Hat die CDU Konrad Adenauer vergessen?

(gh) - Wer CDU-Mitglied ist oder diese Partei noch immer wählt, obwohl sie am Rockzipfel von Karl Marx hängt, muss sich fragen lassen, ob Erinnerung nicht seine Kultur ist. "Konrad Adenauer vertrat eine uncompromising ablehnende und tief fundamentierte Haltung gegenüber Karl Marx, dem Kommunismus und der damaligen Sowjetunion.
Für ihn war der Kommunismus nicht nur eine politische Ideologie, sondern eine existenzielle Bedrohung für die westliche Zivilisation, die christlichen Werte und die persönliche Freiheit", verdeutlicht KI. "Als überzeugter Katholik und Mitbegründer der CDU sah Adenauer im atheistischen Marxismus den direkten Gegenpol zum christlichen Menschenbild. Während der Marxismus das Kollektiv über das Individuum stellte, betonte Adenauer die unantastbare Würde und Freiheit des einzelnen Menschen. Adenauer lehnte die rein materialistische Geschichts- und Gesellschaftsauferfassung von Marx ab.
Er war überzeugt, dass eine Gesellschaft ohne moralische und religiöse Fundamente zwangsläufig in der Tyrannei endet.Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte Adenauers Antikommunismus die gesamte Außen- und Innenp'olitik der frühen Bundesrepublik Deutschland: Um Deutschland vor der sowjetischen Expansion zu schützen, setzte Adenauer auf eine unumstößliche Integration der Bundesrepublik in das westliche Bündnis (NATO, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft). Freiheit ging für ihn im Zweifel vor Einheit:
Er war bereit, die deutsche Teilung vorerst in Kauf zu nehmen, um den Westen Deutschlands fest in der demokratischen Welt zu verankern. Adenauer glaubte, dass ein wirtschaftlich starkes, freies und fest im Westen integriertes Westdeutschland eine so große Anziehungskraft („Magnetwirkung“) auf die sowjetisch besetzte Zone (DDR) ausüben würde, dass das kommunistische System dort auf Dauer kollabieren müsse.
Auch im Inland duldete Adenauer keinen kommunistischen Einfluss: Unter seiner Regierung wurde die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft und verboten. Bereits Jahre vor dem KPD-Verbot beschloss seine Regierung den sogenannten 'Blitz-Erlass', der Mitgliedern verfassungsfeindlicher Organisationen (insbesondere kommunistischer Gruppierungen) die Beschäftigung im öffentlichen Dienst untersagte.
Trotz seiner tiefen Abneigung war Adenauer ein Realpolitiker. Als sich 1955 die Gelegenheit bot, reiste er nach Moskau. In zähen Verhandlungen mit der sowjetischen Führung erreichte er die Heimkehr der letzten rund 10.000 deutschen Kriegsgefangenen aus sowjetischen Lagern und nahm diplomatische Beziehungen zur UdSSR auf – ohne jedoch jemals von seinem antikommunistischen Kurs abzuweichen"..
