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Ein afrikanisches Geschäftsmodell

Von Gastautor Hans-Hofmann Reinecke

Im vergangenen September durfte ein gewisser Maxwell Chikumbutso in der „Tagesschau“ seine Erfindung vorstellen: Einen Fernseher, der Strom erzeugt statt zu verbrauchen. Der Mann aus Zimbabwe hat demonstriert, wie leicht eine Organisation wie die ARD, mit einem Jahresbudget von 6 Milliarden Euro und 23.000 Mitarbeitern, mit einem dreisten Bluff aufs Kreuz gelegt werden kann. Man muss nur die richtigen grünen Schlagworte von sich geben, dann öffnen sich Pforten und Portemonnaies: Afrika, Armut, Kolonialismus, Klima, Gerechtigkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit.

Nun hat ein anderer Afrikaner, Jeremiah Thoronka, dieses Geschäftsmodell perfektioniert. Er kommt aus dem Land Sierra Leone, wo Unterentwicklung noch dramatischer ist als im Rest des Kontinents. Der Mann hat ebenfalls eine magische Energiequelle erfunden, mit der er seine geschundene Heimat aus der Misere befreien will. Seine internationale Karriere, mit Audienz beim Papst und Aufwartungen bei den üblichen grün-woken NGOs, hat Alexander Wendt bei Tichys Einblick sehr eindrucksvoll beschrieben.

Strom aus der Fußgängerzone
Die Erfindung beruht darauf, dass man aus gewissen Kristallen quasi durch mechanischen Druck Elektrizität herauspressen kann. Dieser so genannte Piezo-elektrische Effekt ist seit mehr als hundert Jahren bekannt und ist in Mikrophonen zu finden, wo Schalldruck in elektrische Spannung verwandelt wird, aber auch in Feuerzeugen, in denen besagter Kristall durch einen brutalen Schlag ermuntert wird, einen elektrischen Funken von sich zu geben. Ein Einsatz zur praktischen Stromversorgung wäre etwas Neues.

Jeremiahs Maschine überträgt den Druck, den Fußgänger auf den Boden ausüben auf Piezo-Kristalle und soll so genug Elektrizität für 1500 Bürger Sierra Leones erzeugen, sowie für eine ganze Schule. Soweit seine Behauptung, die allerdings weder durch wissenschaftliche Veröffentlichung noch technische Zeichnung belegt wird.

Unabhängige Experten haben sich sehr skeptisch dazu geäußert.

Zu viele Fußgänger
Ich möchte jetzt gemeinsam mit Ihnen zeigen, dass die Sache total unmöglich ist. Das geht ohne Expertenwissen in Sachen Piezo, wir müssen nur wissen, dass man keine Energie aus dem Nichts zaubern kann – das verlangt der erste Hauptsatz der Thermodynmik.

Dazu folgende Feststellungen:
Die Piezo-Kristalle erzeugen keine Energie, sie wandeln mechanische Energie in elektrische um. Auch Windmühlen erzeugen ja keine Energie, sie wandeln Wind in Strom um.
Bei so einer Umwandlung wird maximal so viel, aber meist weniger Energie abgegeben als eingespeist wird. Nehmen wir in unserem Fall, ganz willkürlich, einen Wirkungsgrad von 20% an.
Wieviel Energie wird nun eingespeist? Das ist die Trittenergie eines Fußgängers. Der bringt bei einer durchschnittlichen Masse von 60 kg eine Kraft von 588 Newton auf den Boden. Wenn er beim Gehen nun so eine Trittplatte an der besagten Vorrichtung um zwei Zentimeter nach unten drückt, dann hat er 588 N × 0,02 m ≈ 12 Joule mechanischer Energie eingespeist.
Wenn er 2 ½ Schritte pro Sekunde macht, dann gibt er 2,5 × 12 Joule/sec = 30 Watt mechanische Leistung ab.
Bei 20% Wirkungsgrad ergibt das 6 Watt elektrisch, die beim Verbraucher letztlich ankommen.
Bei durchschnittlichem Bedarf von 100 Watt pro Verbraucher müssen also 100 / 6 ≈ 17 Fußgänger unterwegs ein, um ihn zu versorgen. Bei den versprochenen 1500 Verbrauchern wären das 25.000 Fußgänger, ganz zu schweigen von der Schule.

Mit anderen Worten: das Ganze ist allein aus diesem Gesichtspunkt schon völlig unmöglich, es ist totaler Betrug.

Ideologie schlägt Logik
Gibt es denn bei der Chegg Corporation, die unserem Jeremiah den „Global Student Prize“ von 100.000 Dollar verliehen hat niemanden, der unsere einfache Rechnung nachvollziehen könnte? Und wie ist es bei den anderen Organisationen mit wohlklingenden Namen und mit viel Geld?

Sie sind Teil einer gewaltigen globalen Bewegung, für deren Zweck unser Jeremiah eben dienlich ist. Diese Bewegung interessiert sich nicht für Mathematik oder Technik, wenn eine Sache so perfekt in ihr Weltbild passt wie unser Erfinder. Im Gegenteil, für sie ist ein weiterer Anlass um den totalen Sieg der Ideologie über die Logik zu feiern.

Verstehen Sie mich jetzt nicht falsch: Ich habe nichts dagegen, wenn an junge, unternehmungslustigen Afrikaner Preise verliehen werden. Aber dann sollte man bitte nicht ausgerechnet Betrüger fördern; von denen hat Afrika schon mehr als genug.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.
(vera-lengsfeld.de)

...ist die Welt nicht mehr in Ordnung

Von Maria Schneider

Es ist Sonntagmorgen um halb neun. Seit zwei Wochen bereise ich ganz Deutschland wieder intensiv per Bahn. Über jede Fahrt könnte ich mehrere grauenhafte Geschichten schreiben. Entsprechend erschöpft bin ich also, als ich in Karlsruhe die Gleisunterführung verlasse und nebenbei einen jungen Mann in einer Bäckerei fotografiere. Er trägt ein Netzoberteil und Netzstrumpfhosen und gleicht einem aus der Hölle entsprungenen Dämon. Auf ein Foto der somalischen Frau in wallendem Gewand, aus dem lediglich ihr dunkles Gesicht hervorlugt, verzichte ich. Dergleichen Aufzug habe ich erst gestern als Dreiergruppe fotografiert.

Ich trete aus der Bahnhofshalle heraus und höre lautes, deutsches Gequatsche mit starkem, rumänischem (?) Akzent. Ein kräftiger, braunhäutiger Mann mit Glatze, Bart und grauem Ziehkoffer quatscht drei Polizisten, die vor der Halle stehen, alle sechs Ohren ab. Der große blonde, durchtrainierte Polizist scheint sich wegzubeamen und grinst überlegen vor sich hin. Die Polizistin mit blondem Pferdeschwanz – ich schätze sie auf 40 Jahre – herrscht den „Rumänen“ hingegen aufgebracht an: „Mach jetzt endlich mal den Mund zu. Wenn Du weiterreden willst, dann geh’ in den Zoo. Dort gibt es Elefanten mit noch größeren Schwänzen. Und hör’ auf, die Leute anzusprechen. Das ist Nötigung und Belästigung!“

Nach einem erneuten Wortwechsel und einer spöttischen Verbeugung, mit der er der Polizei zeigt, was er von ihr hält und wie die wahren Machtverhältnisse aussehen, schlendert der Rumäne entspannt lächelnd zu seinem bettelnden Landsmann, der an eine Stahlsäule gelehnt auf dem Boden sitzt und gebannt in sein Handy schaut, aus dem seine Muttersprache plärrt. Neben ihm liegt sein kleines, verdrecktes Akkordeon. Der Rumäne blickt auf ihn herab, wirft ihm eine lässige Bemerkung hin, wendet sich dann ab und läuft samt ratterndem Koffer zur Straßenbahnhaltestelle, an der auch ich stehe.

Dort spricht er ein Ehepaar mit einem Kinderwagen an und wünscht ihnen frohe Weihnachten. Er bedrängt sie regelrecht körperlich und überschreitet damit den natürlichen Abstand, der zwischen Westeuropäern herrscht. Das Ehepaar lächelt betreten und macht gute Miene zum bösen Spiel. Schließlich kommt meine Straßenbahn – er betritt sie vorne durch die erste Tür. Ich nehme die zweite Tür und setze mich mit Bedacht auf einen Einzelplatz.

Der Rumäne wünscht den ersten Fahrgästen wieder „frohe Weihnachten“ und erzählt etwas Unverständliches zu Corona. Ich beobachte ihn alarmiert, während ich zugleich das Prinzip „Teflonpfanne“ anwende, um ihm jede Andockmöglichkeit zu nehmen. Zugleich schotte ich mich geistig ab und mache mich damit quasi „unsichtbar“.

Zwei Reihen vor mir sitzt eine ältere, korpulente Deutsche, mit der ich schon am Bahnhof leicht irritierte Blicke wegen des seltsamen Verhaltens des Rumänen ausgetauscht hatte. Direkt vor mir ist ein Fahrkartenautomat, der den Fahrradfahrer dahinter verdeckt. Dieser ist das nächste Ziel des Rumänen.

