Noch raunt man sich von Höhle zu Höhle Geschichten zu von Kjartan, dem Schamanen auf dem Heuberg. Angesichts der täglichen Klimakatastrophe ist es aber fraglich, ob diese Landschaft noch eine Zukunft hat. Was bringt der Juni für Kjartan, muss er damit rechnen, dass eines Tages wieder eine Südsee kommt und die Kalkberge in Korallenbänke zurückverwandelt?
KI weiß mehr. Nein, Kjartan muss im Juni – und auch in absehbarer geologischer Zukunft – nicht damit rechnen, dass eine neue Südsee den Großen Heuberg überflutet. Die Kalkberge der Schwäbischen Alb bestehen zwar tatsächlich aus den versteinerten Korallenriffen und Sedimenten eines jurassischen tropischen Meeres, doch eine Rückverwandlung steht nicht bevor.
Vor rund 150 Millionen Jahren (im Oberen Jura) lag die Region des heutigen Heubergs am Grund eines flachen, warmen Mittelmeers (Tethys), in dem gigantische Korallenbänke und Schwammriffe wuchsen. Durch die Kollision der afrikanischen und europäischen Erdplatten wurden diese Kalkmassen angehoben und bilden heute die Schwäbische Alb.
Geologische Prozesse bewegen sich in Jahrmillionen. Der Heuberg liegt heute mehrere hundert Meter über dem Meeresspiegel. Selbst beim vollständigen Schmelzen aller polaren Eiskappen würde der globale Meeresspiegel um maximal 60 bis 70 Meter steigen – die Kalkberge bleiben also trocken.
Für Kjartan bringt der Juni auf dem Heuberg vor allem den Sommeranfang und die Sommersonnenwende (Litha). Statt kosmischer Fluten erwarten ihn im Juni Naturrituale: Die Feier der höchsten Sonnenkraft, das Sammeln von kraftvollen Mittsommerkräutern und die spirituelle Arbeit mit den Kräften der Natur.
Die Erdgeister des Heubergs bleiben fest verankert. Die Korallen von einst bleiben versteinertes Zeugnis der Vergangenheit, behalten aber in der schamanischen Arbeit ihre uralte Meeresenergie.
250 Jahre nach seiner Veröffentlichung bleibt Edward Gibbons Verfall und Untergang des Römischen Reiches die maßgebliche Abhandlung über die Vergänglichkeit von Zivilisationen.
In den 1980er Jahren versuchte der deutsche Historiker Alexander Demandt, alle jemals vorgebrachten Erklärungen für den Untergang des Weströmischen Reiches im Jahr 476 n. Chr. zu katalogisieren. In „Der Fall Roms“ (1984) führte Demandt mehr als zweihundert Ursachen auf, die zum Zusammenbruch Roms führten, von äußerst plausiblen bis hin zu geradezu skurrilen. Dazu gehörten unter anderem militärische Überdehnung, das Christentum, Bleivergiftung, Rassenvermischung, Besteuerung, Pest, Inflation, sinkende Geburtenraten, Klimawandel und schlichtes Pech. Im Kern besagt Demandts exzentrischem Katalog nichts anderes, als dass Roms Absturz nie aufhört, weil Historiker nie aufgehört haben, darüber zu streiten, wieso es dazu kam.
Kein Werk im westlichen historischen Kanon hat diese Debatte tiefgreifender geprägt als Edward Gibbons erhabene und meisterhafte „Geschichte vom Untergang und Fall des Römischen Reiches“, deren erster Band 1776 erschien – vor genau 250 Jahren. Noch heute überragt Gibbons Magnum Opus die umfangreiche Literatur, die es inspiriert hat. Zwar haben nachfolgende Historiker neue Ursachen vorgeschlagen, alte Erklärungen revidiert und viele von Gibbons Schlussfolgerungen in Frage gestellt, doch bis heute hat ihn keiner aus dem Zentrum der Debatte verdrängt.
Antiquarisches Rätsel
Wieso waren die Denker des 18. Jahrhunderts so fasziniert vom Untergang Roms? Die Beschäftigung mit dem Thema ergab sich ganz natürlich aus der Aufklärung selbst, jener großen europäischen intellektuellen Bewegung des 17. und 18. Jahrhunderts, die sich für Vernunft, Wissenschaft und menschlichen Fortschritt begeisterte. Diese neue Philosophie des Fortschritts ermutigte die Europäer, die Vergangenheit kritisch zu sehen, insbesondere die klassische Antike und die frühe Kirche.
Die Aufklärer glaubten, dass die menschliche Gesellschaft durch Vernunft, Handel und Wissenschaft voranschreite. Fortschritt schien nicht nur möglich, sondern fast zwingend. Zugleich fragten die Nachdenklicheren sich: Hätte ein römischer Philosoph, der zur Blütezeit des Reiches lebte, nicht ähnliche Annahmen hegen können? Wie sicher also war dieser Fortschritt? Wer hätte im 2. Jahrhundert nach Christus ahnen können, dass die Zivilisation der klassischen Antike eines Tages von Barbaren überrannt werden würde, strahlende Städte zerstört und Europa in Jahrhunderte der Umnachtung gestürzt werden könnte, die spätere Generationen als ‚dunkles Zeitalter‘ bezeichnen würden? Eben das jedoch war geschehen. Und wenn Zivilisation schon einmal untergegangen sind, können sie das wieder tun.
