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Warum kostet ein Becher Glühwein auf einmal fünf Euro?

Von MANFRED ROUHS

Auf dem Weihnachtsmarkt in Düsseldorf kostet ein Becher Glühwein an manchen Ständen in diesem Jahr erstmals fünf Euro. Das löst bei vielen Verbrauchern Erstaunen aus, aber auch Verärgerung, wie der „Focus“ berichtet. Die Fünf-Euro-Marke ist ein Schwellenwert, hinter dem ein Gut als relativ teuer empfunden wird. Verwundert reiben sich die Menschen die Augen und fragen sich: Wie konnte es soweit kommen?

Objektiv ist der Becher Glühwein im Jahr 2025 durchschnittlich nur etwa 50 Cent teurer als letztes Jahr. Wo er jetzt fünf Euro kostet, waren es also letztes Jahr schon stolze vier Euro und 50 Cent. Und das für 0,3 Liter eines Produktes, von dem wir beim Discounter zehn Liter mit dem erstklassigen Alkoholanteil von 11,6 Prozent für rund 30 Euro erwerben können, was also auf 0,3 Liter heruntergerechnet nur einen Betrag von weniger als einem Euro ausmacht. Das wird als Abzocke empfunden.

Ursache des Übels ist nicht die Geldgier der Weihnachtsmarkstandbetreiber. Sondern die Geldgier der öffentlichen Hand. – Der Staat ist schuld!

Weihnachtsmärkte sind ein behördlich bis ins letzte Detail geregeltes, vollständig bürokratisiertes und durchkommerzialisiertes Terrain. Die Standgebühr ist hoch und steigt jährlich weiter an.

Schwarzarbeit kommt auf dem Weihnachtsmarkt nicht in Frage, weil alle Standbetreiber streng kontrolliert werden. Einen automatisierten Ausschank von Glühwein hat bislang meines Wissens noch niemand versucht, weil er von den meisten Deutschen wahrscheinlich als nicht hinreichend weihnachtlich empfunden werden würde. Also macht sozialversicherungspflichtige und divers besteuerte Lohnarbeit das Gros der Kosten aus.

Während der Staatsanteil auf Lohnarbeit in China bei nur etwa 20 Prozent liegt, ist er in Deutschland über Jahrzehnte auf rund 70 Prozent angestiegen. Nicht ein einzelner Posten frisst 70 Cent von jedem Euro, den ein Unternehmen für Lohnarbeit einnimmt, sondern deren Summe: Zu den Sozialversicherungsbeiträgen – für einen Weihnachtsstandmitarbeiter, der netto 1650 Euro monatlich ausgezahlt bekommt, werden knapp 1000 Euro Sozialversicherungsbeiträge abgegriffen – kommt die Lohnsteuer. Und verschiedene Unternehmenssteuern sowie anders bezeichnete Zwangsabgaben. Dem Gesamtbetrag, den der Unternehmer vereinnahmt, werden 19 Prozent Umsatzsteuer übergestülpt. Da verbleiben für das Unternehmen nicht mehr als 30 Cent.

Wer Personal beschäftigt, ist branchenübergreifend vor allem eines: Ein Geldeintreiber der öffentlichen Hand, der einen sich beständig weiter aufblähenden staatlichen Apparat mit Geld versorgt.

Wer sich dem entziehen will, darf auf dem Weihnachtsmarkt keinen Glühwein mehr trinken. Und keine Tabakwaren rauchen. Und kein Auto fahren. Wer diese Regeln nicht beachtet, wird permanent abgezockt.
(pi-news.net)

Córdoba – Moschee und Kathedrale als beste Freundinnen

Von  Vera Lengsfeld

Unsere dritte Station Córdoba erreichen wir an Allerheiligen, dem Feiertag der Katholiken, problemlos. Am Morgen ist der Verkehr noch schwach. Unterwegs fahren wir an einem schmalen, hohen Objekt vorbei, das leuchtend in einem Feld steht, als hätten die Aliens eines ihrer Raumschiffe dort gelandet. Es ist ein solarthermisches Kraftwerk. Umstellt von Spiegeln, wird in diesem Ding z. B. flüssiges Natrium erhitzt. Es ist bisher bei diesem einen Prototyp geblieben.

Als wir in Córdoba an der Römischen Brücke ankamen, stand schon ein Auto unseres Hotels bereit, das unser Gepäck übernahm. Reisebusse dürfen nicht in die Innenstadt. Wir freuten uns, dass wir die Stadt über die 2000-jährige Brücke betreten würden – und das an einem Tag wie aus dem Bilderbuch: sonnig, mild, mit leichtem Dunst über dem Fluss. Anfangs waren wir fast noch allein, aber nach 331 m am anderen Ende hatte sich die Brücke schon belebt. Ein junger Mann spielte gekonnt Gitarre. Die Leute hörten ihm gern zu, aber kaum einer warf eine Münze in den Hut. Als ich am Nachmittag noch einmal an der Brücke vorbeikam, saß er immer noch da. Das hatte ich schon in Sevilla beobachtet, dass Straßenkünstler kaum noch belohnt werden, selbst wenn sie atemberaubende Artistik oder perfekte Musik bieten.

Unser Hotel liegt gegenüber der Kathedrale. Allerdings mussten wir uns bis 16:00 Uhr gedulden, ehe wir sie besuchen konnten – wegen der Allerheiligen-Messen. Bis dahin erkundeten wir die Stadt auf eigene Faust. Es gab zwar auch hier die Tagestouristengruppen, aber die Mehrzahl der Flaneure waren sonntäglich gekleidete Spanier. Später erfuhren wir von Gemma, unserer Stadtführerin, dass Leute aus Madrid und anderen spanischen Städten nach Córdoba kommen, um hier auszugehen – wegen der niedrigeren Preise.

Córdobas Altstadt ist zu einem Drittel Weltkulturerbe. Dass es einmal eine Stadt mit einer halben Million Einwohnern gewesen ist, kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Aber das war auch zu einer Zeit, als Berlin noch nicht existierte und die Römer noch in Köln waren

.Als die Muslime Córdoba um 718 von den Westgoten eroberten, wurde ein Vertrag geschlossen, dass die Basilika San Vicente Mártir geteilt wird. Eine Hälfte sollte künftig als Moschee dienen, die andere durften die Christen weiter benutzen. Als sich die muslimische Gemeinde rasch vergrößerte, kaufte man den Christen ihren Teil für eine ordentliche Summe und die Erlaubnis, die bei der Eroberung zerstörten Kirchen wieder aufzubauen, ab. Danach wurde die Moschee noch zweimal erweitert. Heute wäre sie die größte der Welt.

