
(gh) - Wo bleibt die Aufarbeitung der CDU für den katastrophalen Wahlkamf in THE LÄND, der mit einem weiteren Bückling eines Kandidaten mit kleinem Karo endete, weil der Partei Politiker mit Format fehlen? KRÄTSCH hat ea doch vorgemacht, wie Machtpolitik geht. Egal mit wem.
Hierzu fällt auch KI nichts Plausibles ein. "Die CDU in Baden-Württemberg arbeitet das Ergebnis der Landtagswahl vom März 2026 vor allem über eine 'Koalition auf Augenhöhe' mit den Grünen auf, anstatt personelle Konsequenzen zu ziehen". Auch Hühneraugen haben ihre Höhe.
"bwohl die Partei ihr wichtigstes Ziel verfehlte – die Rückkehr auf den Sessel des Ministerpräsidenten –, gab es an der Basis und in der Führung keinen personellen Umsturz. Das hat konkrete politische Gründe. Bei der Landtagswahl am 8. März 2026 landete die CDU mit 29,7 Prozent hauchdünn hinter den Grünen (30,2 Prozent) unter Cem Özdemir. Im Parlament herrscht Gleichstand. Sowohl die CDU als auch die Grünen stellen exakt 56 Sitze. Kein Totalabsturz: Die CDU konnte im Vergleich zur vorherigen Wahl sogar 5,6 Prozentpunkte dazugewinnen.
Weil das Ergebnis mathematisch ein Patt ist, forderte die CDU in den Koalitionsverhandlungen absolute Gleichberechtigung ein. Anstatt den Spitzenkandidaten Manuel Hagel nach dem verpassten Wahlsieg zu stürzen, nutzte die Partei das Ergebnis als Hebel: Hagel übernahm am Wahlabend die Verantwortung für den Wahlkampf. Er blieb jedoch fest im Sattel.
Die CDU stellte bei den Verhandlungen harte Bedingungen an Ministerpräsident Cem Özdemir. Sie erstritt sich die Hälfte der Ministerposten (sechs von zwölf), um die geforderte 'Augenhöhe' zu sichern. Ihre Kritik am Wahlkampf deckt sich mit den Debatten, die im Frühjahr geführt wurden: Der Wahlkampf von Manuel Hagel geriet kurz vor der Wahl ins Wanken, als ein acht Jahre altes Video auftauchte. Die darin getätigten Aussagen brachten ihm massive Kritik ein und beschädigten das Image der 'bürgerlichen Seriosität'.
Das verfehlte Ziel im 'Ländle' wurde auch als Dämpfer für den Bundesvorsitzenden Friedrich Merz gewertet. Fazit: Eine laute, selbstkritische Abrechnung blieb aus, weil der hauchdünne Abstand zu den Grünen und der Mandatsgleichstand der CDU erlaubten, in der Regierung weiterhin fast wie ein Sieger aufzutreten. Die Partei setzte auf den Erhalt der Macht anstelle einer schmerzhaften Selbstreinigung".
