Deutschlands Wahl zwischen Amis und Russen?
Von RAINER K. KÄMPF
Der Krieg als Politik mit anderen Mitteln erweist sich derzeit geopolitisch als Alternative. Während der vierjährige Ukrainekrieg nach Friedrich Merz nun schon über sechs Jahre tobt, schickt sich Donald Trump an, in Teheran Miniröcke wieder salonfähig zu machen.
Zeiten also, die so manche Gedanken auf wirklich Großes ausrichten. So verwundert es nicht, daß Deutschlands populärster Wahlkämpfer, Cem Özdemir (Grüne), über seinen Sprengel hinaus phantasiert: Deutschland ist in Gefahr! Ach was?
AfD will Fremdherrschaft unter Puntin oder Trump
Ja, nein, wirklich. Die AfD natürlich und die erweiterte rechte Szene wollen die Republik zerstören und unter Fremdherrschaft stellen. Meine Güte, Cem! Mit dem Cannabisgesetz kann das nichts zu tun haben, die stofflichen Auswirkungen sind nicht so immens, und die Zeiten, als deutsche Politiker Pervitin einwarfen, sollten doch vorbei sein. Dachten wir.
Schauen wir uns das mal an. Was die Zerstörungsabsichten anbetrifft, müßte man der AfD den berechtigten Vorwurf machen, daß sie erst jetzt aus dem Knick käme. Das Copyright in dieser Chose haben die Systemparteien, die mit ihrer einmaligen Kompetenz schon jetzt exzellente Ergebnisse vorzuweisen haben.
Özdemirs Truppenteile
Die AfD will bestimmt nicht vom Leben bestraft werden, indem sie Lichtjahre zu spät kommt. Bleibt der im Raum stehende Vorwurf, einer Fremdherrschaft Tür und Tor öffnen zu wollen. Tatsächlich knirscht es auch in dem Bereich.
Özdemirs Truppenteile, die nebst Verbündeten schon seit vielen Jahren in Heeresverbandstärke bei uns einrücken, haben in dieser Hinsicht einen nicht unwesentlichen strategischen Vorsprung zu verzeichnen. Es wäre eine logistische Herausforderung, da gleichziehen zu wollen.
Trump hat noch Selenskij am Hacken
Wie Özdemir der AfD unterstellt, hätte dann Deutschland die Wahl zwischen Amis und Russen. Zwischen Trump und Putin, wie der Geostratege das personifiziert. Und genau da beginnt die Problematik offensichtlich zu werden.
Die Amis kämen in Vorhand, weil sie schon partikuläre Einheiten stationiert haben. Ob es Washington gerade opportun wäre, Persien schmählich zu vernachlässigen, steht auf einem anderen Blatt. Außerdem hat Trump noch Selenskij am Hacken, der sich lästig erweist wie eine Tretmine vom Hund. Gesetzt jedoch den Fall, man könnte Trump überreden, Özdemir nicht als Lügner dastehen zu lassen, lauerte immer die Gefahr, daß im Weißen Haus ein Wechsel erfolgt. Die Amis haben es so an sich, daß dann halt andere Amis kommen würden. Ein eklatanter Unsicherheitsfaktor hinsichtlich zukünftiger deutscher Politik.
Kapitulation vor mohammedanischer Heeresgruppe West
Ganz anders sähe das bei den Russen aus. Wer da auch immer im Kreml residieren wird. Die Schwierigkeit hier dürfte darin liegen, Kolja zu motivieren. Der ist in dieser Hinsicht etwas phlegmatisch und kommt nicht so gern nach Westeuropa. Nun, es sei denn, er wird ausdrücklich dazu aufgefordert. So wie 1812 und 1945. Gott sei Dank hat die AfD solch zugkräftige Argumente nicht auf Lager. Und ob die rudimentären Fragmente von Sympathie für Deutschland noch ausreichen würden, selbst den Blauen einen Gefallen zu tun, darf an dieser Stelle stark bezweifelt werden.
Nach Stand der Dinge bliebe zu guter Letzt doch nur die Kapitulation vor der mohammedanischen Heeresgruppe West, die dann ihre taktischen Brückenköpfe, auch in Stuttgart, zum großen Sprung mobil machen müßte.
(pi-news.net)