Im ältesten Teil wurden noch Materialien der Vorgängerbauten verwendet; Säulen und Kapitelle stammen noch von dem römischen Tempel oder der Basilika. Der Gebetsraum bot bereits 10.000 Menschen Platz. Den Hufeisenbögen der ersten Arkadenreihe ist der westgotische Einfluss noch anzusehen. Durch die Doppelbögen wurde das Dach des Gotteshauses angehoben. Besserer Lichteinfall wurde durch die zum Hof hin geöffneten Bögen erzielt. Das Ergebnis ist ein Säulenwald von Doppelarkaden, der an einen Palmenhain erinnert. Dieser einzigartige Stil wird von Fachleuten heute cordobesisch-arabisch oder Kalifenstil genannt, der einzigartig auf der Welt ist.

Die Araber waren 500 Jahre in Córdoba, dann kam die Reconquista. Auch unsere Zeit hat dem noch etwas hinzugefügt: Die vier Bögen, durch die man die Moschee vom Orangenhof aus betreten konnte, wurden 1970 mit hölzernen Gittern versehen. Das Licht, das durch sie hindurchfällt, steigert die einzigartige Atmosphäre noch. Als die zweite Erweiterung in Angriff genommen wurde, sollte die ganze Moschee neu, exakt nach Mekka, ausgerichtet werden. Der heftige Streit darüber endete mit dem Beschluss des Kalifen, die alte Ausrichtung beizubehalten, um die Tradition zu wahren. Der zweite Teil besteht aus abwechselnd graublauen und rosa Säulen mit einheitlichen Kapitellen. Es entstand ein dreiteiliger Mihrab als höchster Ausdruck der Kalifenkunst. Es ist eine prächtig dekorierte, achteckige Nische in der Wand, die nach Mekka zeigt und die als Gebetsort für den Kalifen diente. Der kleine Raum ist mit einer Muschelschalen-Kuppel und aufwändigen Mosaiken sowie Koranversen geschmückt. So kann man bis heute in der Kathedrale „Allahu akbar – Gott ist groß“ lesen.

Durch die dritte Erweiterung wurde der Gebetssaal verdoppelt. Er besaß insgesamt 1.013 Säulen, von denen nach der Vierung der Kathedrale noch 854 erhalten sind.

Im Jahr 1212 begann die christliche Rückeroberung von Andalusien. Ferdinand III. eroberte Córdoba 1236. Die Moschee wird zur Kathedrale geweiht, man beginnt mit der Errichtung von Kapellen. Das ist ein jahrhundertelanger Prozess. Die Vierung der Kathedrale beginnt 1523 und endet 1628. Das Minarett wird von 1593 bis 1628 zum Glockenturm. Im 20. Jahrhundert wurden bei Ausgrabungen Teile der westgotischen Basilika freigelegt, zu Beginn unseres Jahrtausends entdeckte man mehrere Meter unter dem heutigen Fußboden römische Bodenmosaike. Die Kathedrale inmitten der Moschee ist prächtig ausgestattet. Besonders das Chorgestühl ist berühmt für seine Schönheit. Seneca, der im Jahr 1 in Córdoba geboren wurde, oder der ebenfalls in Córdoba gebürtige jüdische Gelehrte Maimonides hätten die einzigartige Verschmelzung von Glaubenssymbolen und Architekturstilen gutgeheißen.

Die Frage ist, warum der Menschheit nicht gelingt, was hier vollbracht wurde: eine gegenseitige Bereicherung, gefördert durch Toleranz und Respekt vor den Errungenschaften früherer Generationen. Um die Moschee-Kathedrale tobten immer wieder Bürger- und andere Kriege. Menschen wurden vertrieben, neue wanderten ein. Die Juden mussten nach Vollendung der Reconquista Córdoba verlassen. Ihre Synagoge wurde als Schule oder Hospital genutzt. Dass sie ein Gotteshaus war, wurde erst kürzlich entdeckt, als bei der Entfernung alter Farbschichten jüdische Inschriften zum Vorschein kamen. Die ehemalige 500.000-Stadt hatte um 1500 gerade noch 25.000 Einwohner. Das einst mächtige, weltbekannte Córdoba ist heute eine Provinzstadt. Sic transit gloria mundi.

(vera-lengsfeld.de)

Widerworte: -
Von Alice Weidel

Widerworte – das klingt nach Auflehnung gegen das Bestehende. Und genau diese Absicht verfolgt Alice Weidel mit „Widerworte“. Sie lehnt sich auf gegen gesellschaftliche und politische Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte.

Gegen den übermäßigen Einfluss von Ideen vom äußersten Rand des grün-linken Spektrums. Gegen eine zu unkritische Nähe von Journalismus und Politik. Gegen Denkverbote, die von vermeintlich überlegenen Moralisten gegen alle Andersdenkenden verhängt werden.

Und sie macht sich Gedanken über das Deutschland, wie es ihr vorschwebt. Sie analysiert, weshalb der Euro eine Fehlkonstruktion ohne Überlebenschance ist und die Zukunft Deutschlands gefährdet. Sie fordert, dass die Mittelschicht wieder in den Fokus der Politik rücken muss.

Und nicht zuletzt wartet sie mit zahlreichen Vorschlägen für ein Zusammenleben unter bürgerlichen Vorzeichen auf. Ein konservatives Manifest, das provoziert – und zum Nachdenken anregen will. (Amazon)

 

(tutut) - Sie sind mehr, wie gesichert extreme linksextremistische Minderheiten stets betonen, wenn sie immer wieder ihre Demokratieunser herunterbeten. Dagegen haben es Demokratie und Rechtsstaat schwer, wie auch Frank Karsten und Karel Beckman in ihrem Büchlein "Wenn die Demokratie zusammenbricht - Warum uns das demokratische Prinzip in eine Sackgasse führt" schreiben. Für manche scheint sie schon ein Lachsack zu sein angesichts unzähliger Versuche, sie lächerlich zu machen. So scheint Demokratie wirklich das letzte Tabu zu sein, das den Bach runter oder nach grüner Version eines Kopfstands sogar rauf geht. Ob dagegen das alte Zitat eines amerikanischen Politikers hilft, der gesagt haben soll "Wenn es irgendwelche Krankheiten gibt, an denen die Demokratie heute leidet, dann können sie nur durch mehr Demokratie geheilt werden". Ja, so sehen sie allgemein Demokratie unser, untermalt von staatlich initiierten Aufmärschen. "Die Leute sind bereit, einzugestehen, dass die Demokratie ihre Probleme haben mag - sie mögen sogar eingestehen, dass sich viele westliche parlamentarische Demokratien, einschließlich der in den USA, am Rande des Zusammenbruchs befinden - aber sie können sich keine Alternative vorstellen". Schon gar nicht eine Alternative für Deutschland wie die aktuell führende Partei, welche die zum Kommunismus mutierte einstige rechtskonservative CDU überholt hat. "Die einzige Heilung, die sie sich denken können, ist tatsächlich