Nun sehe ich ihn aus größerer Nähe in voller Pracht. Seine Muskeln zeichnen sich unter seinem weißen T-Shirt ab. Die kurze Jeans ist abgetragen und einige Nähte sind durchlöchert. Er beugt sich ganz nah zum Radfahrer, der mit dem Rücken am Fenster zu lehnen scheint, und betätigt dessen Fahrradklingel. Laut ertönt der Glockenton. Erneut wünscht er „Frohe Weihnachten“, bewundert das schöne Rad und sagt noch etwas, das ich nicht verstehe. Dann weicht er langsam zurück, merkt belustigt an: „Ich sehe, Sie haben Angst vor mir.“, und flaniert weiter, als befände er sich an einer Strandpromenade. Ich vermeide jeden Augenkontakt und schaue stur geradeaus. Und so sucht er seine nächsten Opfer weiter hinten auf und schleudert einer alten Frau im Vorübergehen an den Kopf: „Sie sehen aus wie meine Oma bei Corona.“

Doch was ist das? Vor mir stehen an der Tür zwei ältere, untersetzte Männer – beide vielleicht um die 60 Jahre alt – die ebenfalls osteuropäisch wirken. Ihre Augen wandern besorgt zwischen dem unsichtbaren Fahrradfahrer und dem Rumänen hin und her, der sich mittlerweile mit seiner Belästigungstour bis ans Ende der Straßenbahn vorgearbeitet hat. Beide steigen aus und weisen den Fahrer durchs Fenster auf die Belästigungen hin. Das erstaunt mich und ich frage mich, was ihre Motivation sein mag, da solche Belästigungen inzwischen zum traurigen Alltag gehören und mich kaum mehr erregen. Dieses ungewöhnlich Verhalten führt dazu, dass ich erst jetzt überlege, was eigentlich mit dem Radfahrer los ist. Also löse ich meine Tarnkappenstarre auf und luge um den Fahrkartenautomat herum. Voller Erstaunen erblicke ich ein junges Mädchen, das völlig in Tränen aufgelöst ist!

Ich frage sie: „Weinen Sie wegen dieses Mannes?“ Beschämt nickt sie, während die Tränen weiter über ihr Gesicht strömen. Ich schätze sie auf höchstens 16 Jahre. Ihr blondes Haar ist zu einem Pferdeschwanz gebunden, und alles an ihr wirkt proper und behütet. Sie wirkt wie ein aus dem Nest gefallener Vogel – ohne jedes Rüstzeug für diese neue Deutschland. Dazu passt auch, dass sie wegen dieser noch glimpflich ausgefallenen Belästigung völlig die Fassung verloren hat. Während sie mit ihrem durchweichten Taschentuch ihr nasses Gesicht abtupft, landen ihre Tränen als dunkle Flecken auf ihrem grünen T-Shirt. In welchem Zustand wäre sie wohl, wenn der Mann sie tatsächlich körperlich angegriffen hätte? Ich mag es mir gar nicht ausmalen!

Mein Mutterherz geht auf. Am liebsten würde ich sie ganz fest in den Arm nehmen und trösten. Doch zum einen steht das Fahrrad zwischen uns und zum anderen möchte ich nicht erneut ihren persönlichen Raum verletzen. Also sage ich: „Machen Sie sich keine Sorgen. Wenn er weiter zudringlich gewesen wäre, hätte ich eingegriffen.“

Nun öffnet sich die Kabinentür, und der Fahrer blickt suchend umher. Ich deute nach hinten und sage: „Der Mann ganz hinten mit der Glatze.“

Er läuft vor zum Rumänen, ermahnt ihn und rüttelt auf dem Rückweg nebenbei noch einen Penner wach: „Bitte aufstehen, wir sind hier kein Hotel!“

Als er an mir vorbeikommt, halte ich ihn an: „Warum werfen sie diesen Mann nicht heraus? Er hat diese junge Frau belästigt und zum Weinen gebracht.“

„Dann müßte ich jetzt hier stehenbleiben, die Straßenbahn räumen und warten, bis die Polizei kommt.“ Dann richtet er allgemein das Wort an die Fahrgäste: „Sind Sie alle damit einverstanden, dass ich erst bis zur Endstation fahre?“ Er wertet das Schweigen als Zustimmung und ich informiere ihn: „Er wurde schon am Bahnhof von Polizisten ermahnt. Mehr haben sie aber nicht getan.“

„Ja, das ist immer so“, antwortet er resigniert. „Er bekommt einen Platzverweis und kommt dann immer wieder.“ Sprach’s und verschwand wieder in seiner Kabine.

Das Mädchen schluchzt weiterhin still vor sich hin. Ich denke an meine Pastorenfreundin, die mir den „hilfreichen“ Tipp gab: „Einfach ausblenden …“, und unterdrücke einen Seufzer. Schwer lastet meine Verzweiflung ob der Dummheit, Arroganz und Kaltschnäuzigkeit solcher Frauen auf meiner Brust.

Inzwischen wird meine Haltestelle angesagt. Ich möchte nicht aussteigen, ohne dem Mädchen irgendeine Art von Trost gespendet zu haben. Und so stehe ich auf und stelle mich vor ihr Rad: „Das nächste Mal, wenn so etwas passiert, machen Sie sich laut bemerkbar. Bleiben Sie nicht still.“ Sie nickt, während Tränen weiterhin über ihr verquollenes Gesicht laufen und leise weiterschluchzt.

Die korpulente Frau vom Bahnhofsvorplatz sitzt immer noch da. Sie hat im Gegensatz zu mir die Belästigung hautnah mitbekommen und nichts getan. Auch jetzt schaut sie uns nur kurz an und wendet den Blick wieder ab. Eine dunkelhaarige Frau mittleren Alters steht einen Meter von mir entfernt an einer Haltestange und blickt mit großen Augen und unbewegtem Gesicht durch mich hindurch.

Ich nehme meine kleine Pfefferpistole aus der Tasche und zeige sie dem Mädchen: „Merken Sie sich den Namen Guardian Angel. Das ist eine legale Waffe. Kaufen Sie sich die Pistole und führen Sie sie immer mit sich. Sie kostet nur 38 Euro.“

Die Damen neben mir schweigen weiter und machen auf Drei Affen – nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Das Mädchen flüstert: „Danke.“ Ich lächle sie ermutigend an und steige aus.

Noch jetzt bin in Aufruhr während ich diese Zeilen schreibe. Wut, Verzweiflung, Ohnmacht und Angst wechseln sich ab. Erneust steigen Tränen in mir auf, wenn ich an das Mädchen denke, dessen Welt zusammengebrochen zu sein scheint. Und ich frage mich: Wo soll dies noch hinführen? Wann endet dieses Entsetzen? Wann fassen sich die Menschen in diesem Land endlich ein Herz und sagen: „Es ist genug!“

Nein, die Welt ist schon lange nicht mehr in Ordnung. Auch an diesem Sonntag nicht.
(beischneider.net)

(tutut) - Nicht nur Straßen und Eisenbahnen funktionierten im 19. Jahrhundert, während heute Hiob THE ÄLÄND regiert und seine Botschaften vom Staatsfunk den Bürgern eingehämmert werden. Nein, noch schlimmer, und das sagt Gerd Habermann in seiner "Richigstellung - Ein polemisches Soziallexikon", indem er mit einem Irrglauben aufräumt, den sogar Kirchen Hand in Hand mit Politik und deren Medien verbreiten: "Jedenfalls ist es wirklichkeitsfremd zu behaupten, dass wir gegenwärtig den 'freiesten Staat der deutschen Geschichte'hätten. In sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht war das 19. Jahrhundert wesentlich freier". Was läuft schief im abgeschafften Staate Deutschland, welches oft schon die Marke "DDR light" aufgeklebt bekommt, die für Habermann eine "etwas übertriebene Bezeichnung des deutschen Wohlfahrtsstaates ist angesichts einer Staats- bzw. Abgabenquote von über 50 Prozent, weit vorangetriebener Sozialisierung der Einkommen, stark eingeschränkten Vertragsfreiheiten in Elementarbereichen (Arbeit, Lebensvorsorge), Sozialisierung der Familie (staatliche Bezahlung der familiären Tätigkeit und flächendeckender Ausbau von Familienschutzeinrichtungen, teilweise ein Vermächtnis der untergegangenen DDR)". Hinzu kämen Einschränungen der Meinungsfreiheit über die Unkulgtur der so genannten "politischen Korrektheit". Auch die verschleiernde politische Sprache gehöre dazu wie "Solidarität", "soziale Gerechtigkeit", "Generationenvertrag", "Pflicht" statt Zwang, moralisierend überschriebene Gesetzte "wie z.B. das 'Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit'". Zu dem inflationär gebrauchten Begiff Demokratie, vor allem von jenen, welche damit nichts am Heckerhut haben, meint Habermann angesichts der Tatsache,  dass Mehrheitsentscheidungen keine Abgrenzung dessen kennen, worüber entschieden und was entschiedenen werde: "Dieses wichtige Element

bringt erst der Liberalismjus hinzu. Ohne diese Begrenzung kann eine Demokratie leicht in in einer Gewaltherrschaft gegen Minderheiten übergehen, in eine 'totalitäre' Demokratie, wovon die Wohlfahrtsdemokratie derzeit nicht weit entfernt ist". Ludwig Erhard sah durch eine hohe Staatsquote die freiheitliche Ordnung gefährdet, nun ist sie, wie jeder erleben kann, falls noch Leben in ihm ist, weg, und es herrschen Räuberbanden. "Glauben Sie, der Staat könne mehr leisten, als er vorher dem Volke abgenommen hat?" fragte Ludwig Erhard, der sich nicht durch Schreiben von Kinderbüchern versuchte einen Namen zu machen, und warnte 1960, "Wir sind mit einem Anteil der öffentlichen Hand von 40 Prozent am Sozialprodukt schon fast das Land, das in der nichtkommunistischen Welt an der Spitze liegt. Je mehr gefordert wird, desto mehr muss der Staat Ihnen abverlangen, und dann werden diese 40 Prozent auf 45 und auf 50 Prozent gesteigert werden". Was dann passiert, sah er voraus und ist nun eingetroffen: "Glauben Sie weiter, dass dann noch eine freiheitliche Ordnung denkbar ist, dass unser Volk dann noch aus Menschen besteht, die in geistiger und materieller Unabhängigkeit echte Staatsbürger im demokratischen Sinne bleiben können?!"   Wer das Volk dann ist, hat ja eine ehemalige FDJ-Agitprop-Funktionärin in 16jähriger Auferstehung der DDR aus ihren Ruinen erklärt - jeder, der gerade hier unterwegs ist. Davon werden es immer mehr seit einer "Herrschaft des Unrechts" (Horst Seehofer).  Und Ludwig Erhard war auch mal CDU-Vorsitzender und Kanzler, nicht nur ein Wirtschaftsminister, welcher  nie auf die Idee gekommen wäre, sich als Gespenst auf eine Klima-Geisterbahn zu wagen.