Dieses zutiefst verstörende Potential machte den Untergang Roms zu einer der zentralen Fragen aufklärerischen Denkens. Um sich die Zukunft vorzustellen, musste man zunächst den Gang der Geschichte erhellen und herausfinden, wieso das größte Reich, das die Welt je gekannt hatte, verfallen und zusammengebrochen war.
Die Entstehung von Gibbons monumentaler Arbeit ist selbst Teil der literarischen Mythologie geworden. Am 15. Oktober 1764, während eines Besuchs in Rom, habe er „nachdenklich inmitten der Ruinen auf dem Hügel des Kapitols“, gesessen, „während barfüßige Mönche im Jupiter-Tempel die Vesper sangen“. In diesem Augenblick, so erinnerte Gibbon sich später, „kam mir zum ersten Mal der Gedanke, den Niedergang und Fall der Stadt zu schreiben“.
Doch „Verfall und Untergang“ entstand nicht nur aus einer romantischen Träumerei inmitten antiker Ruinen. Es war an sich der Ausdruck einer der großen intellektuellen Revolutionen Europas. Jahrhundertelang hatte Geschichtsschreibung weitgehend im Schatten der Theologie gestanden. Christliche Chronisten und Kirchenmänner hatten im Aufstieg und Fall von Reichen den Ausdruck des Willens Gottes gesehen. Sie blühten auf, weil die Vorsehung sie begünstigte; und sie verfielen, weil Gott über sie richtete. Die Aufgabe des Historikers war weniger, die Ursachen dafür zu ergründen, sondern darin den göttlichen Plan zu erkennen. Eusebius’ „Kirchengeschichte“ und Augustinus’ „De civitate Dei“ hatten in der Spätantike das Modell göttlicher Vorsehung etabliert: Demnach war Rom aufgestiegen, weil Gott es zuließ, und es war untergegangen, weil Gott es verurteilte. Christliche Historiker bis hin zu Jacques-Bénigne Bossuet im siebzehnten Jahrhundert folgten dieser Deutung.
Die Denker der Renaissance und frühen Neuzeit zogen die theologische Sicht zunehmend in Zweifel. Statt zu rätseln, was Gott beabsichtigte, begannen sie zu fragen, wie die Menschen sich verhalten hatten. Sie fingen an, sich für politische, wirtschaftliche, militärische und soziale Ursachen hinter historischen Abläufen zu interessieren.
Im 17. Jahrhundert dann schlug das Pendel weit in die entgegengesetzte Richtung aus, als die sogenannten Pyrrhonisten – benannt nach dem antiken griechischen Skeptiker Phyrron von Elis – vermeintliche historische Beweise unerbittlicher Kritik unterzogen. Pierre Bayles monumentales „Historisch-kritisches Wörterbuch“ (1697) war eine wahre Abrissmaschine für überlieferte Wahrheiten, in der er gefälschte Dokumente, fromme Erfindungen und überlieferte Mythen entlarvte. Obwohl derlei Kritik oft wertvoll war, warf sie zugleich die beunruhigende Frage auf: Sofern sich jede Quelle anzweifeln ließ, vermochte Geschichte dann überhaupt noch irgendetwas mit Sicherheit zu erklären?
Philosophische Geschichte
Gibbon suchte einen Weg zwischen den Extremen. Während er die Idee verwarf, dass Geschichte lediglich das Entfalten eines göttlichen Plans sei, hielt er die Vergangenheit durchaus für einen Quell der Erkenntnis. Er wandte sich dem Ansatz der „philosophischen Geschichte“ zu – der Erforschung menschlicher Ursachen hinter historischen Ereignissen. Wieso entstehen Imperien? Warum verfallen sie? Wie prägen Religion, Institutionen, Handel, Ideen und politische Macht das Schicksal von Zivilisationen? Dies wurden die Fragen, die ihn in „Verfall und Untergang des Römischen Reichs“ umtreiben sollten.
Die geistige Genealogie von Decline and Fall geht bis auf Niccolò Machiavelli zurück, der zu den ersten modernen Denkern gehört, die Geschichte nicht als Spiegel göttlicher Absichten, sondern als Folge menschlichen Handelns betrachten. Seine Discorsi sopra la storia di Tito (posthum veröffentlicht 1531) markierten eine kardinale Abkehr von der mittelalterlichen Geschichtsauffassung. Für Machiavelli entstanden Republiken durch virtù (‚Tugend‘ oder ‚Wirkungskraft‘), die er als eine Mischung aus Tatkraft, Zivilcourage und militärischer Disziplin beschreibt – und sie verfielen durch Korruption, Luxus, Fraktionskämpfe und die Abhängigkeit von Söldnern.
Machiavellis jüngerer Zeitgenosse Francesco Guicciardini trieb diesen Bruch noch weiter voran. Seine Geschichte Italiens (Storia d’Italia), veröffentlicht 1561, wandte sich von der mittelalterlichen moralischen Allegorie ab – hin zu sich dokumentierten Ereignissen und Belegen. So verband er diplomatischen Realismus mit psychologischer Analyse. Guicciardini misstraute großartigen Abstraktionen und konzentrierte sich auf Möglichkeiten, Motive und Eigeninteressen. Doch eine derart säkulare Geschichtsdeutung geriet unter enormen Druck seitens der religiösen Orthodoxie. Die Gegenreformation suchte ihre theologische Autorität im katholischen Europa wiederherzustellen. Derweil entwickelten die Protestanten ihre eigenen, damit konkurrierenden Erzählungen von der Vorsehung. Beide Seiten wetteiferten darum, Geschichtsschreibung wieder für ihre jeweilige Auslegung der göttlichen Ordnung zu vereinnahmen.