mehr Demokratie. Dass sich unser parlamentarisches demokratisches System in der Krise befindet, werden wenige bestreiten. Überall sind Bürger in demokratischen Ländern unzufrieden und zutiefst uneinig. Politiker beklagen, dass sich Wähler wie verwöhnte Kinder verhalten, und Bürger beklagen, dass Politiker taub für ihre Wünsche eien. Die Wähler sind notorisch launisch geworden. Regelmäßig wechseln sie mit ihrer Loyalität von einer Partei zu einer anderen. Zudem fühlen sie sich zunehmend von radikalen und populistischen Parteien angezogen. Überall explodiert die politische Landschaft, was es immer schwieriger macht, Gegensätze zu überwinden und arbeitsfähige Regierungen zu bilden". Hier irrt der Holzweg, denn Politik ohne Populismus ist keine, und was explodiert, sind Selbstschussanlagen von Parteien an den Mauern des Kommunismus zur Demokratie. Wie zum Beispiel hier: "CDU-Spitze will keinen neuen Richtungsstreit - Die Reaktionen der CDU-Führung auf die parteiinterne Initiative 'Compass Mitte' schwanken zwischen Ignorieren und einer klaren Abfuhr. Die neue Gruppe fordert eine Rückkehr zum Merkel-Kurs", weshalb offenbar ein Gastschreiber gleich an der Leidplanke alarmt: "Die CDU braucht keinen Linksruck ". Noch linker und linkischer geht es wirklich nicht, wenn Stumpfe für spitz gehalten werden. "Ein schrecklicher Verdacht geht um in der CDU: Hat sich die Partei in den langen Merkel-Jahren womöglich nicht nur inhaltlich an die SPD angenähert, sondern auch stilistisch? Früher hat die inhaltlich flexible und machtpolitisch disziplinierte CDU, der 'Kanzlerwahlverein', nicht verstanden, warum die SPD in Momenten der Krise lieber an den Stühlen ihres Spitzenpersonals sägte, als ihm den Rücken zu stärken". Die Mumien stehen auf: "Kassen befürchten höhere Beiträge", "Fahren mit dem ÖPNV verteuert sich", "Friseurbesuche werden deutlich teurer".  Was einmal groß war, landet irgendwann im Museum: "In Gizeh nahe der Pyramiden ist das Große Ägyptische Museum mit Feuerwerk und Lightshow eröffnet

worden. Von kolossalen Pharaonen-Statuen bis hin zu Alltagsgegenständen aus dem alten Ägypten will das Museum eine Reise durch 7000 Jahre Geschichte bieten". Halloween geht immer, nicht nur tropfenweise: "K.-o.-Tropfen bei Halloween-Party: Polizei ermittelt". Bevor "Meine Heimat" hinterher winkt - "Rübengeister- Schnitzen in Esslingen - Albverein Esslingen pflegt alte Tradition", scheint Botin unterm Dreifaltigkeitsberg älter geworden zu sein und leitet einen Frauenmontag ausgerechnet am "Welttag des Mannes" ein: "Tempo 30 hat auch Auswirkung auf die Sicherheit - Es geht tatsächlich ruhiger mit Tempo 30 zu. Man kommt ohne Lebensgefahr auch zu Fuß über die Straße und Linksabbiegen ist außerhalb der Rush-Hour auch möglich. Ganz laut sagen trotz es angeblichen "Lärmschutzes" muss sie aber: "Die Anzahl der Verkehrsunfälle ist zwar eher gestiegen - .. Auch die Unfälle mit Personenschäden ist in den drei Jahren von 2022 bis jetzt gegenüber dem Zeitraum 2020 bis Ende 2022, also vor Einführung von Tempo 30 in der Hauptstraße, nicht gesunken". Schmarren. Was wollte sie eigentlich sagen? Sonst wäre da noch die Kritik des Wissenschaftsdienstes des Bundestags an Tempo 30 gewesen, das der Spaichinger Bürgermeister selbstherrlich gegen einen Gemeinderatsbeschluss eingeführt hat. Nichts Neues unter der Sonnenblume. Wie's der heimischen Wirtschaft geht im Krisenland? Wohl keine Frage wert. "Neue Sprecherin setzt auf Zusammenhalt - Martina Schneider übernimmt eine Schlüsselrolle im Regionalverbund Schwarzwald-Baar-Heuberg", "Immendingen ebnet Weg für Zolltrainingszentrum", "Junger Brauer wird Kammersieger",  "Lokale Musiklegende Madhouze wird 35", wenn Frauen schreiben - "'Mein erster Roman, das ist beglückend' - Anette Selg hat ihren ersten Roman veröffentlicht. Sie ist in Tuttlingen geboren und aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin" - "Großaktion im 'Little Rock' - Jede Menge neue Klettergriffe: Die Kletterhalle 'Little Rock' des DAV Tuttlingen wird ordentlich aufgemotzt. Am 8. November gibt es zudem einen Tag der offenen Tür mit Schnupperklettern", "Es gilt als 'Olympiade der Mundharmonikaspieler': Hunderte Musiker aus 26 Ländern kamen zur zehnten Auflage des 'World Harmonica Festivals' in die Stadt". Bläsle machen auch Wind, wenn sich sonst nichts dreht. Landunter am Bodensee, keine Reiter mehr in Sicht? "Nackenschlag für die Messe Friedrichshafen - Für die Messemacher vom Bodensee kam die Nachricht völlig überraschend: Zwei der einflussreichsten Verbände der hiesigen Fahrradindustrie kehren der Eurobike den Rücken".  Alles fließt hat der  griechische Philosoph Heraklit von Ephesos gesagt und Vorwitz KI wiederholt: "Panta rhei“. Alles in der Welt sei  ständigem Wandel und ständiger Veränderung unterworfen ist und nichts jemals stabil oder beständig. "Eine bekannte Illustration dazu ist: 'Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen', da sowohl das Wasser als auch man selbst sich verändert habe". Da kannte er den Habeck  noch nicht.  "Bald soll der Strom durch diese Trassen fließen - 16 Jahre nach Planungsbeginn sind nun alle großen Nord-Süd-Stromtrassen komplett genehmigt – und bald hoffentlich auch in Betrieb". Woher dann den Strom nehmen? Die Seite für die Aufrüstung: "Wenn der Soldat wieder Nachbar wird - Aus der Traum. Bundeswehrliegenschaften sollen bis auf Weiteres beim Militär bleiben. Dies sieht der nun verhängte Umwandlungsstopp vor. Warum nun verschiedene Kommunen am Verzagen sind - andere dagegen aber nicht". Welche Nachbarn werden wohl kommen?