run & fun 2023:
Roos Lima und Rumpel siegen über fünf, Rapp und Walther über zehn Kilometer
Der Name war Programm. Lorenz Rumpel aus Tuttlingen hat seine Konkurrenz "überrumpelt". Der 13-Jährige gewann am Samstag gleich zwei Wettbewerbe bei run&fun. Nach dem Erfolg in der Staffel ließ er auch über fünf Kilometer seine Gegner hinter sich. Rumpel siegte in der Zeit von 18:27 Minuten vor Rene Boss (19:14) und Tobias Friedrichsen (19:27). Auch wenn es nicht seine Bestzeit war. "Ich möchte mich bei meinem Trainer Patrick Ries bedanken, der mich so gut vorbereitet hat", sagte Rumpel...Als Siegerin über fünf Kilometer durfte sich bei den Frauen Susanne Roos Lima aus Spaichingen feiern lassen. "Ich bin super zufrieden", sagte sie im Zielinterview. Für sie ist es eine Wiederholung. Bereits im vergangenen Jahr war sie im Halbmarathon erfolgreich gewesen. Das habe sie sich in der Wärme aber nicht antun wollen und deshalb habe sie sich für den Start über fünf Kilometer entschieden...4189 Sportler trotzen der Hitze.
(Schwäbische Zeitung. Komischer Sport. Nach Kannitverstan?)

Künftiger Fußballprofi?
Zwölfjähriger Leopold Eisen ist auf dem Weg der neue Toni Kroos zu werden
Posen wie die Großen: Leopold Eisen vom FC Schwarzwald kickt künftig für den SC Freiburg. (Foto: FC Schwarzwald)
Der Nachwuchskicker Leopold Eisen wechselt zum SC Freiburg. So schwärmen seine Trainer über das zwölfjährige Fußballtalent mit dem Potenzial eines Strategen.Nächste Station: Breisgau. Ein Jahr nach dem Wurmlinger Jannik Veit (vom SV Zimmern) hat mit Leopold Eisen ein weiterer talentierter Nachwuchsfußballer aus dem Kreis Tuttlingen den Sprung zum SC Freiburg geschafft. Auch der Zwölfjährige, dessen Heimatverein der SC 04 Tuttlingen ist, profitiert mittlerweile vom Fachwissen in der Fußballschule des Bundesligisten. Er wurde zuvor bei „Die Fußballakademie“ und beim FC Schwarzwald (früher Schwarzwälder Fußballschule) ausgebildet — doch nicht nur dort. Seit über zwölf Jahren pflegt der SV Zimmern im Jugendbereich eine Zusammenarbeit mit dem SC Freiburg.
(Schwäbische Zeitung. Unfug. Tuttlingen ist nicht Real Madrid, und Klos hat die Zukunft hinter sich. Er sollte erst einmal Kicken  lernen, denn Deutschland ist inzwischen zweit- bis drittklassig wie alles. Was ist schon SC Freiburg? Wer dort was ist, landet weiter oben. Ist da nicht im Sport ein schwunghafter Menschenhandel im Gang? Was sagt der Kinderschutzbund?)

Traktorfahrer tot
Gutach/Schwarzwaldbahn (ots) - Am Freitag gegen 18:30 Uhr führte ein Landwirt mit seinem Traktor an einem Steilhang Mulcharbeiten durch. Vermutlich aufgrund der Steillage und der Bodenbeschaffenheit geriet der Traktor ins Rutschen und überschlug sich hangabwärts. Hierbei wurde der 61-jährige Fahrer so schwer verletzt, dass er am Unfallort verstarb. Im Einsatz waren der Rettungsdienst und die Feuerwehr Gutach. ...An dem Traktor entstand ein Schaden in Höhe von 10.000 Euro.
Traktorfahrer schwer verletzt
Lahr-Reichenbach (ots) - Ein schwer verletzter 74-jähriger Traktorfahrer war die Folge eines Verkehrsunfalls am Samstagnachmittag. Nach derzeitigen Erkenntnissen war der Mittsiebziger mit einer Zugmaschine gegen 15 Uhr auf einem abschüssigen Wirtschaftsweg im Bereich Langeck talwärts unterwegs, als er aus bislang unbekannten Gründen nach rechts von dem Weg abkam und gegen die Böschung fuhr. Nach der Kollision mit einem Betonrohr kippte der Traktor um. Hierbei wurde der Fahrer aus seinem Fahrzeug geschleudert und mit den Beinen unter einem Reifen eingeklemmt. Der schwer verletzte Mann konnte von hinzukommenden Ersthelfern aus seiner Lage befreit werden. Er wurde im Anschluss zur Behandlung in ein örtliches Klinikum gebracht. Der Sachschaden wird von den Beamten des Verkehrsdienstes Offenburg auf rund 25000 Euro geschätzt.
(Polizeipräsidium Offenburg)

Sommerschlafkick
SC-Lahr - 1.FC Normannia Gmünd - 0:0
(gh) - Nach dem 0:3 in Gmünd schafft der SC Lahr am Sonntag im Rückspiel zur Relegation für die Oberliga BW in einem müden Sommerschlafkick nur ein 0:0, wobei die Gäste nicht viel machen mussten und die Gastgeber nicht konnten.

Bänke und Stühle
Neue Sitzgelegenheiten für den Lahrer Stadtpark
Die Berger-Pfänder-Stiftung hat dem Lahrer Stadtpark neue Sitzgelegenheiten gespendet. 18 Parkbänke und neun Stühle im Wert von 23.000 Euro wurden am Mittwochnachmittag offiziell übergeben.
(Badische Zeitung. Platz für den Gemeinderat?)

Ein Hauch von 1973
Fahrraddemo auf B 28 und 33 für schnellere Umsetzung des Radschnellwegs Offenburg - Straßburg
Eine Fahrraddemo über B 28 und B 33 hat am Sonntag Druck für einen schnelleren Radschnellweg von Offenburg nach Straßburg gemacht. Der badisch-elsässischen Radlerinteressenvertretung geht die Planung nicht schnell genug.
(Badische Zeitung. Wann kümmert sich die Polizei um Einhaltung der Straßenverkehrsordnung? Gilt die nicht für grüne Kommunisten, welche mit dem Fahrrad Deutschland abschaffen?)

Familiäre Wurzeln
Kretschmann begleitet Glocken aus Esslingen zurück nach Polen
Nachdem sie lange in Esslingen-Oberesslingen (Kreis Esslingen) zum Gottesdienst läutete, ist eine Kirchenglocke am Samstagmorgen wieder offiziell ihrer polnischen Heimatgemeinde Straszewo übergeben worden. Damit geht eine jahrzehntelange Odyssee der Glocke aus dem 18. Jahrhundert zu Ende. Denn die Nationalsozialisten ließen sie wie tausende andere Exemplare im besetzten Polen abhängen, um das Metall für den Kriegseinsatz zu verwenden. ..Als Religionsbeauftragter der Landesregierung begleitet der Grünen-Politiker an diesem Wochenende die insgesamt drei Kirchenglocken auf ihrer Heimreise, die vom Bischof der Diözese Rottenburg Stuttgart Gebhard Fürst angeführt wird. Eine vierte wird später zurückgebracht. ..
(swr.de. Wer waren die Nazis, wer sind die Grünzis? Alles linke Sozialisten!  Heiliger Bimbam, Opium des Volkes. Ist ihmlangweilig? Seit wann ist der in Spaichingen geborene KRÄTSCH, dessen Familie aus Ostpreußen stammt, Pole? Haben alle  in Geschichte gefehlt? Wann geben Polen und Russen deutsches Land zurück?)

Großereignis der evangelischen Kirchenmusik
Nach fünf Jahren Zwangspause: Landesposaunentag in Ulm
Fünf Jahre lang gab es in Ulm keinen Landesposaunentag. An diesem Wochenende bieten die Bläserinnen und Bläser dafür noch mehr Programm als zuvor. Der Landesposaunenwart und Dirigent Hans-Ulrich Nonnenmann sprach gegenüber dem SWR von einem Neustart.
(swr.de. So viel Glück hat Jericho nicht gehabt. Der Blasmusikpräsident ist abr katholischer Blutritter.)

Polizei sucht Zeugen
Mädchen auf Heimatfest in Laupheim von Männern sexuell belästigt
Zwei junge Schwestern wurden beim Heimatfest in Laupheim von mehreren Männern sexuell belästigt. Eine von ihnen wurde mehrfach angefasst...
(swr.de. Wer sucht mutmaßlich kulturfremde Täter, kennt die nicht jeder? Mannomann! O fremde Heimat. Was machen 14.-Jährige nach Mitternacht auf einem öffentlichen Fest? Das Polizeipräsidium Ulm schreibt: "Mädchen flüchten - Unbekannte Männer begrabschen Mädchen - Ulm (ots) - Am Sonntag gegen 00.30 Uhr meldeten sich eine 14-Jährige und eine 16-Jährige bei der Polizei in Laupheim und teilten mit, dass sie von drei ihnen unbekannten männlichen Personen auf dem Festplatzgelände des Heimatfestes unsittlich angefasst wurden. Zunächst wurde die 14-Jährige von zwei Männern begrabscht. Nach dem Vorfall rief sie ihre Schwester um Hilfe. Auf dem Weg zur Schwester wurde die 14-Jährige von einem weiteren Mann unsittlich angegangen. Diese Person sprach dann die 14-jährige Geschädigte an, dass sie sich anders anziehen müsse, wenn sie nicht begrabscht werden möchte. Die 14-Jährige rannte hierauf zu ihrer Schwester und deren Freundinnen. Im Bereich der "Hasenbar", trafen dann die Mädchen wieder auf die beiden Grabscher vom Festplatz. Wobei es wieder zu einem Vorfall durch die Männer kam. Die Polizei in Laupheim sucht nun nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu den insgesamt drei Männern haben, durch die die Mädchen sexuell belästigt wurden. Hinweise werden unter folgender Telefonnummer entgegengenommen: 07392/96300. Eine der beschuldigten männlichen Personen wird folgendermaßen beschrieben: 40-50 Jahre alt, Glatze mit dunklem Haarkranz".)