Vor diesem Hintergrund wagte Jacques Auguste de Thou eines der herausragendsten Projekte des frühneuzeitlichen Europas. Seine Historia sui temporis („Geschichte der eigenen Zeit“), veröffentlicht zwischen 1604 und 1620, ist der kühne Versuch, über die französischen Religionskriege zu berichten, ohne in konfessionellen Hass zu verfallen. Obwohl er selbst katholisch und der französischen Krone treu ergeben war, behandelte der freisinnige de Thou die protestantischen Akteure mit bemerkenswerter Fairness. Er widerstand der Versuchung, Politik auf Theologie zu reduzieren, was Eiferer beider Seiten erzürnte.
Paolo Sarpis Geschichte des Konzils von Trient von 1619 war von einem ähnlich toleranten Geist beseelt. Sarpi entkräftete die triumphale katholische Darstellung der Gegenreformation, indem er die kirchliche Machtpolitik, Fraktionsintrigen und institutionellen Eigeninteressen aufdeckte.
Der entscheidendste Vorläufer Gibbons jedoch dürfte Pietro Giannone gewesen sein. Gibbon stieß während der für ihn prägenden Jahre in Lausanne auf Giannones Zivilgeschichte des Königreichs Neapel (Istoria civile del Regno di Napoli, 1723), ein wegweisendes Werk der säkularen Geschichtsschreibung – in der Schweiz war Gibbon nach seiner eher katastrophalen Zeit in Oxford gelandet, an die er sich später mit den denkwürdigen Worten erinnerte, sie sei „von Portwein und Vorurteilen durchtränkt“ gewesen.
Giannone sah die Kirche nicht als heilige Institution, sondern als eine politische Körperschaft, die nach Reichtum, legalen Privilegien und weltlicher Macht gierte. Für diesen Frontalangriff auf die klerikale Selbstwahrnehmung zahlte er einen hohen Preis. Exkommuniziert und ins Exil getrieben, war er jahrelang auf Flucht, bis ihn ein Vertrauter unter falschen Versprechen auf savoyisches Gebiet lockte, wo man ihn Ostern 1736 verhaftete und einkerkerte. Nach zwölfjähriger Gefangenschaft starb er 1748 im Turm der Zitadelle von Turin.
Doch Charles-Louis de Montesquieu übernahm Giannones Sichtweise und entwickelte sie konsequent weiter. Seine Betrachtungen über die Ursachen der Größe der Römer und ihres Niedergangs (1734) sind das vielleicht wichtigste Modell aufgeklärter Historiografie vor Gibbon selbst.
Montesquieu analysierte Rom anhand seiner Institutionen, militärischen Organisation, seines Handels, seiner bürgerlichen Tugenden und politischen Psychologie, statt Vorsehung oder göttliche Gunst zu bemühen. Roms Größe, argumentierte er, habe in sich bereits den Keim des eigenen Verfalls getragen.
Fortsetzung folgt morgen. (vera-lengsfeld.de)
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Bautzen. Deutschland ist mehr als ein paar Dialekte, da gibt es noch ganz andere Sprachen, wie beispielsweise die der Sorben. Sie siedelten hier vor den Germanen.
(tutut) - Neulich in der Sonntagsrunde von Kontrafunk kam auch die Sprache auf die Sage von Krabat, die dazu diente, um Kaptalismus zu erkären. KI: "Der Kern der Erzählung - .Die Mühle: Der junge Krabat wird Lehrling in der unheimlichen Krabat-Mühle Schwarzkollm. Die Magie: Der Meister steht im Pakt mit dem Teufel und lehrt seine Burschen die Zauberei. Das Opfer: In jeder Silvesternacht muss ein Müllerbursche sterben, damit der Meister sein Leben verlängert. Die Befreiung: Nur durch die bedingungslose
Liebe einer jungen Frau (der Kantorka) kann der Fluch gebrochen werden. Sie muss Krabat mit verbundenen Augen unter den in Raben verwandelten Gesellen herauserkennen. Der gute Zauberer: In der ursprünglichen Volkssage nutzt Krabat seine Macht danach für das Gute. Er hilft den armen Bauern, macht Felder fruchtbar und legt Sümpfe trocken. Der historische Hintergrund - Hinter der Sagengestalt steckt eine echte historische Persönlichkeit: Johann von Schadowitz: Ein kroatischer Kavallerie-Offizier (* 1624; † 1704). Der Name: Aus der sorbischen Bezeichnung für Kroat (Chorwat) entstand im Volksmund der Name Krabat. Die Taten: Kurfürst Johann Georg III. schenkte ihm wegen seiner Verdienste das Gut Groß Särchen. Schadowitz besaß großes Wissen in der Landwirtschaft, half den Bauern und wirkte auf die Landbevölkerung wegen seiner Fremdartigkeit wie ein Zauberer. Bekannte Bearbeitungen - Otfried Preußler: Sein weltberühmter Jugendroman „Krabat“ (1971) fokussiert sich stark auf den düsteren Überlebenskampf gegen den Meister. Jurij Brězan: Der sorbische Nationalautor beleuchtete den Stoff in Werken wie 'Die schwarze Mühle' stärker aus Sicht der sorbischen Kultur und Identität". Im Sonntagsgespräch des Kontrafunks, der übrigens nach eigener Aussage im Jahr 2,5 Millonen kostet, wovon 1 Million hereinkommt, den Rest bringen über 180 Aktionäre auf, fungierte die Sage als Botschaft: Der Reichtum dieses Müllers galt als Hexerei, dabei habe der einfach Betriebswirtschaft gekonnt mit Bereitschaft zum Risko. Wie heute beispielsweise ein Musk. Das sei unser Wettbewerbsnachteil heute in Deutschland, dass wir verlernt hätten, Fehler zu machen, zuzulassen und die miteinzupreisen. Wir wollten immer die fertige Lösung und entwickelten uns zu Tode, während andere uns überholten. Bloß gut, dass es Zeitung gibt. Dort sind Redaktionen gerade besonders phantasiereich. O Heimat. Es muss nicht immer der Schwarzwald sein. "Freizeitaktivitäten - Tipps der Redaktion: Ausflüge im Kreis Tuttlingen - Und schwupps ist der Sommer da! Die Natur lockt, und auch andere Aktivitäten lohnen sich, finden unsere Redakteure. Hier einige Empfehlungen". Denn draußen droht das Klima: "Düstere Wetteraussichten für den Bodensee - Die Sonne macht sich aktuell weiterhin rar". Es ist nicht die Sonne!
