehr und Klimaanlagen erzeugen zusätzliche Wärme. Während Hitzewellen können dicht bebaute Innenstädte nachts deutlich über 25 Grad warm bleiben, während das Umland bereits auf unter 20 Grad abkühlt. Für eine mittelgroße Stadt kann man als grobe Faustregel sagen: Nachts ist es etwa 2 bis 5 Grad wärmer als in der umliegenden Natur, in Extremfällen noch deutlich mehr.

Menschgemachte Hitze durch immer mehr Siedlungsflächen
Gegen diese Differenz infolge der tatsächlich menschgemachten Hitze in den Städten ist der angebliche “menschengemachte Klimawandel” von zwei Grad in den letzten 150 Jahren ein Nasenwasser. Dass die meisten Messstationen, mit denen der angebliche Temperaturanstieg belegt wird, daraus resultieren, dass sie einst außerhalb von Städten errichtet wurden, heute jedoch inmitten nichtbebauter Siedlungen liegen, führt zu so massiv verfälschten Vergleichsdaten, dass seriöse Belege für eine die menschgemachte Erderwärmung kaum vorliegen (bestätigt durch Satellitenmessdaten, die den bodengestützten Messdaten regelmäßig widersprechen). Fakt ist, dass die deutschen „Bevölkerungsvermehrer“ in Wirtschaft und Politik – vier Millionen mehr Bevölkerung innerhalb von 10 Jahren – mit dem dadurch erforderlich gewordenen, noch nicht einmal ansatzweise an den eigentlichen Bedarf heranreichenden Wohnungsbau, mehr Autos und zusätzlichen Verkehrswegen mehr Schaden angerichtet hat als die gesamte Menschheit in den letzten 150 Jahren davor.

Und ihre “Hitzeaktionspläne” sind keine Wiedergutmachung gegenüber den Versündigungen an der Natur, die da sind: In Deutschland werden täglich (!) 50 bis 51 Hektar neu für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Anspruch genommen. Das entspricht ungefähr 70 Fußballfeldern. Zwar wird nicht die gesamte Fläche versiegelt, weil zur Siedlungs- und Verkehrsfläche auch Gärten, Parks, Sportanlagen oder Campingplätze zählen; doch 72 Prozent dieses Siedlungswachstums gehen aufs Konto von Wohnbau, Industrie und Gewerbe sowie öffentliche Einrichtungen. Diese gehen zulasten von Ackerland, Grünland oder naturnahen Flächen, wodurch wertvolle Temperaturpuffer verloren gehen. Das Ziel der Bundesregierung liegt zwar bei einer Reduzierung auf “nur“ noch 30 Hektar pro Tag bis 2030 – aber auch das ist zu viel; und für wen braucht es das überhaupt, wenn die Bevölkerung doch angeblich abnimmt? Würde ich zu einem Klimaaktionsdemo gehen, stünde auf meinem Plakat: „Regierung heißt sie – uns bescheißt sie“.

Dieser Artikel ist ohne „KI“ mit Künstle-Intelligenz erstellt; zuerst hier https://ansage.org/tagelange-hitze-mitten-im-sommer-das-kann-nur-der-menschgemachte-klimawandel-sein/ erschienen

 

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