Wegen Fahrrad-Demo: B19 zwischen Aalen und Heidenheim gesperrt
Wegen einer Fahrrad-Demonstration wird die B19 zwischen Aalen (Ostalbkreis) und Heidenheim am Sonntagnachmittag gesperrt. Die Radler wollen damit erreichen, dass sich die baden-württembergische Landesregierung mehr für die Verkehrswende auf der Ostalb einsetzt.
(swr.de. Sind die Radwege von Autos besetzt? Wofür ist die Polizei da?)

Teil 1 von 2
Eine Aufarbeitung ist nicht in Sicht
Ein Beitrag in zwei Teilen von Friedrich Pürner
Verweigern am Ende gerade diejenigen eine Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen, die zu dem ganzen Dilemma beitrugen? Wer traf die Entscheidungen? Es waren Politiker und sogenannte Fachexperten. Klar ist, es gäbe wirklich sehr viel aufzuarbeiten.
(Tichys Einblick. Warum sollten Bürgermeister und Landräte hinterher etwas von dem verstehen, was sie vorher nicht verstanden, aber gemacht haben?)

Nach dem Sommer
Gaskrise voraus
Von Frank Hennig
Atom ist böse, Kohle out. „Erneuerbare“, Klimapanik und Verzicht bringen aber keine sichere Energieversorgung. Es bleibt das fossile Erdgas, von dem wir künftig weniger haben werden. Die Lage wird sich krisenhaft zuspitzen.
(Tichys Einblick. Wie kommt es, dass der private Energiebesorger, ansonsten zuatändig für die Lahrer Friedhofsblumenschau, nun angesichts weniger Strom mitteilen kann: "Erfreulicherweise können wir Ihnen mitteilen, dass sch die Lage am Strombeschaffungsmarkt nach den Turbulenzen der letzten zwei Jahre wieder etwas entspannt hat und die Einkaufspreise für Strom weiter gesunken sind. Dies geben wir mit einer Senkung des Strompreise in Ihrem Tarif BadenEnwergie Wärme direkt an Sie weiter". Wer verarscht eigentlich wen in THE ÄLÄND verstromt, aber menschenfrei?)

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Robert Sesselmann
Sonneberg: Erster AfD-Landrat gewählt
Von Redaktion
Robert Sesselmann gewinnt die Stichwahl. Damit wird der Landkreis Sonneberg der erste in Deutschland mit einem AfD-Landrat. AfD-Kandidaten in Stichwahlen hatte es zuletzt öfter gegeben, deren Triumph wurde aber stets durch ein breites Bündnis der anderen Parteien verhindert.Der thüringische Landtagsabgeordnete Robert Sesselmann holte bei der Stichwahl am Sonntag beim Auszählungsstand von 67 der insgesamt 69 Stimmbezirke rund 53 Prozent und war damit praktisch uneinholbar vor seinem Gegenkandidaten von der CDU, Jürgen Köpper, der auf 47 Prozent kam. Im ersten Wahlgang hatte Sesselmann bereits 47 Prozent erhalten, Köpper kam auf 36 Prozent, die SPD-Kandidatin auf 13 Prozent, die gemeinsame Kandidatin von Grünen und Linken auf gut 4 Prozent.
(Tichys Einblick. Vorläufiges amtliches Endergebnis: Sesselmann 52,8 Prozent und  Köpper  47,2 Prozent. Der kommunistische gegnerische Block aus CDUSPDGRÜNEFDPLinke und deren Medien hat sich demaskiert in Thüringen, wo ein Kommunist der SED mit Hilfe der CDU regiert, nachdem Merkel einen bereits zum MP gewählten FDP'ler hat zurücktreten lassen. Längst hätten versprochene Neuwahlen stattfinden müssen.)

Bevölkerung stärker warnen
„Ist Lebensschutz“ - Karl Lauterbach will Hitzeplan vorstellen
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will einem Zeitungsbericht zufolge am Montag einen nationalen Hitzeschutzplan zum Schutz älterer und kranker Menschen vor Hitzewellen vorstellen. Es müsse aufhören, dass jedes Jahr „Tausende Menschen den Hitzetod sterben“. „Hitzeschutz ist Lebensschutz. Alte Menschen, Pflegebedürftige, Vorerkrankte, aber auch Kinder, Schwangere und Menschen, die sich beruflich oder privat viel im Freien aufhalten, sind gefährdet, wenn Hitzewellen über Deutschland rollen“, sagte Lauterbach der „Bild am Sonntag“.
(focus.de. Politik verbrannter Gehirne? Sonst geht es dem Kanzler gut? Oder werden Urlaube im heißen Süden verboten?)

Energieeffizienzgesetz
Dem Kapitalismus den Stecker ziehen
Das Energieeffizienzgesetz verhindert Wachstum und kostet Wohlstand. Während der rote Kommunismus den Kapitalismus mit Energie besiegen will, zieht der grüne Kommunismus ihm einfach den Stecker.
(Junge Freiheit. Das gemeine Volk glaubt alles, was in der Zeitung steht.)

Gastbeitrag von Gabor Steingart
Von der Leyen hat siebenfach versagt - und schielt trotzdem auf nächsten Posten
Ursula von der Leyens Amtszeit ist geprägt von Hinterzimmer-Deals und Missmanagement. Die deutsche EU-Kommissionspräsidentin von Macrons und Merkels Gnaden hat in sieben entscheidenden Politikfeldern versagt. Trotzdem liebäugelt die CDU-Politikerin schon mit dem nächsten Spitzenposten...die EU-Präsidentin selbst ist nicht einem demokratischen Wahlakt, sondern einem Hinterzimmer-Deal von Macron und Merkel entsprungen: Sie stand bei der Europawahl auf keinem Wahlzettel. Sie hat sich im Wahlkampf nirgendwo dem einfachen Volk gezeigt. Sie wurde im Gegengeschäft mit der Installation von Christine Lagarde als EZB-Präsidentin inthronisiert. Sie kann auch bei der Europawahl im kommenden Jahr weder bestätigt noch abgewählt werden...
(focus.de. Ist sie eine Katze? Welche CDU? Warum muss sie sich nicht für Politik ungeeignet für Dauerversagen verantworten?)

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NACHLESE
BLICK ZURÜCK – NACH VORN
Blackbox KW 25 – Toxische Männlichkeit
Die Waffen schwiegen an der russisch-ukrainischen Front, selbst die Vögel waren ganz still, als es zum Showdown im russischen Hinterland zwischen dem Verteidigungsminister und dem Wagner-Chef kam. Aber wir dürfen trotzdem nicht die Nachrichten aus der Provinz vernachlässigen.
VON Stephan Paetow
...Gab es je eine Zeit, in der es leichter war, der Regierung den Marsch zu blasen, ja, sie zur Aufgabe zu zwingen und Neuwahlen anzustreben? Wohl kaum. Man müsste die vaterlandslosen und auf so vielen Gebieten unfähigen Gesellen nur als solche benennen, und ab ist der Lack, der rote und grüne. Es bräuchte allerdings einen beherzten Oppositionsführer, und nicht Friederich, den Zauderer von Brilon, der sich selbst ständig mit grüner Farbe bekleckert.
 Teile der Regierung hätten „den Kontakt zur Bevölkerung weitgehend verloren“ – weiter traut er sich nicht aus seinem Oppositionsführer-Schneckenhaus. „Parteifreund“ Peter Willsch, der die Grünen als „vaterlandslose Gesellen“ bezeichnet hatte, wurde vom Fritz flugs zum Schweigen gebracht – wer führt beim Fritze nur die Abteilung Attacke?..
(Tichys Einblick. Wiehert in Merzens Gaul nicht die Merkel?)
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FREILICH #22:
Die digitale Revolution – Wie die KI unsere Welt verändert
Wir erleben gerade eine digitale Revolution und die Folgen sind noch nicht abzusehen. Die neue FREILICH-Ausgabe #22 zeigt, wie die neuen Technologien unser Leben und unsere Welt verändern werden. Spätestens seit der Veröffentlichung von ChatGPT spricht die ganze Welt von Künstlicher Intelligenz (KI). Einer der Wegbereiter für die neuen Entwicklungen ist der deutsche Informatiker Sepp Hochreiter. Im großen FREILICH-Interview spricht der KI-Pionier über den Stand der aktuellen KI-Forschung und welche Chancen und Gefahren auf uns zukommen.Die Künstliche Intelligenz wird viele Bereiche unseres Leben verändern – so viel ist sicher. Bereits heute beeinflusst KI die internationale Politk und ist zu einer branchenübergreifenden Schlüsselindustrie geworden. Im Beitrag „Spiel und Kampf um die Zukunft“ warnt der AfD-Politiker Joachim Paul davor, dass Europa im internationalen Wettbewerb mit China und den USA an Boden verliert. Politische Macht wird im digitalen Zeitalter aber nicht mehr nur von Staaten, sondern auch immer mehr von den großen Technologiekonzernen ausgeübt. In der Reportage „Die Macht der Big Five“ stellt FREILICH-Redakteur Bruno Wolters die wichtigsten Big-Tech-Konzerne vor und zeigt ihren Einfluss auf Politik und Wirtschaft. Mit Digitalisierung und KI wird sich auch die Kriegsführung künftig stark verändern: KI-gesteuerte Drohnenschwärme und Kampfroboter könnten eingesetzt werden. Hagen Eichberger gibt einen Ausblick auf den neuen „Hyperwar“ der Zukunft. Unser Alltag im 21. Jahrhundert wird stark von den Social-Media-Plattformen geprägt. Besonders junge Menschen verbringen immer mehr Zeit am Smartphone. Social Media ist aber nicht nur ein praktisches Mittel zur Kommunikation. Kevin Dorow zeigt in seinem Beitrag „Aufmerksamkeit als Ware“, wie Social Media zur Sucht wird und welche dramatischen Auswirkungen es auf das Gehirn hat. Ein weiterer Höhepunkt der Ausgabe ist der Essay „Die Menschheit als Rohmaterial“ von Michael Wiesberg. Darin zeigt der Autor, wie die Ideen und Träume der heutigen Transhumanisten von der Unsterblichkeit des Menschen verblüffende Parallelen zu einer Strömung der sowjetischen Avantgarde vor gut 100 Jahren aufweisen. Eine rechte und aktivistische Sicht auf das KI-Thema bietet der Kommentar von Simon Kaupert. Er wirft der politischen Rechten vor, jede technische Innovation zu verschlafen, anstatt die neuen Möglichkeiten zu nutzen. Weitere Beiträge in der FREILICH-Ausgabe #22:
– Der AfD-Politiker Steffen Kotré und der Publizist Jonas Schick diskutieren die Frage „Mit der Atomkraft aus der Energiekrise?“
– Volker Zierke über „Die Unmöglichkeit, Dinge zu ändern“,
– Julian Schernthaner über die Wiedergeburt der FPÖ („Blauer Phönix aus der Asche“),
– FREILICH-Chefredakteur Stefan Juritz im Gespräch mit ChatGPT,
– Günter Scholdt über Politisches aus den 2020er-Romanen,
– Interview mit dem Bildhauer Fen de Villiers.
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Wir dürfen uns nicht im Kampf um die Sprache von den Sozialisten verdrängen lassen. Denn den Rückschlag der 1970er Jahre haben wir nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass die anderen sich der Sprache bemächtigt haben, die Sprache als Waffe benutzt haben, dass sie Begriffe herausgestellt, mit anderem Inhalt gefüllt und dann als Wurfgeschosse gegen uns – nicht ohne Erfolg – verwendet haben. Und darum ist für mich der Kampf um die Sprache eine der wesentlichsten Voraussetzungen für die geistige Selbstbehauptung.
(Franz Josef Strauß)
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75 Jahre Berliner Luftbrücke
Wie Berlin ums Überleben kämpfte
Im Juni 1948 riegelte die sowjetische Besatzungsmacht die Westsektoren Berlins ab. Kurz darauf begannen die Westalliierten mit einer 15monatigen Luftbrücke zur Versorgung der eingeschlossenen Bevölkerung.
(Junge Freiheit. Wann fliegen sie  in THE ÄLÄND?)

