Kurzfristig trübe, mittelfristig Gewitter und langfristig bedeckt
Von PROF. EBERHARD HAMER
Im Mittelstandsinstitut Niedersachsen trafen sich Professoren, Unternehmer und Studenten zum Thema unserer zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung. Einig waren sich alle über die Ausgangslage in Deutschland: Dass unsere Altparteien und vor allem die Regierung Merz sich inbrünstig am amerikanisch-russischen Ukraine-Krieg beteiligt und diesen sogar nach dem Rückzug Amerikas finanziell und militärisch führend übernommen haben, hat uns – wohl auf Dauer – die billige russische Energieversorgung gekostet, die die Ampel-Politiker schon „auf Dauer“ gekündigt hatten.
Statt der billigen Energieabhängigkeit von Russland haben sie eine drei- bis viermal so teure amerikanische Abhängigkeit geschaffen und damit unsere Energiepreise in die Weltspitzenposition getrieben. Dies war nicht nur ein Kostenanschlag gegen unsere Exportwirtschaft, sondern auch ein Inflationszünder; seit dem Iran-Krieg sogar ein dramatisches Versorgungsrisiko.
Die von der Ampel-Regierung verordnete „Deindustrialisierung“ durch die dramatisch gesteigerten Energie-, Staats- und Personalkosten hat bereits mehr als eine halbe Million „Zombie-Unternehmen“ gekostet, die bei Marktauslese ohnehin gefährdet waren. Nun geht die Deindustrialisierung aber durch Verlust von eigentlich gesunden Zulieferern, Automobilindustrie und Maschinenbau in die Wirtschaftssubstanz mit Folgeschäden.
Merz hat sich durch Missbrauch des alten Bundestages mit der Lüge eines „Vermögensfonds“ die größte Verschuldung der deutschen Geschichte (eine Billion Euro) verschafft und versucht nun, mit diesem Geld den Absturz der Wirtschaft hinauszuschieben. Dabei wird die Deindustrialisierung durch massive Aufrüstung ersetzt, das Immigrationsthema gemieden, obwohl die Immigration weiter fließt (300.000 bis 500.000 pro Jahr mit Zusatzkosten von 400 bis 500 Millionen Euro), der Staatssektor (vor allem Personal) zu Lasten der Privatwirtschaft weiter aufgebläht (plus 12.000) und die Angst der Regierung vor einer Diskussion ihrer Fehler mit Brandmauer gegen die Opposition und mit Meinungskontrolle bekämpft.
Leider verschärft kurzfristig der Iran-Krieg durch Zerstörung der arabischen Energieversorgung, durch die Blockade der internationalen Lieferketten sowie durch eine wilde Zoll- und Sanktionspolitik der USA die internationale Rezession mit Auswirkungen auch auf Deutschland. Dazu kommt der finanzielle, militärische und politische Zusammenbruch der korrupten Ukraine, den Europa zahlen muss – nein, will – und der bereits jetzt durch Lieferungen von Fernzielraketen durch Frankreich und Großbritannien auf Ziele im und hinter dem Ural längst zum NATO-Krieg gegen Russland geworden ist bzw. jederzeit eskalieren kann.
Nicht zuletzt durch die internationale Kriegsverschärfung ist unsicher, ob unsere Regierung nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt noch ein Scheinwachstum unserer Wirtschaft vorgaukeln kann, ob sie die steigende Inflation durch ihre Maxiverschuldung und zugleich Kostentreiberei für die Unternehmen noch im Zaum halten kann, ob sie die Diskussion über Reformen weiter ohne Ende führen kann oder in die Substanz, zum Beispiel der Sozialsysteme, einschneiden muss und ob sie noch einmal mit einem Scheinskandal von Correktiv die von ihr bezahlte öffentliche (NGOs) Meinung gegen die AfD mobilisieren kann.
Die Teilnehmer waren sich jedenfalls einig, dass die Wahl in Sachsen-Anhalt politisch zu einer Zäsur geworden ist, ob nämlich die innenpolitischen Fehlentwicklungen diskutiert und angegangen werden oder weiterhin geleugnet, verschleiert und vom Bürger geduldet werden müssen.
Aber auch schon in den nächsten Monaten ist ein Zusammenbruch des internationalen Energiemarktes, des Weltkapitalmarkts, der Sozialsysteme (durch die Immigrationskosten) oder durch weitere Kriege möglich. Die Diskussionsteilnehmer rieten sogar, sich persönlich durch Vorratshaltung auf einen kurzfristigen Zusammenbruch einzustellen. Nie war die Gefahr so groß wie jetzt!
(pi-news.net)