Zwischenbericht
Suche nach Atommüll-Endlager: RLP aus dem Rennen, BW weiter dabei
Wo entsteht in Deutschland ein Atommüll-Endlager? Die Antwort darauf ist zwar nach wie vor völlig unklar. Eines aber steht nun fest: In Rheinland-Pfalz wird es definitiv nicht sein...Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat am Montag darüber informiert, wie der Zwischenstand bei der Suche nach einem Standort für ein Atommüll-Endlager ist...Die BGE hat eine interaktive Karte zum Stand der Gebietsprüfungen veröffentlicht. In der aktualisierten Karte der BGE werden diese Regionen türkis dargestellt. Es handelt sich um Teile des Schwarzwalds, eine Region östlich von Heidelberg sowie einen schmalen Streifen von Riedlingen im Landkreis Biberach bis ins bayerische Günzburg..Eine Vorentscheidung darüber, wo eines Tages der deutsche Atommüll hinkommt, bedeutet das allerdings längst noch nicht. .Insgesamt kommen derzeit noch 25 Prozent der Fläche Deutschlands in Frage.
(swr.de.  Keine Bombennachricht. Bis zum nächsten Mal, wenn es Deutschland nicht mehr gibt.)

Tablets lösen Brand in Abtsgmünder Schule aus
Großer Schreck gestern Vormittag in der Friedrich-von-Keller-Schule in Abtsgmünd (Ostalbkreis): Die Rauchmelder schlugen Alarm wegen starker Rauchentwicklung, ausgehend von brennenden Tablets. Möglicherweise hatten sie während der gesamten Herbstferien am Strom gehangen. .
(swr.de. Verbildet?)

TV-Kolumne "Caren Miosga"
Kandidat aus der falschen Partei? Grüner Özdemir gibt zu: „Das höre ich öfter“
Ex-Bundesminister Cem Özdemir will Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden. Das Problem: Er ist Mitglied der Grünen und die haben aktuell viel Gegenwind. Die Lösung: Anti-Greenwashing bei Caren Miosga..
(focus.de. Kindergärtner und Bildungsminister, da bleibt nicht mehr viel übrig außer Unterhaltungssendung.)

"Energiesparkommissar" Carsten Herbert
Interview mit Energieberater: "Der Umstieg auf Wärmepumpen wird nicht über Nacht passieren"
(swr.de. Tagebauer?)

Grüne Wärme, rote Zahlen
Tübinger ärgern sich über Anschlusszwang an kalte Nahwärme
(swr.de. Auf die Palme?)

Einstieg in den Medikamentenversand
Rezeptfreie Arzneimittel in Drogeriemärkten: Ist das das Ende für Apotheken?
(swr.de. Mal den Schamanen fragen.)

Vom "Sorgenkind" zum starken Jungtier
Geburtstagskind auf vier Tatzen: Eisbär Mika aus dem Zoo Karlsruhe ist jetzt eins
Der Karlsruher Zoo hat am Sonntag den ersten Geburtstag von Eisbär Mika gefeiert. Zu diesem Anlass gab es sogar eine kleine Überraschung im Zoogehege..feierte Mika seinen ersten Geburtstag mit vielen Gästen, einem Ständchen und einer Eisbären-Geburtstagstorte aus geschmacksneutraler Gelatine mit Rinderfett, Hühnchen, Fisch und Gemüse..
(swr.de. Der Winter kommt bestimmt.)

Stimmabgabe per Brief
Landtagswahl 2026 in BW: Wie funktioniert die Briefwahl?
(swr.de. THE LÄND ein Notfall?)

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NACHLESE
Der Wähler in unserem Land
Deutschlands Untergang als demokratisches Gemeinschaftsprojekt
Der deutsche Wähler hält sich für aufgeklärt, moralisch und weltoffen und hat dabei übersehen, wie er das Fundament seines eigenen Wohlstands zerstört. Zwischen falscher Moral, Parteigehorsam und politischer Selbsttäuschung verliert Deutschland alles, was es einst stark machte.
Von Uwe Boll
(Tichys Einblick. Keine Wahl. Sie haben es selber gemacht, und die Welt freut sich. Endlich Platz für Vernunft in der Mitte Europas.)
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Der heilige Johann unserer Syrer
Von WOLFGANG HÜBNER
Was, um Himmels Willen, macht unsere Berliner Regierung mit Hundertausenden
meist männlichen Syrern, die hierzulande als Flüchtlinge den islamistischen Umsturz begeistert begrüßt haben, aber nicht die geringste Lust verspüren, sich an der Mühsal des Wiederaufbaus in ihrer Heimat tatkräftig zu beteiligen? Diese Menschen mit Druck und notfalls auch etwas Gewalt zur Remigration bewegen? Aber nein, das wären ja AfD-Methoden, die nur unschöne Bilder zur Folge haben könnten. Warum dieses Risiko eingehen, wenn es doch eine geniale Idee gibt, wie man den deutschen Steuerzahlern plausibel machen kann, unseren syrischen Gästen auch weiterhin den Aufenthalt zwischen Konstanz und Flensburg großzügig zu spendieren? Der Lügenkanzler hat schließlich nicht ohne Grund darauf bestanden, ein viel zu lange verkanntes CDU-Knautschgesicht aus den hinteren Bänken des Bundestages als würdigen Nachfolger von Annalena Baerbock zum Außenminister zu ernennen. Eine rundum kluge Entscheidung von Friedrich Merz, denn Parteifreund Johann Wadephul hat in seiner noch kurzen Amtszeit alle Erwartungen übertroffen: Russland in ewiger Feindschaft verbunden, in China von Kommunisten unerwünscht, in Ankara gefeiert als Entdecker der türkischen Herkunft des einstigen deutschen Wirtschaftswunders – dieser unscheinbare Mann zeigt es allen! Nun ist er nach Syrien gereist, um sich selbst von den Zuständen dort ein Bild zu verschaffen. Da Johann zwar nicht die hellste Kerze, doch Mitglied einer christlichen Partei ist, konnte er auftragsgemäß Chef Merz melden: Das Problem mit unseren unwilligen Syrern ist gelöst! Denn wir können diesen armen Menschen doch nicht zumuten, in ein so zerstörtes Land heimzukehren! Große Erleichterung auch beim Koalitionspartner SPD. Der kann sich nämlich über weiterhin gesicherte Bürgergeldberechtigte freuen. Und für Caritas und Diakonie steht fest: Dieser Außenminister ist der heilige Johann unserer syrischen Kunden!
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Man muss viel lernen, um zu erkennen, dass man wenig weiß.
(Michel de Montaigne)
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Der Arzt als Gesundheitsgefahr?
Das Niveau der ärztlichen Ausbildung erodiert
Von Gastautor Lothar Krimmel
Die ärztliche Ausbildung in Deutschland ist von hoher Qualität – noch. Eine veraltete Ausbildungsordnung, sinkende Anforderungen und der Versuch, ausländische Ärzte ins deutsche System zu integrieren, gefährden das Niveau der in Deutschland praktizierenden Ärzte...
(Tichys Einblick. Die Erfahrung in Praxen und Krankenhäusern zeigt, Geld ist noch kein guter Doktor.)