Neben der Spur
Öffentlich-rechtlicher „Neuanfang“, bei dem die SPD die Steigbügel hält
Von Harald Martenstein
Die Öffentlich-Rechtlichen befinden sich im Würgegriff der Parteien. Das zeigt auch die Neubesetzung des RBB-Intendantenpostens: Gewählt wurde passgenau eine Frau, die auf SPD-Ticket eine der Regierungssprecherinnen Merkels war. Alternativlosigkeit scheint ein heißer Modetrend zu sein.
(welt.de. Parteienbeuteland.)

Dirk Maxeiner
Der Sonntagsfahrer: Hallo Taxi
Esel sind bestens an Hitze angepasst und können gut klettern. Insofern verstehe ich gar nicht, warum die deutsche Regierung sich so vor steigenden Temperaturen fürchtet, aber das nur nebenbei. Für meine Altersrente halte ich portugiesische Esel jedoch für die bessere Wahl.
(achgut.com. Der deutsche Einheitsesel lässt sich nicht einmal aufladen.)

Kieler Woche
Daniel Günther singt „Layla“-Hit
Schleswig-Holsteins Landesvater Daniel Günther (CDU) mischt sich auf der Kieler Woche unters Party-Volk. Beim Stimmungshit „Layla“ singt er lautstark mit. Ob das dem grünen Koalitionspartner paßt?
(Junge Freiheit. Eine Sprotte macht noch keinen Sommer.)

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Mehr zynisch als glossierend
Eine neue Art Zwei-Parteien-System?
Von Fritz Goergen
...Sehr treffend konstatiert Konrad Adam: Die Sozialistische Einheitspartei wusste, wie man mit eigensinnigen Wählern fertig wird: mit Hilfe einer Nationalen Front. So ein Gebilde schließt sämtliche Parteien zu einer einzigen Großpartei, zum Block der Blockparteien zusammen, die Wähler können dann wählen, wie sie wollen, das Ergebnis steht von vornherein fest. Also, wenn ich mir das so auf der politischen Zunge zergehen lasse, kann ich der zynischen Frage nicht aus dem Weg gehen: Bietet sich hier ein besonders perverser Weg an, die oft beklagte Zersplitterung des Parteienstaats in überflüssig viele, wenig bis gar nicht unterscheidbare „Parteien“ zu ersetzen durch ein übersichtliches Zwei-Parteien-System? Nationale Front hier – AfD dort...
(Tichys Einblick. Keine Frage. So ist es, und niemand kümmert's, wer interessierte sich für Politik in der DDR, Hauptsache der Schrebergarten war produktiv.)

78 Prozent im Ländle besorgt um die aktuelle Migrationspolitik

Von Alex Cryso

Nicht nur die klassischen Problemstädte im Südwesten, zu denen unter anderem Pforzheim, Böblingen, Mannheim, Heilbronn, Freiburg oder Stuttgart gehören, platzen bei ihren Aufnahmekapazitäten aus allen Nähten. Seit Linksgrün das Ländle regiert, hat auch die Migrationsproblematik immer weiter zugenommen. Leider ignorieren die realitätsfernen Gutmenschen mit eiserner Beharrlichkeit die Symptome: Die Stimmung wird immer mieser, das Bildungsniveau sinkt ab, die Straßen sind nicht mehr sicher, das asoziale Verhalten nimmt zu, der Pöbel hat längst die Oberhand über den öffentlichen Raum erlangt, sozial-mentale Geisteskrankheiten machen sich breit. Und dennoch: Laut einer Umfrage sind 78 Prozent aller Baden-Württemberger nicht mehr zufrieden mit der momentanen Asyl- und Migrationspolitik. 33 Prozent sprachen sogar von „großen Sorgen“. Lediglich 18 Prozent zeigten sich nach wie vor unbekümmert. Durchgeführt wurde die Umfrage vom Institut für Demoskopie in Allensbach im Auftrag der baden-württembergischen Zeitungsverlage.

Dabei hat das Ländle Gerüchten zufolge mehr Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen als ganz Frankreich. Rund 146.000 sollen es im Jahr 2022 gewesen sein, die in den einstmals florierenden Südwesten gereist sind. Parallel dazu hat die Sorge, dass vermehrt muslimische Asylsuchende aus Syrien oder Afghanistan einwandern könnten, ebenfalls zugenommen: Hier zeigten sich weitere 33 Prozent ablehnend ob der aktuellen Entwicklungen. Wer den massenhaften Zustrom aus den bildungsfernen Schichten tagtäglich erlebt, der weiß nur zu gut, warum. 39 Prozent der Befragten haben zu allem Überfluss auch noch den Eindruck, dass der Landesregierung das Wohl der „Schutzsuchenden“ wichtiger ist, als das der eigenen Leute, obwohl die Verarmung dramatisch zunimmt. Jeder Dritte würde sich deshalb zur Wehr setzen, wenn in seiner Umgebung eine größere Asylunterkunft gebaut wird. Auf dem Land sind dies sogar 40 Prozent aller Einwohner, die zum Protest auf die Straße gehen würden.

Sowohl die AfD als auch die CDU sind die Parteien, denen man auf politischem Terrain am meisten Durchschlagskraft zutraut. Auf dem letzten Platz ist interessanterweise die FDP zu finden. Dabei finden 66 Prozent, dass straffällige Ausländer schneller und in größerer Anzahl abgeschoben werden sollten. Hier passiert seit Jahren leider viel zu wenig. 41 Prozent bemängeln deshalb die Arbeit von CDU-Innenminister Thomas Stobl. Nur 22 Prozent sind der Meinung, dass BaWü die immens hohe Anzahl an Migranten und Flüchtlingen weiter bewältigen kann. 48 Prozent halten die Aufnahmekapazitäten für erschöpft – im November 2022 waren dies nur 27 Prozent. Hingegen erleben 67 Prozent ihre Wohngemeinde als völlig überfordert. 49 Prozent wollen keine Hallenunterbringungen mehr. Auch hier hat sich das Stimmungsbild im Vergleich zum Vorjahresherbst immens gewandelt. Mittlerweile fühlen 65 Prozent in ihrer Umgebung nicht mehr sicher, 53 Prozent verspüren eine Beunruhigung im direkten Umfeld.

Als Märchen entpuppt sich auch immer mehr das Geschwätz vom Fachkräftemangel: Hier sorgten vor allem die vielen Ukrainer für eine erhebliche Ernüchterung. Nur 25 Prozent aller Befragten glauben, mit den Osteuropäern offene Stellen jedweder Art besetzen zu können. Von großen Chancen auf dem Arbeitsmarkt ist also nichts zu spüren. Genauso wenig wie die vielbeschworene Herzlichkeit, die Vielfalt, die kulturelle Bereicherung, die Sicherung des Wohlstands und der Rente, die Zukunftschancen usw. usf.
(beischneider.net)

Die Herkulesaufgabe der alternativen Politik

Von MARTIN E. RENNER

icher hat jeder schon einmal von der Hydra gehört, der neunköpfigen Schlange aus der griechischen Mythologie. Das Besondere dieser Bestie war: Schlug man ihr einen Kopf ab, so wuchsen sofort zwei neue Köpfe nach. Dieses Ungeheuer zu bekämpfen und zu besiegen, war eine der Aufgaben des Herkules (griechisch: Herakles).

Die Hydra-Metapher erfreute sich bereits während der Französischen Revolution großer Beliebtheit. Auch heute passt dieses Sprachbild. Es beschreibt die politische Aufgabe der inhaltlich einzigen Opposition, wie auch den politischen Gegner. Der sich – wie die Hydra – ebenso vielköpfig in seinem Schlangenkörper zeigt.