Sorbentracht.
Für Lokalpresse kein Thema? (gh) - Sandra Boser (Grüne) und Volker Schebesta (CDU), beide Ortenaukreis, sind nicht mehr Staatssekretäre im baden-württembergischen Kultusministerium. Beide mussten laut KI ihre Posten im Zuge der Kabinettsneubildung verlassen, da die grün-schwarze Landesregierung angekündigt hatte, aus Kostengründen die Zahl der Staatssekretäre zu re-duzieren. Waren sie so überflüssig wie die Ministerin, die grüne Dipl.-Soziologin aus Bayern, die sich nun am Wohnungsbau probieren kann? An ihren Taten sollten sie gemessen werden. BW war in Bildung mal Spitze. Wäre dies nicht ein Thema für lokale Presse, falls es so etwas noch gäbe?
Erneuerbare Energie Ettenheimer Windparks müssen bei Sonne und Wind immer öfter abgeschaltet werden Windparks in Ettenheim stehen trotz Sonne und Wind immer öfter still. Die Bürgerenergie kritisiert fehlenden Netzausbau und fordert moderne Lösungen. ..
(Badische Zeitung. Nix vrstehn?Wo bleibt erneuerbares Denken?)
Ex-Porsche-Manager spricht im Rathausfoyer Die Volkshochschule Tuttlingen und die Stadt Tuttlingen laden am Mittwoch, 10. Juni zu einem Vortrag üvwr Klimawandel und Energiewende ein. Referent ist Peter Schäfer, ehemaliger Geschäftsführer der Porsche Enggineering Group..
(Schwäbische Zeitung. 8 Euro Eintritt. Was ist daran Volk, was hoch? Grünschwätz-Propaganda. Ex und hopp? Mit 63 in den Ruhestand. Maschinenbauer. Geht es deshalb Porsche so gut, dass es keinen Platz mehr im DAX hat? Warum nicht gleich in die Kirche zum Beten?)
Großer Kampf vor großer Kulisse SC Lahr verliert Hinspiel um Aufstieg in die Oberliga Die Hausherren unterliegen gegen Bruchsal mit 1:2. Der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit lässt den aufopferungsvoll kämpfenden Lahrern aber noch eine Chance fürs Rückspiel..
(Lashrer Zeitung. Glauben statt Wissen- Was sollen die in der Oberliga?)
Mieter wehren sich Giftiges Blei: Mehr als 80 Wohnungen seit zwei Jahren ohne Trinkwasser In Stuttgart-Zuffenhausen müssen Mieter seit mehr als zwei Jahren ohne Trinkwasser leben. Denn das Trinkwasser ist mit Blei belastet. Eine Mietergemeinschaft wehrt sich..
(swr.de. Ja, wäre das in Afrika oder in der Ukraine...)
Kein Bekenntnis im Koalitionsvertrag Kostet das Verbrenner-Aus Jobs? Umwelthilfe-Chefin kritisiert Auto-Pläne von Grün-Schwarz Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe warnt: Nicht der Ausstieg aus der Verbrennerproduktion gefährdet Arbeitsplätze, sondern das Festhalten an dieser Technologie..
(swr.de. Vereinspropaganda statt Journalismus?)
Verein aus Gerstetten bei der Europameisterschaft Hobby Horsing: Mit dem Steckenpferd zur EM nach Prag Steckenpferde sind buchstäblich ihr Steckenpferd. Drei Mädchen aus Gerstetten haben sich im "Hobby Horsing" - also im Reiten auf dem Steckenpferd - für die Europameisterschaft qualifiziert..
(swr.de. In welchem Sport kann Deutschland noch mithalten?)
=============== NACHLESE FOCUS Briefing Deutschlands UN-GAU: Niemand will, braucht oder mag uns Erstmals scheitert die Bundesrepublik mit einer Bewerbung um einen UN-Posten. Es wird Zeit, sich in Berlin mal zu überlegen, welche Rolle die Republik international überhaupt noch spielen kann... Wofür pampert man denn die halbe Welt mit Entwicklungshilfe? Apropos: Hat sich wenigstens Peru mit einem „Ja“ für die schönen Radwege bedankt, die wir früher finanzierten?..