Kein Wohlstand für Alle
Warum das Klingbeil-Merz-Wirtschaftsmodell scheitert
Von Roland Tichy
Deutschland steht vor einem unfassbaren wirtschaftlichen Desaster. Kann man mit monströsen Schulden die deutsche Wirtschaft wieder aus dem Sumpf ziehen? Oder rettet uns am Ende doch nur wieder Krieg? Die gefährliche Wette von Klingbeil/Merz gegen die Marktwirtschaft..
(Tichys Einblick. Was verstehen die angesichts ihrer Vorbildung von Wirtschaft?)

Anschlag auf Bernd Baumann
Krieg der Antifa gegen AfD: fünf abgebrannte Autos in einem Jahr
Die Gefahr kommt von Links: Die Antifa befindet sich in einem regelrechten Krieg mit Andersdenkenden. Allein auf den AfD-Abgeordneten Bernd Baumann gab es mehrere Anschläge - fünf Autos sind innerhalb eines Jahres abgebrannt.
VON Redaktion
(Tichys Einblick. Bürgerkrieg ist, schon lange beschrieben. Gegen Deutschland. Der Feind ist links.)

Interview der Woche
Plagiatsjäger Weber: „Erschreckendes Spiegelbild der Gesellschaft“
Er gilt als der bekannteste „Plagiatsjäger“ im deutschsprachigen Raum. Der österreichische Kommunikationstheoretiker Stefan Weber hat auch hierzulande namhafte Fälle aufgedeckt. Nun ist er in der Affäre Weimer selbst zum Opfer geworden..
(Junge Freiheit. BRD ein DDR-Plagiat.)

Der Hochofen ist aus –
wie die deutsche Stahlindustrie vernichtet wird
Von Alexander Horn •
Wegen immer teurerer erneuerbarer Energie hat die deutsche Stahlindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren. Als Gegengift wird die Wirtschaft nun zombifiziert – mit Subventionen und Protektionismus..
(achgut.com. DDR - die Wiederholung.=

TTPA-Verordnung
Frontalangriff auf die Pressevielfalt
Mit einer neuen Verordnung will die EU politische Werbung einschränken. Es ist eine echte Bedrohung für Verlage jenseits der großen Pressekonzerne – und damit für den Pluralismus. Ein Kommentar von Joachim Steinhöfel. .
(Junge Freiheit. Vielgefaltet ist nur das Papier.)
TTPA
Wenn Kampf gegen politische Werbung nach hinten losgeht
Sie soll Transparenz schaffen, stattdessen ruft sie Verwirrung hervor. Die TTPA-Verordnung, mit der die EU der politischen Werbung einen Riegel vorschieben will, birgt nicht nur für Presseorgane Risiken..
(Junge Freiheit. Was erlauben EUdSSR?)

„Demokratie leben!“-Reportage
Wie das Kirchenasyl vom NGO-Komplex mißbraucht wird
Das Kirchenasyl war früher eine inoffizielle Abmachung zwischen Staat und Kirche – für Ausnahmefälle. Heute ist es durch linke Vereine zum organisierten Rechtsbruch verkommen. Die JUNGE FREIHEIT hat genauer hingesehen. .
(Junge Freiheit. Wer dauernd das Grundgesetz bricht, kotzt auf die Demokratie und den Rechtsstaat.)

Kanzler-Plauderrunde mit der Stahlbranche
Friedrich Merz im Rausch der Gipfel
Von Thomas Kolbe
Der Termin für den nächsten Wirtschaftsgipfel steht fest. Am 6. November treffen sich Vertreter der Stahlbranche mit dem Bundeskanzler und der Wirtschaftsministerin im Kanzleramt. Der nächste Medienakt im Abstiegsdrama der deutschen Wirtschaft..
(Tichys Einblick. Wann merkt er, dass seine Berge Malwurfshaufen sind?)

Wettbewerbsfähigkeit
Bundesbank-Chef fordert längeres Arbeiten – „Wir müssen uns ehrlich machen“
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel fordert eine längere Lebensarbeitszeit. „Wir müssen uns ehrlich machen. Wir sind eine alternde Gesellschaft. Wir müssen länger arbeiten, um uns den Wohlstand zu erhalten, den die Generationen nach dem Krieg aufgebaut haben“, sagte Nagel laut einem Table.Briefings-Bericht. „Man muss den Menschen zutrauen, zu verstehen, wo die Herausforderungen liegen.“ Wenn zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit nicht auch unangenehme Fragen beantwortet würden, würden Deutschland und Europa zurückfallen..
(welt.de. Uf em Bänkle.)

Bürgermeisterwahl in New York
Soros-Netzwerk schleuste 40 Millionen Dollar in Mamdanis politischen Aufstieg
New York steht kurz davor, einen erklärten und extremen Sozialisten ins Rathaus zu wählen. Doch kurz vor dem Urnengang scheint Zohran Mamdanis Höhenflug beendet. Neue Enthüllungen über dubiose NGO-Netzwerke und Soros-Nähe lassen die „Graswurzel-Legende“ des Favoriten wanken.
VON Thomas Kolbe
(Tichys Einblick. Was ist in Deutschland nicht NGO, etwa die "cdu"?)

Wehrdienst
„Entscheidend ist, dass der gesamte Jahrgang gemustert wird“, fordert der Generalinspekteur
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, hält eine Musterung aller jungen Männer für nötig, damit im Verteidigungsfall keine Zeit verloren geht. „Aus militärischer Sicht ist es entscheidend, dass jeweils der gesamte Jahrgang gemustert wird. Nur so wissen wir, wer zur Verfügung steht und auf wen wir im Verteidigungsfall, den wir verhindern wollen, zugreifen könnten“, sagte Breuer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will eine flächendeckende Musterung aller jungen Männer..
(welt.de. Was ist mit seinem? Und dann der nächste, ob da einer übrigbleibt.)

Auch nach diesem Biedermaier die Freiheit
Grünen und Schwarzen sterben Stammwähler weg – seit der Coronapolitik kein Wirtschaftswachstum mehr
Milliarden Monsterschulden, begründet mit der maroden zivilen wie militärischen Infrastruktur, versickern im Löchderstopfen der maroden Renten-Sozial-Gesundheits-Kassen. Politisch ist in diesem November Vormärz.
VON Fritz Goergen
(Tichys Einblick. Nun landen Grüne auch in anderen Urnen,)

Kontinuität im Außenministerium
Johann Wadephul und der geglückte Versuch, Annalena Baerbock zu klonen
Wadephul sichert sich Jubel von links, als er sagt, Syrern könne man nicht zumuten, in ihr Land zurückzukehren. Auch sonst stolpert der CDU-Mann durch die Außenpolitik, konterkariert seinen Kanzler und erweist sich als Baerbock-Klon. Eine Analyse.
(Junge Freiheit. Stunde der Komödianten.)