Die Hydra zeigt zunehmende Aufregung und ihre innere Zerrüttung
Das Hydra-Bild passt trefflich, um den sich immer deutlicher werdenden politischen Status quo unserer gespaltenen und mutwillig zersetzten Gesellschaft zu beschreiben. In der Öffentlichkeit, wie auch im privaten Leben der Bürger ist eine große Unruhe und eine immer größer werdende politische Unzufriedenheit zu erkennen.

Dies ist auf die Politik der aktuell regierenden politischen Kaste zurückzuführen, die brachial und hemmungslos von oben befiehlt und durchregiert. Eine Politik, die den Bürger als unmündiges und dummes Kind behandelt, das man bis in intime Details zur angeblich richtigen Haltung und zum vermeintlich richtigen Leben erziehen will.

Eine Politik, die offen gegen den eigenen Bürger agiert. Der Bürger – überhaupt der Mensch – ist nicht mehr Adressat der Politik, sondern, dieser wird durch erratische und hypermoralische Zielsetzungen degradiert und ersetzt.

Der Bürger wird gezwungen, diesen von oben aufoktroyierten Zielsetzungen sein eigenes Wohl und Wollen unterzuordnen. Und dies auch noch aktiv und öffentlich freudig zu bekunden, möchte er nicht sofort den Argwohn und den Vernichtungswillen allgegenwärtiger, oftmals staatlich finanzierter und bezahlter Gesinnungswächter auf sich lenken.

Auf diese Weise wird dem Bürger – perfide und auf subtile Art – sein demokratisch und verfassungsrechtlich garantierter Status als Souverän und Träger aller staatlichen Macht entzogen.

Immer mehr Bürger in Deutschland wachen auf und erkennen die Situation
Die Menschen spüren den obrigkeitlichen Zwang, fühlen ihre von oben betriebene fortschreitende Deklassierung. Es genügt ein Blick ins Portemonnaie oder die sehr reale Angst um das eigene – herkömmlich beheizte – Häuschen und damit um die eigene Altersvorsorge und Lebensplanung.

Genau das bestärkt immer mehr Bürger in zunehmender Bereitschaft, die einzig vorhandene politische Notbremse zu ziehen – also die „Alternative für Deutschland“ wählend in Betracht zu ziehen.

Kommen wir zurück zu unserem Bild von der Hydra. Warum tut sich die „Alternative für Deutschland“ erkennbar so schwer, schnellere Erfolge zu erzielen und daraus Mehrheiten zu generieren?

Die Antwort ist sehr einfach – und dennoch höchst komplex: Weil sie es nicht mit einem, sondern mit neun „politischen“ Gegnern zu tun hat. Weil sie gegen die neun „Köpfe“ der Hydra kämpfen muss, die zwar voneinander unabhängig agieren – aber alle gemeinsam einen „Körper“ bilden. Der über die Jahrzehnte zu einem vereinten „Ungeheuer“ zusammengewachsen ist.

Die AfD ist sich dieses Phänomens bewusst. Die exponierten Vertreter der „Neuen Einheitsparteien Deutschlands (NED)“ ebenfalls. Weswegen sie sich jederzeit und zu jeder Gelegenheit in Debatten mit oder gegen die „Alternative für Deutschland“ blind auf die lautstarke Unterstützung und bedingungslose Zustimmung der acht anderen Köpfe verlassen können.

Die acht nachwachsenden Köpfe der Hydra
Der Bürger bekommt die Meinung der „Alternative für Deutschland“ dargeboten. Und dagegen immer die Meinungen der vielen anderen – auch mit einigem Aufwand professionell in Szene gesetzt. Im Deutschen Bundestag. In politischen Talkshows. In nahezu jeder öffentlichen Debatte. Immer stehen der Vertreter und die Positionierung der AfD gegen mehrere andere.

Mit dieser Methodik entsteht beim Zuschauer ein sehr einprägsames Bild: Alle Blockparteien der „Neuen Einheitspartei Deutschlands“ (Kopf 1) stehen gemeinsam gegen die „Alternative für Deutschland“.

Alle klassischen Medien (Kopf 2) schreiben in immer gleichem und grundsätzlich negativem Tenor von und über die AfD und deren Repräsentanten.

Auch die „sogenannte Wissenschaft“ (Kopf 3) steht gegen die AfD. Jedoch muss man bedenken, dass immer und überall nur diejenigen Gefälligkeits- und Agendawissenschaftler zu Gehör gebracht werden, die kein Jota von der vorgegebenen linksgrün-woken Regierungslinie abweichen.

Die Vertreter der internationalen Großkonzerne – zumeist aus den Feldern „Big Data, Big Pharma, Big Money“ (Kopf 4) – polemisieren gegen die alternativen politischen Positionierungen.

Exponierte Vertreter der Justiz und der Rechtspflege wenden sich gegen die AfD. Die politisch und ideologisch vollständig vereinnahmten Kirchen (Kopf 5) ebenfalls, die sich dadurch zu politischen Vorfeldorganisationen abgewertet und damit ihre eigentliche Berufung – die Verkündigung des Neuen Testaments – vollständig verraten haben.

So auch der weisungsgebundene und entsprechend politisch instrumentalisierte Verfassungsschutz (Kopf 6), der aktuell sogar aktiv und illegitim Wahlkampf gegen die AfD macht und das sogar öffentlich in einer Pressekonferenz bekundete.

Auch nahezu der gesamte öffentliche Verwaltungsapparat aus Behörden und staatlichen Institutionen (Kopf 7) singen unisono das Lied der beabsichtigten Umformung und Dekonstruktion des öffentlichen und privaten Lebens der Bürger unseres Landes.

Die Vertreter der sogenannten „Zivilgesellschaft“ (Kopf 8), also Stiftungen, Vereine und Organisationen, kann man kaum noch zählen, die sich in ihrer Agitation gegen die „Alternative für Deutschland“ besonders fleißig hervortun.

Bis hierher bewegen wir uns weitgehend auf nationaler Ebene, von der kommunalen- über die Länderebene bis hin zur Bundesebene. Schon hier sind die Verquickungen, der personelle Filz, die gegenseitigen Einflussnahmen und die enormen Schnittmengen der jeweiligen opportunistischen Interessen deutlich sichtbar.

Immens viel Staatsgeld an die wahren Systemzerstörer, die sich als Systemschützer bezeichnen
Man denke an die millionenschweren Zahlungen von Behörden an Journalisten – sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene.

Man denke an den Graichen-Skandal im Habeck’schen Vetternwirtschaftsministerium, das man auch das Deindustrialisierungsministerium bezeichnen kann.

Man denke an jede x-beliebige Talkshow, in der – wenn überhaupt – ein Vertreter der „Alternative für Deutschland“ gegen drei, vier, fünf oder mehr Kontrahenten anzureden gezwungen ist. Und alle Gegendiskutanten die gleiche anti-alternative Meinung vertreten.

Man denke an den mit Millionen Euro staatlich finanzierten und forcierten „Kampf gegen rechts“. Nach dessen hemmungs- und skrupelloser Lesart heute wirklich jede noch so leise und zaghafte, jedoch kritische Stimme automatisch in ein imaginäres rechtsextremes Lager einsortiert wird.

Man denke an die Werbe- und PR-Agenturen, die heutzutage nicht mehr die Wirtschaftsunternehmen und deren Produkte bewerben. Sondern nur noch deren „Bemühungen“ in Sachen Vielfalt, Inklusion, Quoten, Anti-Rassismus und Klimarettung promoten.

Man denke an die Filmindustrie, wo gattungsübergreifend keine noch so banale Handlung ohne Rundum-Ausleuchtung irgendeiner – vermeintlich diskriminierten – Minderheit auskommt.

Der omnipräsente linksgrüne woke „Zeitgeist“ suhlt sich in seiner moralisch beanspruchten Allgemeingültigkeit.

Dabei existiert dieser Zeitgeist strenggenommen nicht einmal, sondern ist das Ergebnis des vielstimmigen Gekreisches der voneinander angeblich unabhängigen Köpfe der Hydra.

Der Bürger hat annähernd keine Chance, die hier verborgene Perfidie zu durchschauen.

Hätte Ihnen 1985 – also vor fast 40 Jahren – jemand erzählt, dass heute jede Behörde, jedes Großunternehmen und jedes Medium „gendert“, hätten Sie es geglaubt? Im Jahr 1985 wurde der Begriff „Gender Mainstreaming“ erstmals auf der UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi diskutiert.

Sie sorgen sich wegen des Habeck’schen „Heizungshammers“? Was glauben Sie, womit uns diese wahnsinnigen Kulturmarxisten in 40 Jahren konfrontieren werden, wenn man sie denn ließe? Mit noch irrsinnigerem Schwachsinn. Kein normal denkender Mensch ist in der Lage, sich das bereits heute vorzustellen.

Der neunte Kopf der Hydra – der Globalismus
Bis hierher haben wir acht der neun Köpfe der Hydra grob umrissen und dargestellt. Der neunte Kopf eröffnet eine weitere Dimension. Nämlich die internationale und globalistische Ebene.

Hier sprechen wir von dem supranationalen Bürokratie-Moloch „EU“, wie auch von einer Vielzahl an global, nein, globalistisch agierenden staatlichen, semistaatlichen und auch privaten Organisationen, Stiftungen, Konzernen und NGOs.

Zum Beispiel, die WHO, die sich mit ihrem „neuen Pandemieplan“ anschickt, sämtliche demokratischen und freiheitlichen Prinzipien der Nationen auszuhebeln.

Man kann trefflich darüber streiten, welcher Kopf der eigentlich führende, der organisierende und der strategisch denkende Kopf ist, der über allen anderen Köpfen steht.

Ist es der zuletzt genannte oder ist es der zuerst genannte? Ist es der politische Kopf der „Neuen Einheitspartei Deutschlands (NED)“. Oder ist es der globalistische Kopf der Soros, der Gates, der Schwabs, wie sie auch immer heißen mögen?