(focus.de. Nun fehlt auch noch das Geld, um sich Gunst zu kaufen.) ===============
Die Linkspartei wird die SPD überflügeln Von WOLFGANG HÜBNER Die Linkspartei traut sich was. Denn sie ruft unter dem Motto „Es reicht!“ zu bundesweiten Straßenprotesten gegen den unterstellten „Sozialabbau“ auf. Die ersten Kundgebungen haben nach Angaben der Partei am 1. Juni bereits an 14 Orten unter Beteiligung von 4000 Teilnehmern stattgefunden. Das ist keine allzu beeindruckende Zahl, doch die ersten Montagsdemos der Linkspartei sollen nur der Auftakt für eine Kampagne sein, die sowohl die DGB-Gewerkschaften als auch die SPD unter Druck setzt. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Auch für Nichtlinke wird immer deutlicher, dass die von CDU/CSU und dem Großteil der Medien geforderten „Reformen“ mit Einsparungsmaßnahmen und Verschlechterungen im Sozialbereich verbunden sind, die bei ihrer Durchsetzung Millionen Normalverdiener empfindlich belasten werden. Die an der Berliner Regierungskoalition beteiligte SPD tut sich sehr schwer, diese „Reformen“ zu verhindern, will sie doch fast um jeden Preis die Koalition nicht platzen lassen. Das nicht überzeugende Lavieren der SPD zwischen Blockade und Zustimmung mit schlechtem Gewissen will die Linkspartei ausnutzen. Architektin dieser gerade bei jungen Menschen erfolgversprechenden Politik ist die 36-jährige Ines Schwerdtner, Parteivorsitzende neben Jan van Aken. Die erst 2023 in die Partei eingetretene, in der DDR geborene, aber in Hamburg aufgewachsene linke Journalistin hat einen noch viel zu wenig beachteten Kurswechsel durchgesetzt. Die Strategie der blonden Politikerin, die sich äußerlich wie intellektuell deutlich unterscheidet von der schrillen Tattoo-Heidi: Die Linkspartei soll von einer „Partei für urbane Linksintellektuelle“ wieder zu einer Partei der Arbeiterklasse werden. Schwerdtner kalkuliert offenbar mit der Krisenhaftigkeit des Schuldenkapitalismus, der immer weniger soziale Marktwirtschaft ist, wie auch mit den Folgen der einsetzenden KI-Revolution. Diese wird viele qualifizierte Arbeitsplätze vernichten, doch sie dürfte die Einkommensverteilung noch ungleicher machen. Die SPD hat dem nichts Überzeugendes entgegenzusetzen. Aber auch die AfD sollte sich darauf einstellen, dass die soziale Frage an Bedeutung für viele Deutsche gewinnt. Zwar hat die Linkspartei deutliche Schwachstellen beim Thema Migration und der fragwürdigen Finanzierung ihrer propagierten Sozialpolitik. Doch wenn Existenzängste und Geldnot vieler Wähler zunehmen, wird das keine große Rolle spielen. Ines Schwerdtner hat beste Aussichten, neben Alice Weidel und Sahra Wagenknecht die dritte starke Frau in der deutschen Parteipolitik zu werden. (pi-news.net)
************** DAS WORT DES TAGES Deutschland entsendet aus dem Grünenmillieu eine selbsternannte "Expertin für Völkerrecht", die über keinen Bildungsabschluss verfügt, aber dafür an Aphasie leidet und deutliche kognitiven Einschränkungen hat, und wundert sich, dass "200 professionelle Botschafter nicht gerade neue Sympathien für Deutschland" entwickeln? Die Personalauswahl, zu der auch der Aussenpolitikdarsteller Wadepudel gehört, steht sinnbildlich für den bemitleidenswerten Zustand unseres Landes.
(Leser-Kommentar, welt.de) ************
Rückzug aus Deutschland Pharma-Exodus: Eli Lilly halbiert Milliarden-Investition, Boehringer Ingelheim streicht 900 Millionen Euro Von Thomas Kolbe Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken entfaltet seine volle Wirkung, noch bevor es verabschiedet wurde. Kurz nacheinander haben zwei der bedeutendsten Pharmaunternehmen der Welt angekündigt, Milliardeninvestitionen aus Deutschland abzuziehen...
(Tichys Einblick. Schwanz einziehen statt Kopf hoch.)
Reform der Pflege: Für Kinderlose, Gutverdiener und Heimbewohner wird es teurer Gesetzentwurf ist da!: Das soll sich bei der Pflege ändern.
(bild.de. Da ist Frankreich schon viel weiter. Wer nicht gewaltig überall privat zuzahlt und nicht den Doktor selbst spielt, muss halt früher sterben. Vielleicht aber auch nicht, wenn die Natur eine Chance kriegt.)
"Pflegereform" Sechs Milliarden Euro Loch: Heimbewohner und Gutverdiener sollen für Pflegekrise zahlen Von Redaktion Gesundheitsministerin Warken (CDU) will die Milliardenlöcher der Pflegeversicherung stopfen – mit höheren Belastungen für Heimbewohner, strengeren Pflegegraden und Mehrkosten für Gutverdiener und Kinderlose...
(Tichys Einblick. Was versteht eine Juristin von unantastbarer Menschenwürde?)
Parteienstaats-Dämmerung Kaputte Brücken, marode Straßen und Bahnlinien – und der Sozialstaat wackelt Von Fritz Goergen Es knirscht und knackt auf der BRD-Titanic, die Bordkapelle der Einheits-Meinungs-Medien spielt an Oberdeck der politischen Klasse zum Tanz der rundum Versorgten und gut Ausgestatteten auf Steuerzahler Kosten im Mitteldeck auf, die zugleich auch für die sozialen Drogen der im Unterdeck blechen müssen..
