Vanessa Emde entlarvt Verlogenheit der Linkspartei
Von WOLFGANG HÜBNER
Auch wer himmelweit entfernt ist von den politischen Positionen der Berliner Linken-Abgeordneten Vanessa Emde sollte ihr eine gewisse Anerkennung nicht verwehren: Denn im Gegensatz zu ihrer regierungsgeilen Partei will Emde nach der Wahl nicht von den Aussagen abrücken, die ihr ein Direktmandat ins Berliner Abgeordnetenhaus gesichert haben. Im migrantisch geprägten Bezirk Neukölln hatte Emde erfolgreich mit dem Plakat „Freiheit für Palästina“ für sich geworben und 46,2 Prozent Erststimmen bekommen.
Niemand in der Linkspartei hatte diese Werbung kritisiert oder gar unterbunden. Nun als stärkste Partei in der Hauptstadt und auf dem Sprung zur Regierungsbildung mit vielen gutbezahlten Ämtern, wird Emde von der Parteispitze als lästiger Störfaktor angesehen, die ein Hindernis für die geplante Koalition mit SPD und Grünen ist. Diese beiden Parteien, unterstützt von den meisten Medien, wollen zwar ebenso gern mitregieren. Doch ihnen sind die Israel-kritischen Äußerungen der Linken peinlich.
Allerdings nicht peinlich genug, um die Koalitionsverhandlungen platzen zu lassen. SPD und Grüne wollen ebenso wie nun auch die Parteispitze der Linken, dass Emde besser schweigt. Offenbar haben sie in der Politikerin jedoch eine Frau mit Prinzipien zur Gegnerin, die nicht bereit ist, genau jene Positionen zu verleugnen, die entscheidenden Anteil am Wahlerfolg der Linken hatten und denen sie ihr Mandat verdankt. Damit entlarvt Emde die abgrundtiefe Verlogenheit der Linkspartei, die keinen Deut besser ist als die von ihr gerne kritisierten etablierten politischen Kräfte.
Nur wenige Tage zuvor hat die Fraktion der Linken im Landtag von Sachsen-Anhalt mit ihrer Ablehnung des friedenpolitischen Antrags von AfD und BSW gezeigt, was ihr Gerede von Kriegsgegnerschaft und Aufrüstungskritik wirklich wert ist: Überhaupt nichts. Keineswegs in Vergessenheit sollte auch geraten, wie 2025 die Linke im Bundestag mithalf, den Ukrainekanzler ins Amt zu hieven. Diese Partei ist nicht links, sondern einfach nur link!
(pi-news.net)