Migrant zur Krise der Republik
Warum ein indischer Astrophysiker Deutschland dwn Niedergang attestiert
(welt.de. Inder statt Kinder.)

Streit um eine Buchmesse
Von indubio •
Die Büchermesse "Seitenwechsel" hat schon im Vorfeld für allerlei Aufregung gesorgt. Die Tatsache, dass die bislang Ausgegrenzten einfach ihr eigenes Ding machen, versetzt die kulturellen Schleusenwärter in helle Panik. Darüber spricht Veranstalterin Susanne Dagen mit Achgut-Redakteur Peter Grimm..
(achgut.com. Gute Bücher liest man nicht.)

 

Freunde des Klimaschwindels

Von DR. HANS HOFMANN-REINECKE

Vom 10. bis 21. November findet in Belém, Brasilien, die COP30-Klimakonferenz statt. 50.000 „Freunde des Klimas“ werden erwartet. Warum tun die sich das an? Dort herrschen 30 Grad Hitze, 80 Prozent Luftfeuchtigkeit und tägliche Tropenschauer.

Vielleicht hilft ein Blick nach Hollywood: In „Some Like It Hot“ treffen sich die „Friends of Italian Opera“ – angeblich, um Verdi und Puccini zu zelebrieren; tatsächlich aber geht es um Whisky und Geschäfte anderer Art. Und auch bei den „Friends of the Climate“ sorgt man sich wohl nicht nur um CO2 und Global Warming.

Kommen in Belén tatsächlich 50.000 Wissenschaftler zusammen, um ihre neuesten Klimadaten zu vergleichen oder die tropischen Temperaturen vor Ort zu messen? Oder gibt es da noch etwas anderes zu holen? Laut dem „Institute for Climate Economics“ wurden 2024 durch Emissionshandel und CO2-Steuern weltweit rund 100 Milliarden Dollar eingenommen. Das EU-Emissionshandelssystem trug dazu 41 Prozent bei, Deutschlands nationales EHS weitere 14 Prozent und Kanada neun Prozent. Diese Summe liegt in Belém sicherlich nicht vollständig auf dem Tisch, aber doch genug davon, dass sich die Reise für jeden lohnt.

Das CO2 zeigt sich unbeeindruckt
Der globale CO2-Ausstoß jedenfalls zeigt sich von den bislang 29 Conferences of Parties (COP) unbeeindruckt. Seit der ersten Klimakonferenz 1995 ist er von jährlich 21 Milliarden Tonnen auf heute 41 angewachsen. Aber sollte nicht genau das verhindert werden?

Wo steht eigentlich dieses Thermometer, das die „mittlere Erdtemperatur“ misst? Gegenfrage: Wie hoch ist die mittlere Temperatur in Ihrem Haus? Sie könnten im Wohnzimmer, in der Küche und im Bad Thermometer aufhängen und daraus einen Durchschnitt berechnen. Warum nicht auch im Büro oder im Treppenhaus? Schon hier zeigt sich: Ein Mittelwert ist immer ein Stück weit willkürlich.

Bei unserem Planeten wird es noch viel komplizierter: Zwei Drittel der Erde bestehen aus Ozeanen, dazu kommen Gebirge, Arktis und Antarktis. Außerdem sinkt die Temperatur mit der Höhe – im Schnitt um 6,5 °C pro 1000 Meter. Steht also eine Wetterstation im Gebirge, muss ihr Wert korrigiert werden. Und das ist nur einer von vielen Einflüssen auf die Berechnung der globalen Temperatur. In die Computer fließen unzählige Messdaten ein, die – je nach Herkunft, ob vom Meer, vom Satelliten oder aus dem Hochland – unterschiedlich angepasst und kalibriert werden müssen. Und in der Sahara sind Thermometer seltener als in Bayern, auch das muss mathematisch berücksichtigt werden.

Das Endergebnis solch einer Rechnung, die sogenannte „mittlere Erdtemperatur“, wird also aus unendlich vielen Messwerten und einer Vielzahl menschlicher Vermutungen und Korrekturen zusammengekocht. Da mag dann zwar eine exakt definierte Zahl herauskommen, doch die hat keine physikalische Bedeutung. Die mittlere Erdtemperatur gibt es nicht, sie ist eine Fiktion der Pseudogelehrten.

Der Monat Oktober
Aber warum eigentlich gleich die Temperatur der ganzen Welt messen? Wenn die Erde Fieber hat, müsste sich das doch überall zeigen. Warum also nicht einfach an einem Ort nachsehen, wo seit Jahrzehnten gewissenhafte Meteorologen täglich ihre Messungen vornehmen, etwa an einem Flughafen? Solche Daten gibt es reichlich, frei zugänglich im Netz. Ich habe mir den Flughafen von Kapstadt ausgesucht, gleich bei mir um die Ecke.

Meteorologen nehmen für langfristige Beobachtungen bevorzugt den Oktober. Man mittelt die Temperatur über alle 24 Stunden und alle 31 Tage des Monats und erhält so einen einzigen Wert pro Jahr. Nach viel Arbeit ergibt sich schließlich eine Graphik. Der Oktober 2005 zum Beispiel brachte eine mittlere Temperatur von knapp 16 Grad. Die Extreme, durch die obere und untere Kurve dargestellt, lassen wir beiseite. Uns interessiert nur die Durchschnittstemperatur. Und diese zeigt tatsächlich einen minimalen Trend. Von 1996 bis 2023 hat die mittlere Oktobertemperatur am Flughafen von Kapstadt von 16,5 auf 17,3 Grad zugenommen. Das sind 0,81 Grad in 27 Jahren – drei Hundertstel pro Jahr.

Doch während die Temperatur langsam zunahm, nahm in Kapstadt noch etwas anderes zu, und zwar wesentlich schneller: die Zahl der Autos. Im selben Zeitraum stieg sie von rund 640.000 auf über 1,5 Millionen. All diese Fahrzeuge stehen nicht nur in den Registern, sie fahren, heizen, verbrennen. Auch die Zahl der Häuser nahm zu – und mit ihr die Öfen, Herde und Klimaanlagen. All der dort verbrauchte Strom und die Kohle verwandeln sich letztlich in Wärme, welche die Umgebung natürlich erwärmt. Die Klimatologen sprechen hier vom „Urban Heat Effect (UHE)“.