(Tichys Einblick. "L'amour toujours".)
Zerfallende Infrastruktur Immer neue Wege, die Stahlproduktion aus Deutschland zu vertreiben Von Thomas Punzmann Die Klimapolitik hat zwar schon viel für die Vertreibung der Industrie erreicht, aber eben noch nicht alles. Die Deutsche Bahn hilft deshalb: Eisenerz, Kohle und Schrott erreichen die Stahlwerke nicht mehr zuverlässig. Erste Stahlwerke drosseln ihre Produktion..
(Tichys Einblick. Rettet die Idiokratie.)
Panik auf der BRD-Titanic Kein deutscher UN-Sitz, Union 23 Prozent, Bonner Rheinbrücke verrottet Von Fritz Goergen Bonner Autobahn-Rheinbrücke wegen Einsturz-Gefahr gesperrt. Kein Platz für Berlin im UN-Sicherheitsrat. Die Hälfte der Wähler gegen die Brandmauer. Union unten auf 23 Prozent. Rotgrünrot sucht vergeblich Rettung in Masseneinbürgerungen..
(Tichys Einblick. Noch weit der Wrg zu 0,0.)
„Blamage“ in New York – Jetzt stellt das erste Bundesland Deutschlands UN-Zahlungen infrage Nach dem Scheitern Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat stellt Hessen die hohen Zahlungen der Bundesrepublik an die Vereinten Nationen infrage. „Wenn wir künftig dort nicht den Einfluss haben, der uns zusteht, stellt sich die Frage: Warum sollten wir dann weiterhin so viel Geld in die UN investieren?“, sagte Hessens Minister für Internationales, Manfred Pentz (CDU), der „Bild“..
(welt.de. Weil immer weniger CDU wählen wollen, warum noch was für Deutschland tun? Statt des Pflichtbeitragsvon rund 194,85 Millionen US-Dollar zahlt Deutschland 4,4 Milliarden Euro pro Jahr.)
Pakistan gnadenlos Französin vergewaltigt, zwei Todesurteile bestätigt Von Richard Schmitt Pakistan kennt keine Gnade mit Sexualverbrechern: Die Todesurteile gegen Abid Ali alias Malhi und Shafqat Ali alias Bagga wurden bestätigt. Die Männer hatten im Jahr 2020 eine Französin auf der Sialkot-Lahore-Autobahn vor ihren drei minderjährigen Kindern vergewaltigt...
(Tichys Einblick. Recht vor Gnade.Wenn schon Islam, warum nicht von Moslems lernen? Das 5. Gebot ist nicht gegen die Todesstrafe, sondern bedeutet im hebräischen Urtext "Du sollst nicht morden". Muss keine Glaubenssache sein, zu denken, wie schnell wieder Ordnung im Land herrschte?)
DER PODCAST AM MORGEN Sicherheitsrisiko Staat: Brücken kaputt, Behörden überfordert, Bürger wütend – TE-Wecker am 5. Juni 2026 Von Holger Douglas +++ Bonner Brückendesaster: Region im Verkehrsinfarkt +++ Verfassungsschutz gegen Opfergedenken: Vater widerspricht +++ Islamisten an den Schalthebeln? Selens Warnung aus dem Bundestag +++ Kalifornien kippt: Der Aufstand gegen das linke Labor +++ Susanne Schröter: „Die größte rechtsradikale Bewegung ist der Islamismus“ +++ TE-Energiewende-Wetterbericht +++..
(Tichys Einblick. Todsichr?)
Vandalismus und Ignoranz Christen-Feindlichkeit: Eine unterschätzte Gefahr Von Anna Diouf An Fronleichnam fordert der christliche Glaube Sichtbarkeit ein. Selbstverständlich ist das nicht: Auch in Europa nimmt Feindseligkeit gegenüber dem Christentum zu..
(Tichys Einblick. Ungläubige lieben den Glaubenskrieg?)
Wo der Bock Gärtner ist Im Bundestag: Verfassungsschutz-Chef warnt vor Unterwanderung durch Muslimbrüder Von Matthias Nikolaidis Jetzt hat es auch der Verfassungsschutz gemerkt. Hinter verschlossenen Türen informierte Sinan Selen die Parlamentarier: Ihr seid von Muslimbrüdern unterwandert. Besonders linke Parteien stehen im Fokus – und der Staat finanziert die Radikalen durch „NGOs“ und Antirassismus-Vereine..
(Tichys Einblick. Wie viele Brüder und Schwestern sitzen im Bundestag?)
„Angemessener Lebensstandard“ als Richtschnur Europäischer Gerichtshof verbietet Deutschland Kürzungen von Asylleistungen Deutschland darf Asylbewerbern, die sich illegal im Land aufhalten, nicht die Leistungen kürzen, entscheidet der Europäische Gerichtshof. Für Berlin dürfte das juristischen Änderungsbedarf bedeuten..
(Junge Freiheit. Was sagt der Hühnerhof?)
Rassismus gegen Weiße Die Wut des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf Henry Nowak Geht es nach dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ist weniger die Ermordung von Henry Nowak das Problem, als vielmehr „Rechte“, die darüber reden. Diese Leute haben kein Schamgefühl mehr. Eine Abrechnung..
(Junge Freiheit. Mauern haben keine Herzen.)
...Franz Josef Strauß wäre heute Bundeskanzler - KI weisse Bescheid
(gh) - Nur mal so gefragt, was wäre Deutschland heute, gäbe es von der Union jetzt einen Bundeskanzler Franz Josef Strauß, KI?