Macht es überhaupt Sinn, irgendeinen dieser Köpfe „bekämpfen“ zu wollen? Denn wir wissen ja, dass immer zwei neue Köpfe nachwachsen, wenn ein Kopf abgeschlagen ist?

Nicht die Köpfe sind entscheidend – es ist der Körper des Ungeheuers
Das eigentliche Ziel der politischen Auseinandersetzung sind nicht die unterschiedlichen Köpfe. Das Ziel muss der verbindende Körper, die gemeinsame Ideologie sein. Das Lebenselixier dieser miteinander verbundenen Köpfe muss gestoppt werden. Die unermesslichen hohen Geldflüsse, die die Hydra am Leben halten.

Selbstverständlich ist es für die „Alternative für Deutschland“ das erste und vornehmste Ziel in Regierungsverantwortung zu gelangen. Das Sprachbild von der Hydra zeigt aber, dass sie dann lediglich den Hut auf dem ersten Kopf tragen würde. Aber weder die anderen acht Köpfe, noch der eigentliche Körper des Ungeheuers wären besiegt.

Die Aufgabe der AfD ist also tatsächlich eine Herkulesaufgabe: Denn zuallererst muss der Bürger den eigentlichen Gegner, das Ungeheuer der Hydra – in seinem ganzen schrecklichen Ausmaß – erkennen und erfassen können.

Erst dann wird die Einsicht wachsen, dass es mit einer politischen Mehrheit bei Weitem nicht getan ist, sondern solche zwingend notwendigen Mehrheiten erst das Rüstzeug und den Rückhalt bieten können und werden, um das Hydra-Ungeheuer zu Fall zu bringen. Alles oder nichts.

Was dient Deutschland? Das ist die alles entscheidende Gretchen-Frage
Manche werden fragen, wie die Geldflüsse erkannt und unterbunden werden können. Hier eine denkbar einfache Methode: Stellen Sie sich immer die Frage, ob alle diese Ideologien, all‘ die abgepressten Steuer-Milliarden wirklich Deutschland dienen. Im Sinne einer fairen Chance für unsere Kinder und Enkel, für ihr Leben in einer wohlhabenden, friedvollen, wirtschaftlich prosperierenden und freiheitlichen Demokratie.

In einem Rechtsstaat, der nicht die Mächtigen vor den Bürgern, sondern die Bürger vor den Mächtigen schützt. In einer Gesellschaft, die unsere Kinder nicht zwanghaft zu anonymen Teilen eines monströsen Kollektivs verformen will. In einer Gesellschaft, die selbstverständlich die wertvollen und schützenswerten Unterschiede eines jeden Individuums und dessen Wert für die Gesellschaft anerkennt.

Für Demokratie, für Freiheit, für Recht, für Ordnung, für Kultur, für Identität, für Gemeinsinn, für Fortschritt, für unsere Nation, für unsere Kinder.

Also – schlicht und einfach: Für Deutschland.

Genau das ist der alles entscheidende Maßstab zur Unterscheidung von Gönner oder Gegner, von Freund oder Feind.

Keiner der beschriebenen Köpfe der Hydra kämpft für Deutschland.

(Martin E. Renner ist Bundestagsabgeordneter der AfD und war Anfang 2013 einer der 16 Gründer der Partei in Oberursel. Seine Kolumne erscheint alle zwei Wochen am Samstagabend auf PI-NEWS)
(pi-news.net)

Warum der Westen in der Ukraine die falsche Strategie gewählt hat

Von Gastautor Michael Carlo Klepsch

Sind Gewalt und Kriege unabänderlich Teil der menschlichen Lebens; gehört es zur Natur des homo sapiens, sich in Konflikten immer wieder  dieser Mittel zu bedienen, dass wir als Spezie geradezu verurteilt sind, immer wieder die gleichen Tragödien zu erleben?

In der Beantwortung dieser Fragen stehen sich zwei Lager gegenüber. Für die einen ist Fortschritt im Bereich der Naturwissenschaften möglich; die menschliche Natur dagegen bleibe unveränderlich. Die andere Seite macht einen – langsamen aber historisch doch wahrnehmbaren – Prozess der menschlichen Zivilisation aus, der dazu geführt habe, dass Gewalt und Kriege insgesamt abgenommen haben. In einem Beitrag für den britischen Economist vom 09. Februar 2023 argumentiert der israelische Historiker Yuval Noah Harari für letzte Auffassung. In seiner Argumentation, dass nicht weniger als der weitere Verlauf der menschlichen Geschichte im Ukraine-Krieg auf dem Spiel stehe, hebt Harari hervor, dass Krieg anders als Gravitation kein Naturgesetz sei. Vielmehr betont er, dass der russische Angriffskrieg in der Ukraine die weitgehende Ächtung des Krieges, wie er in den letzten sieben Jahrzehnten in der internationalen Staatenwelt weitgehend erreicht worden sei, in Frage gestellt habe.

Was Harari allerdings ausblendet, ist, dass die gewählte Antwort der Gegengewalt auf Putins Aggression die Gefahr, die er beschwört, noch weiter erhöht und in der atomaren Konfrontation zwischen zwei mit Atomwaffen bis unter die Zähne hochgerüsteten Staaten – und ihren Bündnissystemen – geradezu ins Unbeschreibliche droht gesteigert zu werden. Auf diesen Widerspruch wird im erwähnten Beitrag nicht eingegangen. Dies soll jedoch hier im folgenden versucht werden.

Abgewandelt von dem berühmten Nietzsche Zitat über Goethe , soll hier mit Bedauern festgestellt werden: Mahatma Gandhi ist in der Geschichte der Menschheit ein Zwischenfall ohne Folgen; wer wäre imstande, in der internationalen Politik der letzten 70 Jahre zum Beispiel ein Stück Gandhi aufzuzeigen. Warum sollte das einmal erreichte zivilisatorische Niveau im 21. Jahrhundert in der Reaktion auf den russischen Überfall verloren gehen? Anders gewendet: Könnte das Beispiel Gandhis nicht auch für den Ukraine-Krieg gelten? Wir wollen kurz das Gedankenexperiment unternehmen und darlegen, dass der
Westen, insbesondere die europäischen Staaten, aus zivilisatorischer Sicht die falsche Strategie gewählt haben: Hätte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskji sich auf den völkerrechtswidrigen Einmarsch Putins in die Ukraine am 24. Februar 2022 in ein westliches Land ins Exil begeben und hätte er sich gleichsam als letzte Amtshandlung in einer Ansprache an sein Volk gewandt und dargelegt, dass zur Verteidigung der Freiheit und Unabhängigkeit der Ukrainer ein langer Kampf gegen die Besatzer ausgefochten werden muss, der aber nach Gandhis Vorbild mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams und gewaltfreien Protests geführt werden müsse, dann wären nach gegenwärtigem Stand wohl einige Hunderttausende Menschen am Leben geblieben und den Ukrainern sowohl die Verwüstung ihres
Landes und seiner Infrastruktur als auch Millionen Ukrainern das Schicksal der Flucht und des Exils erspart geblieben. Von der ökologischen Katastrophe ganz zu schweigen, den ein Krieg immer anrichtet, wobei erschwerend noch die Tatsache hinzukommt, dass sich die größten Atomkraftwerke Europas in der Ukraine befinden.

Gandhi lebt heute in der Erinnerung der meisten als quasi religiöse Vorbildfigur. Doch man sollte nicht übersehen, dass er in einem zähen politischen Kampf über Jahrzehnte eine der erfolgreichsten Gestalten in der Politik und Geschichte des 20. Jahrhunderts gewesen ist, dem das heutige Indien seine nationale Unabhängigkeit zu verdanken hat. Gandhis Erfolg war aber nicht nur ein Erfolg der Inder. Sein  Einsatz war in Gandhis überlegter Ablehnung der Gewalt als ein politisches
Instrument auch ein Erfolg für die Menschheit als Ganzes.

Stellen wir uns vor, Wolodymyr Selenskij wäre durch die Europäische Union, welche sich nicht nur selbst als Frieden stiftende Macht betrachtet und entsprechend 2012 vom Osloer Nobelkommitee mit der Verleihung des Friedensnobelpreises gewürdigt wurde, ermutigt worden, diesen Weg zu beschreiten, die moralische Seite des Konfliktes hätte sich in überwältigender Weise gänzlich eindeutig dargestellt: Selenskij hätte im Westen vermutlich derselbe erlebt, wie Gandhi in
Indien. „Wo er (Gandhi, der Verf.) sich zeigte, strömten die Menschen zusammen, um ihn zu sehen und darshan, seinen Segen zu empfangen“. Es ist sicherlich nicht zu viel gesagt, dass mit der Fortschreibung der gewaltlosen Haltung Gandhis in die Gegenwart hinein auch Selenskij die Reise nach Oslo als ein sicherer Kandidaten
für den Friedensnobelpreises bereits auf den Tag genau hätte vorbereiten können; die moralischen Kraft einer solchen Haltung hätte überdies zu einer beispiellosen weltweiten Isolation des Aggressors geführt: Auf dieser Grundlage hätten wirtschaftliche Sanktionen gegen Putins Regime eine gänzlich andere Wirkung entfaltet, als es aktuell der Fall ist, wo viele Staaten in Afrika, Südamerika und in Asien den USA eine scheinheilige Haltung vorwerfen, da sie in der jüngsten
Vergangenheit selber völkerrechtswidrige Kriege geführt habe, weswegen sich die meisten Staaten in der UN an den westlichen Sanktionen gegen Moskau nicht beteiligen.