Ich will nicht behaupten, dass der UHE die einzige Ursache für den oben erwähnten minimalen Temperaturanstieg in Kapstadt ist, aber irgendeinen Beitrag werden die zusätzlichen Autos und Kochherde schon geleistet haben.

Ich habe auch die Daten für einen Flughafen auf der Nordhalbkugel, nämlich Basel, nach derselben Methode analysiert wie Kapstadt: Hier ergeben sich über die vergangenen 25 Jahre 0,028°C Erwärmung pro Jahr, also 0,7°C insgesamt.

Bismarck in North Dakota
Wie sieht es in Amerika aus? Ein Kollege schickte mir die Temperaturdaten, die in der „Dale Enterprise Station“ in Virginia über 50 Jahre gemessen wurden. Die Anlage liegt fernab von städtischer Umgebung oder größerer Flughäfen, nur Fuchs und Hase sagen sich dort gute Nacht.

Was hat man dort gemessen? Sage und schreibe -0,0018°F = -0,0010°C Abkühlung pro Jahr, mit anderen Worten, in freier Natur bleibt die Temperatur gleich. Ich habe dann die künstliche Intelligenz nach anderen Orten ohne langfristigen Temperaturanstieg suchen lassen, und ein Kandidat war die Stadt Bismarck in North Carolina. Die Antwort auf meine Frage nach Bismarcks landschaftlicher Umgebung hier im Originalton:
Die Stadt ist von Prärien, Ackerland und kleinen Städten umgeben. Außerhalb der Stadtgrenzen öffnet sich innerhalb weniger Minuten die offene Landschaft – Ranches, Getreidefelder und weite Horizonte. Die Bevölkerungsdichte ist gering und der Verkehr im Vergleich zu Großstädten minimal.

In Bismarck gibt es also keinen „Urban Heat Effect“ und er gibt auch kein „Global Warming“. Man hat sogar eine leichte Abkühlung gemessen.

Es gibt also Orte auf diesem Planeten, weitgehend unbesiedelt, wo über die vergangenen 25 oder 50 Jahre die mittlere Temperatur nicht angestiegen ist. Sie wurden vom Global Warming verschont. In städtischen Gebieten dagegen beobachtet man Erwärmung von ein paar Hundertstel Grad Celsius pro Jahr. Diese vier Beispiele sind weit entfernt von einer statistisch relevanten Aussage, dass die ganze Erderwärmung nur ein Effekt des Energieausstoßes der fortschreitenden Zivilisation mit ihren Autos und Heizungen sei. Aber es ist ein Hinweis.

Aus wissenschaftlicher Perspektive wäre es von höchster Priorität, genau dieser Frage objektiv und professionell nachzugehen. Es könnte aber auch sein, dass unsere Freunde vom COP30 das gar nicht so genau wissen wollen. Denn wenn sich die gesamte Global Warming Wirtschaft mit ihrem CO2-Handel als Irrtum herausstellte, dann würden die Milliarden aus dem Emissionshandel versiegen, und zur nächsten COP würden dann statt 50.000 vielleicht nur noch 50 Teilnehmer kommen.

In Lateinamerika kursiert eine Scherzfrage: Wovon lebt der Dumme? – Von der Arbeit. Und wovon lebt der Schlaue? Vom Dummen. Vielleicht könnte das auch das inoffizielle Motto der Klimakonferenz von Belém in Brasilien sein, wo sich demnächst 50.000 Schlaue treffen, um unter sich aufzuteilen, was den Millionen dummer Steuerzahlern abgenommen wurde.

Der Bestseller des Autors „Grün und Dumm“, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.
(pi-news.net)

Das Goldene Zeitalter Spaniens war auch voller Schrecken
Von Vera Lengsfeld
Unsere zweite Station, Sevilla, ist die Hauptstadt Andalusiens und für zweierlei berühmt: Hier steht die ehemalige Königliche Zigarettenfabrik, in der die von Georges Bizet weltberühmt gemachte Carmen gearbeitet hat. Heute ist das weitläufige Gebäude die Universität. Hier wurde angeblich der Flamenco im Stadtteil Triana von einem Tanzlehrer erfunden. Sevillas Altstadt, heute umgeben von einem Auto-Stadtring, ist die größte Spaniens und neben Venedig sowie der Altstadt von Genua eine der größten Altstädte Europas.

Ein Teil der Stadtmauer steht noch.

Wir beginnen unsere Tour im Park, den die Ibero-Amerikanische Ausstellung von 1929 der Stadt hinterließ, mit dem im neu gestalteten Park Maria Luisa gelegenen Spanischen Platz. Was damals eine Investition war, um der weltweiten Wirtschaftskrise etwas entgegenzusetzen, ist heute ein Treffpunkt für Familien, die das märchenhafte Ambiente genießen. Hier präsentiert sich Spanien, wie es sich selbst sah und auf Ausstrahlung hoffte. Ob diese Phantasiewelt tatsächlich wirtschaftliche Belebung brachte, erfahren wir nicht, sie bietet aber, was seit dem letzten Jahrhundert immer mehr zu verschwinden droht: Schönheit und die Leichtigkeit des Seins – wenigstens für ein paar Stunden.

Am nächsten Morgen bekommen wir es mit der Kehrseite des Massentourismus zu tun, von dem die Stadt lebt, für den sie aber nicht die passende Infrastruktur bereitzustellen gewillt ist. Unser Fahrer bekommt einen Strafzettel von der Polizei, als er gegenüber unserem Hotel hält, um uns abzuholen. Seine neue Anfahrt dauert über den Ring und durch den Stau mehr als 20 Minuten. Als wir an der Stelle abgesetzt werden, die der Kathedrale am nächsten liegt, müssen wir durch die engen Gässchen hetzen, ohne einen Blick auf die schönen Häuser werfen zu können, denn wir haben einen Time-Slot, um den Palast Alcázar und die Kathedrale besuchen zu können. Wir schaffen es und sind unbewusst schon auf die Mühen des Massentourismus eingestellt.

Der Eingang zum Alcázar ist verstopft. Die Gruppen müssen sich durch eine Sicherheitskontrolle quälen. Außer der Eintrittskarte muss man seinen Ausweis zeigen und die Taschen durchleuchten lassen. Das wiederholt sich an jedem Ort, den wir besuchen.

Der Alcázar ist ein Palast, der auf den Ruinen des alten römischen Palastes errichtet wurde. Er hat heute drei Teile: einen gotischen, einen maurischen und einen Renaissance-Flügel. Im Hauptraum des gotischen Teils wurden die Reisen von Kolumbus und anderer spanischer Weltumsegler besprochen. Spanien hat einen großen Teil seines Reichtums und seiner Bedeutung seinen Eroberern zu verdanken.