Franz Josef Strauß verstarb im Jahr 1988, weshalb er im Jahr 2026 rein biologisch kein Bundeskanzler sein könnte. Nimmt man die Frage als historisches Gedankenspiel („Was wäre, wenn Strauß damals Kanzler geworden wäre und seine politische Philosophie Deutschland bis heute prägen würde?“), ließen sich die hypothetischen Auswirkungen auf das heutige Deutschland in folgende Kernbereiche unterteilen:
Wirtschaft und Industrie
Starker Fokus auf High-Tech: Deutschland hätte vermutlich eine noch ausgeprägtere Ausrichtung auf Luft- und Raumfahrt, Rüstung und Großtechnologie, ähnlich wie Strauß es in Bayern mit der Förderung von MBB und Airbus vorangetrieben hat.
Weniger Fokus auf die Energiewende: Die deutsche Energielandschaft wäre wahrscheinlich weitaus atomlastiger. Strauß war ein vehementer Befürworter der Kernenergie (z. B. Wackersdorf).
Deregulierung: Die Wirtschaftspolitik wäre deutlich marktliberaler und unternehmerfreundlicher geprägt, mit weniger bürokratischen Auflagen für die Industrie.
Außen- und Europapolitik
Konsequent transatlantisch und defensiv: Eine stark pro-amerikanische Außenpolitik und eine massive Stärkung der Bundeswehr stünden im Vordergrund.
Kritischere europäische Integration: Strauß befürwortete zwar ein starkes Europa als Gegenpol zur Sowjetunion, lehnte aber eine europäische Zentralisierung ab. Ein „Europa der Vaterländer“ stünde im Fokus, vermutlich mit einer strengeren Fiskaldisziplin.
Gesellschaft und Innenpolitik
Konservativer Wertekonsens: Gesellschaftspolitisch wäre Deutschland in Fragen von Familie, Einwanderung und innerer Sicherheit spürbar konservativer. Das Prinzip „Law and Order“ wäre bundesweit Standard.
Geringerer Einfluss grüner Politik: Die Umwelt- und Klimaschutzpolitik hätte historisch einen schwereren Stand gehabt, was zu einer schwächeren Position der grünen Bewegung im heutigen Parteiensystem geführt haben könnte.
KI erweitert dieses Gedankenspiel auch konkret auf Auswirkungen einer Kanzlerschaft von Strauß auf die deutsche Wiedervereinigung oder das heutige Parteiensystem, wobei er übrigens die Grünen für keine demokratische Partei hielt:
KI: Eine Kanzlerschaft von Franz Josef Strauß (CSU) in den 1980er-Jahren hätte die deutsche Geschichte und die politische Landschaft massiv verändert.
Hier sind die konkreten Auswirkungen auf die Wiedervereinigung und das heutige Parteiensystem:
Auswirkungen auf die deutsche Wiedervereinigung
Härterer Kurs gegenüber der DDR: Strauß lehnte die sozialliberale Ostpolitik vehement ab. Seine Rhetorik war stark antikommunistisch.
Möglicher Verzug der Einheit: Helmut Kohl baute tiefes Vertrauen zu Michail Gorbatschow und George H. W. Bush auf. Strauß galt international als unberechenbarer Falke. Moskau hätte einer Wiedervereinigung unter ihm weit skeptischer gegenübergestanden.
Der Milliardenkredit-Widerspruch: Realpolitisch war Strauß pragmatischer als in seinen Reden. 1983 vermittelte er der DDR einen Milliardenkredit. Er hätte die DDR-Führung also vermutlich wirtschaftlich unter Druck gesetzt, aber gleichzeitig als Verhandlungspartner genutzt.
Keine „blühenden Landschaften“: Kohl agierte im Jahr 1990 emotional und visionär. Strauß hätte die wirtschaftliche Integration der DDR wahrscheinlich deutlich technokratischer, kühler und finanzpolitisch strenger durchgezogen.
Auswirkungen auf das heutige Parteiensystem
Kein Raum für die AfD: Strauß prägte den Satz, dass es rechts von der CDU/CSU keine demokratisch legitimierte Kraft geben darf. Er band das nationalkonservative Spektrum fest an die Union. Unter ihm hätte sich eine Partei wie die AfD vermutlich nie etablieren können.
Bundesweite Ausdehnung der CSU: Um bundesweit Kanzler zu werden und den linken Flügel der CDU auszugleichen, hätte Strauß die CSU als „Vierte Partei“ auf das gesamte Bundesgebiet ausdehnen können. Das hätte das Verhältnis zur CDU dauerhaft zerstört.
Stärkere Polarisierung: Strauß war eine Reizfigur für das linke Lager. Seine Kanzlerschaft hätte zu einer extremen Mobilisierung von SPD und Grünen geführt. Das politische Klima wäre heute blockartiger und weniger von Koalitionen der Mitte geprägt.
Schwächung der FDP: Strauß verachtete den liberalen Koalitionspartner oft. Er hätte versucht, die FDP durch absolute Mehrheiten überflüssig zu machen oder sie an die FDP-Grenzlinie zur Bedeutungslosigkeit zu drängen.
Friedrich Merz war in Bad Saarow. Die idyllische und landschaftlich reizvolle Lage am Scharmützelsee diente wahrscheinlich nicht der Erbauung unseres so arg malträtierten Regierungschefs, sondern wohl eher als Plattform für eine stark akzentuierte Kampfansage.