Die Kraft der moralischen Eindeutigkeit hätte sich zum Nachteil Putins noch einmal potenziert, w e n n a u f s e i n e n B e f e h l d i e K ö p f e d e r u k r a i n i s c h e n
Widerstandsbewegung verschleppt, misshandelt oder gar in einem Blutbad getötet worden wären. Wohl ist es nicht auszuschließen, dass auf einen gewaltlosen Widerstand und zivilen Ungehorsam der Ukrainer seitens des russischen Militärs in der Tat mit Gewalt reagiert worden wären. Noch weniger auszuschließen ist, dass Teile des ukrainischen Militärs und der paramilitärisch bewaffneten ukrainischen Nationalisten die ausgerufene Strategie eines gewaltlosen Widerstandes im Lande
abgelehnt hätten.

Angesichts der Gewaltbereitschaft der Nationalbewegung der Ukraine und der Vorgeschichte ihres Unabhängigkeitskampfes gegen die Sowjets in den vierziger und fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts wäre es sicher nicht leicht
gewesen, der Strategie Gandhis auf Seiten der nationalistischen Ukrainer uneingeschränkte Geltung zukommen zu lassen. Hier aber wäre es gerade die zivilisatorische Aufgabe der Europäer und der von ihnen vertretenen Werte gewesen, auf die Ukrainer mässigend e i n z u w i r k e n u n d s i e n i c h t d u r c h d a s Ve r s p r e c h e n v o n uneingeschränkten Waffenlieferungen und die sukzessive in die Tat umgesetzte Zusage dessen noch weiter zu bestärken, durch ein „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ alleine auf die Karte der Gewalt zu setzen.
Hätte Putin hingegen „agents provocateurs“ verwendet, um den gewaltlosen Widerstand der Ukrainer durch gewaltsame Aktionen zu diskreditieren, hätten die nachrichtendienstlichen Fähigkeiten der USA schnell zur Entlarvung derartiger Versuche beitragen können, was den Kremlherrn weltweit noch mehr in Bedrängnis gebracht hätte.

Das Ziel seines Angriff auf die Ukraine dürfte mit dem Status der militärischen Bündnislosigkeit, einer Neutralität der Ukraine nach Schweizer Vorbild erreicht worden sein. Wie der Kriegsverlauf zeigt, ist die russische Armee zu einer Eroberung weiterer Teile des ehemaligen sowjetischen Territorien logistisch kaum in der Lage. Noch weniger wäre der Einmarsch der russischen Armee in die unter dem westlichen Atomschirm stehenden ehemaligen Sowjetrepubliken oder Staaten Osteuropas, die heute Teil der NATO sind, zu erwarten gewesen. Die genaue Erforschung der Absichten und Ziele der russischen Führung im Frühjahr 2022 ist eine Aufgabe, die zukünftigen Historiker zukommen wird.

Eine Veröffentlichung der diplomatischen Initiativen Russlands im Vorfeld des Einmarsches im Frühjahr 2022 jedoch könnte schon heute recht deutlichen Aufschluss über die Zielsetzung Moskaus geben. Daraus dürfte klar werden: Über die Einsetzung einer nicht moskaufeindlichen Regierung in Kiew wie die Selenskijs, die ihr abgegebenes Versprechen, für eine Entspannung im Verhältnis der Ukraine zu Russland zu sorgen, gebrochen hat, wäre Putin wohl kaum hinaus gegangen. Angesichts des Umstandes, dass selbst der Ex-US-Außenminister Henry Kissinger unlängst öffentlich einräumte, dass nicht alle Schuld für den Ukraine-Krieg bei Putin alleine liege , wäre eine deeskalierende Strategie des Westens moralisch geboten gewesen, welche die Unabhängigkeit der Ukraine nicht preisgibt, sondern sie mit
anderen Mitteln als der brutalen Gewalt verteidigt. Nicht nur die menschlichen und materiellen Opfer in der Ukraine wie indirekt in vielen Teilen der restlichen Welt wären auf diese Weise weitaus geringer ausgefallen.

Eine über die skizzierten Szenarien hinaus gehende rücksichtslose russische Aggression gegenüber einem slawischen Brudervolk, wie wir sie heute erleben, wäre mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch in Russland überaus unpopulär gewesen und hätte für Putin zu ernstem Unmut und Protesten in der eigenen
Bevölkerung geführt. Stattdessen ist es Putin – nicht zuletzt mithilfe der fehlgeleiteten westlichen Reaktion auf seinen Einmarsch – gelungen, die
russische Bevölkerung im Großen und Ganzen hinter sich zu bringen. Wie sich herausgestellt hat, schaden die vom Westen verhängten Wirtschaftssanktionen weniger Russland als den europäischen Staaten selbst; so befindet sich mittlerweile die Eurozone in der Rezession und die Gefahr einer militärischen Eskalation zwischen den hoch gerüsteten Seiten steigt in gänzlich unverantwortlicher Weise je länger der Krieg andauert. Das Risiko, dass ein Dritter Weltkrieg zu einem Ende der
menschlichen Zivilisation insgesamt führen könnte, ist eminent. Daher ist die vom Westen gewählte Strategie falsch, selbstschädigend und möglicherweise sogar selbstzerstörerisch.

Hätte man hingegen, in dem spezifischen Fall der Ukraine, wie hier dargelegt gänzlich anderes reagiert, wäre es im Gegenteil denkbar, dass der Funke des zivilen Ungehorsams auf Putins mit eiserner Hand autokratisch geführtes Land übergesprungen wäre. In der Folge seiner „militärischen Sonderaktion“ in der Ukraine hätte es dann in Moskau und anderen russischen Städten zu massenhaften Protesten gegen den Krieg kommen können. Möglich gar, dass die Proteste ein derartiges Ausmaß angenommen hätten, dass sie zu einem Sturz des ewigen
Autokraten Putin geführt hätten, – eine Kriegsfolge, welche der Westen wohl kaum ungern gesehen hätte. Aufgrund dieser für Putins Regime immanenten Gefahr ist es nachvollziehbar, dass eine auf zivilisatorischer Ebene fortgeschrittenere Reaktionsweise des Westens nicht nur die weltweite normative Ächtung des Krieges bekräftigt, sondern auch den Kremlherrn zu einem sehr schnellen Abzug seines
Militärs aus der Ukraine gedrängt hätte.

Bedauerlicherweise ist dies alles nicht geschehen. Vielmehr befindet sich die Ukraine nunmehr in einer Spirale der Gewalt. Überdies zeichnet sich dabei eine beunruhigende Parallele zum Ersten Weltkrieg ab: Sowohl im Frühjahr 2022 als auch im Sommer 1914 herrschte die Erwartung eines schnellen Sieges vor. Als sich herausstellte, dass die Erwartungen getrogen hatten und ein Ende des Krieges im Gegenteil unabsehbar geworden ist, wurden damals wie heute eisern alle
Verhandlungen abgelehnt, den Krieg diplomatisch mit einem Kompromissfrieden zu beenden. Sowohl im Ersten Weltkrieg als auch heute im Ukraine-Krieg setzten sich auf beiden Seiten diejenigen Kräfte durch, die sich kompromisslos verhielten und nichts anders, als einen Siegfrieden der eigenen Seite akzeptieren wollten.

Doch der Preis für einen Sieg – das ist geradezu eine Gesetzmäßigkeit des Krieges – wird immer höher, je länger ein Krieg andauert. Das Ende des Ersten Weltkrieges sollte alle Verfechter eines Siegfrieden warnen: 1918 war der Preis für den letztlich vermeintlich errungenen Triumph die faktische Selbstentmachtung beider Seiten. So sehr die Weltordnung vor dem Ersten Weltkrieg durch europäische Staaten dominiert wurde, so wenig Einfluss verblieb nach 1918 für die vermeintlichen Siegermächte Großbritannien und Frankreich. Stattdessen traten im Verlauf des 20.
Jahrhunderts die USA und nach der Oktoberevolution in Russland die Sowjetunion ihr Erbe als neue Supermächte an. Dass die aktuellen Entscheidungsträger in Washington und Brüssel die hier favorisierte alternative Handlungsoption wohl nicht unbeachtet ließen, schließlich aber verworfen haben, macht deutlich, in welch verfahrener Lage wir uns heute – nicht anders als während des Ersten Weltkrieges –
befinden.

Die einzige vernünftige Lehre aus der Geschichte der Weltkriege im 20. Jahrhundert freilich – darüber sollte kein Zweifel bestehen – kann nur in dem fortgesetzten Bemühen aller bestehen, Kriege zu ächten. Erst recht im atomaren Zeitalter. Die Menschheit ist nicht verdammt, die immer gleichen Fehler zu begehen. Harari ist zuzustimmen: Gewalt und Krieg sind kein Naturgesetz. Das gilt sowohl für den Einsatz von Gewalt, als auch für die Frage, wie am besten auf sie zu reagieren ist, um sie schnellstmöglich zu beenden. Dass Gewalt keine Lösung ist, wurde in einem in Europa seit dem Mittelalter andauernden langen zivilisatorischen Prozess im Inneren der Staaten durchgesetzt. Der gleiche Imperativ muss auch weiterhin für den zwischenstaatlichen Bereich gelten.

In seinem berühmten Briefwechsel mit Albert Einstein über das Thema „Warum Krieg?“ stellte der Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud 1932 fest, dass Kriege dann enden werden, wenn die Menschen sie nicht mehr ertragen können. Dies ist – von wenigen Ausnahmen abgesehen – für die allermeisten Menschen bereits heute der Fall. Sollte dies – von den hier besagten Wenigen – nicht berücksichtigt werden, so dürfte es im Atomzeitalter wohl unweigerlich so kommen, wie Albert Einstein prophezeite, als er sich 1936 an die „liebe Nachwelt“ mit den
Worten wandte: „Wenn ihr nicht gerechter, friedlicher und überhaupt vernünftiger sein werdet, als wir sind, bzw. gewesen sind, so soll Euch der Teufel holen!“

Dr. Michael Carlo Klepsch ist Politikberater, Historiker und Publizist und
lebt in Weimar. Zu seinen Veröffentlichungen zählen u.a.: Romain
Rolland im Ersten Weltkrieg, Ein Intellektueller auf verlorenem Posten,
Stuttgart 2000. Picasso und der Nationalsozialismus, Düsseldorf 2007.
(vera-lengsfeld.de)