Am beeindruckendsten aber ist der maurische Teil, der von den Rekonquistadoren unter dem starken Einfluss maurischer Architektur und Kunst errichtet wurde. Die Mosaiken dieser Kulturverschmelzung sind atemberaubend. Die ganze Anlage ist ein Zeugnis der Verschmelzung maurischer und christlicher Kunst. Das gilt auch für die weitläufigen Gärten, auf die wir nur einen allzu kurzen Blick werfen konnten. Wer Sevilla besucht, sollte sich einen ganzen Tag Zeit für den Alcázar nehmen. Die Anlage blieb natürlich nicht von den Katastrophen der Geschichte verschont. Davon erfährt man im Tapesteriesaal, wo Wandteppiche ausgestellt sind, deren Originale zwischen 1548 und 1554 gefertigt wurden, unter anderem eine sehr interessante Karte, die Afrika und Südeuropa aus maurischer Sicht zeigt. Als Fernwirkung des Erdbebens von Lissabon 1755 wurde dieser Saal komplett zerstört. Philipp V. beauftragte seinen Wiederaufbau und die Wiederherstellung der Tapesterien.

Zu den eindrucksvollsten Wahrzeichen der Stadt gehört zweifellos die Giralda, ein Glockenturm, der aus einem Minarett umgebaut wurde. Die daneben stehende Kathedrale steht auf den Trümmern der ehemaligen Hauptmoschee. Vom Inneren der Kirche sieht man wenig, wegen der Menge, die sich durch den Raum wälzt. So kann man vor allem die monumentale Architektur auf sich wirken lassen. Wir haben aber Glück: Ein Gemälde von Goya, das die beiden Stadtheiligen Justa und Rufina zeigt, deren Fürbitten die Giralda bei drei großen Erdbeben vor dem Einsturz bewahrt haben sollen, hängt in einem ruhigeren Nebenraum, sodass wir es ungestört bewundern können.

Auf eines der vier Gräber von Kolumbus können wir dagegen nur einen Blick werfen, denn es ist dicht umlagert.
Draußen, auf dem Orangenhof, können wir endlich wieder durchatmen und Kraft für die Altstadt schöpfen, wo wir das köstliche südspanische Essen genießen konnten, das überall angeboten wird. Auf keinen Fall sollte man den andalusischen Sherry versäumen.

Was man auch nicht versäumen sollte, ist ein Besuch in der Stiftskirche des Göttlichen Erlösers mit ihrer Sammlung christlicher Kunst. Auch diese Kirche wurde auf den Grundmauern einer Moschee errichtet. Der „Schatz des Spanischen Barocks“ hat viel von dem Gold abbekommen, das die Eroberer in der Neuen Welt eingesammelt haben. In der Krypta befindet sich eine sehr interessante Ausstellung über die Geschichte. Hier kann man erfahren, dass die maurische Zeit nicht so war, wie sie heute dargestellt wird. Es gab drastische Unterdrückung der Juden und Christen, die eine Kopfsteuer zahlen mussten und keineswegs immer in Ruhe gelassen wurden.

Mitten in der Altstadt steht die überdimensionale Holzkonstruktion eines deutschen Architekten, die er für die Expo 1992 gebaut hat. Eine Scheußlichkeit, wie sie das 20. Jahrhundert massenhaft hervorgebracht hat. Viele Expo-Bauten sind inzwischen abgerissen worden. Dieses blieb stehen.

Wer Sevilla besucht, sollte das „Museum der Schönen Künste“ nicht verpassen. Eine Insel der Ruhe und Schönheit. Die Sammlung ist in einem alten christlichen Konvent untergebracht, mit schönen Räumen, Decken, Kreuzgängen und Innenhöfen, und zeigt die Kunst des Goldenen Zeitalters Spaniens, vor allem Bartolomé Esteban Murillo. Hier habe ich von diesem Künstler das Gemälde mit der schönsten Maria und dem hinreißendsten Jesus meines Lebens gesehen. Murillo, der etwa 15 Geschwister und selbst an die 10 Kinder hatte, verstand wirklich etwas von Babies. Allein dieses Gemälde ist es wert, nach Sevilla zu kommen. In einer Grünanlage vor dem Museum steht eine Statue von Murillo. Früher fanden hier die Autodafés statt – eine Erinnerung daran, dass das Goldene Zeitalter Spaniens auch voller Schrecken war.

(vera-lengsfeld.de)

 

Sophie Liebnitz: -
Halbmondsüchtig in Europa

Ich finde diesen Titel poetisch. Sophie Liebnitz hat das Wort aus der Literatur übernommen, der Untertitel führt genauer aus: Es geht um die "Xenomanie in Europa", also um Fremdenverrücktheit und Fernstenliebe.

Halbmondsüchtig: Liebnitz dröselt auf, wie die Europa (und vor allem uns Deutschen) eigene Weltoffenheit in eine krasse Selbstinfragestellung kippen konnte. Sie weist Ansätze davon im Mittelalter nach und kommt nach historischen Wegmarken in der Gegenwart an.

Auf dem SeitenWechsel wird Liebnitz im Gespräch mit Ellen Kositza ihr Buch vorstellen, und zwar am Sonntag, 9. 11., um 14 Uhr. Melden Sie sich zur Messe an, besuchen Sie diese Veranstaltung, Sophie Liebnitz wird signieren!

Wer nicht kommen kann oder gleich lesen will: Das Buch ist bereits lieferbar.
Sophie Liebnitz hatte recht, als sie gegen den Titel "Halbmondsüchtig" Einwände erhob: Er deckt den Inhalt ihres Buches nicht vollständig ab. Es geht in ihm bei weitem nicht nur um Orientbegeisterung. Aber bitte: Ist das nicht ein schönes Wort, halbmondsüchtig? Eben!

Zum ganzen Inhalt: Sophie Liebnitz, die bisher bei Antaios mit drei Essays zum Gedeihen der Reihe Kaplaken beitrug, beschäftigt sich mit der fatalen Weltoffenheit der Europäer. Diese Weltoffenheit ist eines der Kennzeichen unseres Erdteils: die überbordende Neugier, die Lust, das Neue zu entdecken, es kennenzulernen und aufzusaugen, es sich - so drückte es Goethe aus - "anzuverwandeln".

Aber die Kehrseite, die fatale Kehrseite: Aus der Fernstenbegeisterung und Fernstenliebe ist eine Selbstvergessenheit geworden, die längst in eine Selbstverachtung gekippt ist. Aus dem, was Europa einzigartig machte, ist die Gefährdung der Substanz geworden. Liebnitz untersucht das anhand literarischer, politischer und kulturhistorischer Beispiele und zeigt, wie früh der Keim für die Xenomanie, die wahnhafte, wahnwitzige Fixierung auf das bessere Fremde gelegt wurde. (Verlag Antaios)