Reza Pahlavis Botschaft an Europa: „Mit oder ohne euch – wir kämpfen!“
„In den vergangenen Wochen bin ich durch Europa gereist und habe mit Mitgliedern von Parlamenten, Regierungen und der Presse gesprochen. Mein Besuch hatte ein Ziel: den Millionen Iranern eine Stimme zu geben, die von der Islamischen Republik, ihrem Terror und der Internetsperre als Geiseln gehalten werden; den Millionen Iranern, die zum Schweigen gebracht wurden.
Doch nun kann ich mit Gewissheit sagen, dass dieses Schweigen, diese Zensur, nicht nur vom Regime im Iran, sondern auch von den internationalen und insbesondere europäischen Medien ausgeübt wird. Deshalb möchte ich mich direkt an die Menschen in Europa wenden.
In den vergangenen zwei Wochen habe ich zwei Pressekonferenzen abgehalten. Eine in Stockholm und gestern (Donnerstag) eine in Berlin. Insgesamt nahmen über 150 Journalisten teil. Wir verbrachten mehr als zwei Stunden zusammen.
Und in diesen zwei Stunden hat mir kein einziger der 150 Journalisten eine Frage gestellt über die 40.000 Iraner, die am 8. und 9. Januar auf den Straßen meines Landes abgeschlachtet wurden. Keiner der 150 Journalisten fragte mich nach den 19 politischen Gefangenen, die in den letzten zwei Wochen im Iran hingerichtet wurden.
Als ich ihnen sagte, dass es derzeit 20 politische Gefangene gäbe, die zum Tode verurteilt wurden, hat mich keiner der 150 Journalisten danach gefragt. Als ich neben einer Mutter stand, deren Sohn am 8. und 9. Januar getötet wurde, und einem Vater, dessen Sohn am 8. und 9. Januar getötet würde, baten wir sie, sich ihre Geschichten anzuhören. Keiner der 150 europäischen Journalisten stellte ihnen eine Frage.
Hier, im Herzen eines Kontinents, der vorgibt, für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Würde einzustehen, haben Ihre Journalisten ihre berufliche Verantwortung und sogar ihre moralische Objektivität vollständig aufgegeben.
Mir ist klar, dass meine 40.000 tapferen unschuldigen Landsleute, die im Kampf für die Freiheit abgeschlachtet wurden, diese Journalisten kaum interessieren. Sie scheinen mehr daran interessiert zu sein, Amerika zu kritisieren und zu fragen, warum die Vereinigten Staaten und Israel den Diktator töteten, der unser Volk 47 Jahre lang abgeschlachtet hat, als das Regime zu kritisieren, das diese Massaker verübt hat.
Sie scheinen mehr daran interessiert zu sein, Fragen zur Vergangenheit und Geschichte Irans zu stellen, als an dem, was in Iran heute geschieht oder über die demokratische Zukunft, die die Iraner anstreben. Ein Parlamentsmitglied sagte mir sogar, er glaube nicht, dass die Iraner bereit für die Demokratie seien.
An jenes Parlamentsmitglied, an jene Journalisten möchte ich Folgendes erinnern: Die Iraner sind nicht nur bereit für die Demokratie – 40.000 Menschen haben dafür ihr Leben gegeben! Und ich werde nicht zulassen, dass das umsonst war.
Merkt euch Folgendes: Ob Europa an unserer Seite steht oder nicht, ob eure Journalisten ihre Arbeit tun, ob eure Politiker den Mut zum Handeln aufbringen oder nicht – ich werde für mein Volk und mein Land kämpfen. Selbst wenn wir das alleine tun müssen, werden wir kämpfen, bis der Iran frei ist.“
(Videobotschaft von Irans Kronprinz Reza Pahlavi vom 24. April 2026)
(pi-news.net)