Wer jedoch Mut, Enthusiasmus und politischen Weitblick erwartete, wurde schwer enttäuscht. Ausgerechnet im Osten, auf dem 11. Ostdeutschen Wirtschaftsforum, postulierte der Kanzler die Hauptstoßrichtung seiner, gelinde gesagt, arg umstrittenen Politik.
Ihm geht es in erster Linie nicht darum, den durch ihn geführten Staat so auszurichten, daß seine Wirtschaft wieder zu blühen vermag. Ganz und gar nicht. Für Merz ist das kein Maßstab. Seine Priorität, so kundgetan, ist und bleibt der Kampf gegen die einzige Oppositionspartei im Land. Es erweckt den Eindruck, er würde sich für diesen Kampf mit dem Teufel verbinden. Was heißt eigentlich würde? Sprichwörtlich heißt es doch: Wo der Teufel nicht hingeht, schickt er ein Weib. Und das ist ja schon da. Und Duz-Freundin vom Fritz zudem auch noch.
Aber lassen wir das. Es ist die alte Geschichte von Gleich und Gleich.
Nein, Friedrich Merz stellt die zweifelhafte These in den Raum, die AfD wolle in die Zeit vor Adenauer zurück. Also in die Zeit, in der schon mal, ähnlich wie heute, Unterdrückung der Meinungsfreiheit und Denunziation zum täglichen Handwerk der Herrschenden gehörten.
Die Tatsache, daß in diesem Zusammenhang dem Kanzler frenetischer Beifall gespendet wurde, läßt allenfalls darauf schließen, daß die benachbarte Neurologie nicht in vollem Umfang aufnahmefähig war. Wie dem auch sei.
Natürlich will die AfD zurück, hofft zumindest der Autor. Zu Zuständen und Lebensumständen, die dem Souverän Sicherheit, Ordnung und Rechtstaatlichkeit garantierten. Eine Zeit, in der Leistung belohnt, Fleiß respektiert und Rechtsbruch angemessen sanktioniert wurde.
Die Alten einen ruhigen Feierabend genießen durften, weil sie sich um die Zukunft der Enkel nicht sorgen mußten.
Ob denn „unser“ Staat noch handlungsfähig ist, sinniert Merz vor dem Publikum. Nein, natürlich nicht. Hochgradig dysfunktional, gerade das müßten doch Unternehmer spüren, könnte man meinen, und vor der importierten alltäglichen Rechtlosigkeit kapituliert.
Warum das Publikum Merz‘ Strategie nun abfeiert, obwohl die Anwesenden selbst feststellen, daß die eigene Belegschaft und die Kunden mehr und mehr AfD-orientiert sind, ist sicher eines der Mysterien der bundesdeutschen Blase.
Damals war es in Berlin-Schöneberg, als eine Kampfansage zum Menetekel für das dem Untergang geweihte Regime wurde. Unter diesem Gesichtspunkt stellt sich die Frage, wer hier auf dem Weg zurück ist. (pi-news.net)
Macht braucht Kontrolle:- Von Hans Herbert von Arnim
Fesselnder Bericht über den aufhaltsamen Niedergang unserer Parteiendemokratie
Die »politische Klasse« gestaltet die Regeln, die sie eigentlich zügeln sollen, selbst und oft in ihrem Sinne. Den Parteien geht es meist weniger um die Lösung der Probleme als um die Sicherung ihrer Interessen an Macht, Posten und Einkommen.
Am deutlichsten wird die Missbrauchsgefahr, wenn die Parteien ihren eigenen Status festlegen. Das hat Folgen auf allen Ebenen: für die Auswahl des politischen Personals ebenso wie für die Qualität der Politik. Die Kluft zwischen Demokratie und Wirklichkeit wächst, politisches Unbehagen breitet sich aus.
Über 40 Jahre lang hat der als »Parteienkritiker« bekannte und gefürchtete Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim zahlreiche Fälle von Machtmissbrauch, viele unmögliche Gesetze der Parteien in eigener Sache aufgedeckt. Und er hatte durchschlagenden Erfolg: Diätenerhöhungen mussten zurückgenommen, überzogene Pensionsregelungen auf ein vernünftiges Maß reduziert, Mehrfachbezüge eingeschränkt werden, der Selbstbedienung aus der Staatskasse wurde ein Riegel vorgeschoben – vor dem Bundesverfassungsgericht hat er die Sperrklauseln bei Europawahlen gekippt, und seine Gutachten trugen zum Diäten- und zum Parteienfinanzierungsurteil bei.
Dank Arnim und einer wachgerüttelten Öffentlichkeit stießen Missbrauchs-Versuche – im Bund, auf Länderebene wie auch in der EU – auf empörten Widerstand. Doch mit den Jahren ließ die »politische Klasse« Kontrollen immer raffinierter ins Leere laufen und brachte sogar ganz offensichtlich missbräuchliche Gesetze durch.
Jetzt zeichnet Hans Herbert von Arnim die Ursachen dieser fatalen Entwicklung nach und zeigt, wie es dazu kommen konnte und warum die Öffentlichkeit müde geworden ist, dieser äußerst effektiven Aneignung der Macht durch die Parteien wirksam entgegenzutreten Er legt den Finger in die Wunde, deckt auf, woran es fehlt – und wie die notwendige Kontrolle der Macht wiederhergestellt werden kann.
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Wann kümmern sich Lokalzeitungen wieder ums Lokalgeschehen statt um den Krankenstand Einzelner oder die Fixierung vorwiegend weiblicher Redaktionsmitglieder auf linksgrüne Extrem-Miiieus?