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(tutut) - Es war einmal, so beginnen und enden viele Märchen. Ob Christentum oder Noble Red Man, von dem aus seiner spirituellen Welt des Lakotahäuptlings "Hüter der Weisheit" geblieben ist, die da die "drei Kräfte der Welt" der Nachwelt sichern soll: "Gott hat drei Kräfte in die Welt gebracht, die wir nutzen können. Wir brauchen sie alle. Wir Indianer kennen alle drei. Wir haben eine MillionJahre benötigt, um sie zu finden. Es gibt eine materielle Kraft, eine spirituelle Kraft und eine übernatürliche Kraft. Die materielle Kraft ist die Güte dieser Erde. Die spirituelle Kraft ist die Güte des Menschen. Die übernatürliche Kraft ist die Güte Gottes, des Großen Geistes. Die Drei  Kräfte existieren getrennt voneinander. Sie sind nicht miteinander verbunden. Es ist die Aufgabe des Menschen, die Verbindung herzustellen". Noble Red Man war ein furchtloser spiritueller Krieger, ein listiger Taktiker, ein visionärer Seher, ein humorvoller Geschichtenerzähler – und einer der letzten Wisdomkeeper, Hüter der Weisheit, die das spirituelle Erbe der Indianer für die Nachwelt bewahren sollten. Schon früh kam er in Verbindung mit der Welt der Weißen, wurde christlich erzogen und blieb doch stets tief verwurzelt in der Religion und Tradition der Lakota (Sioux). Noble Red Man erzählt von seinen Visionen, seinem Kampf gegen die Unterdrückung des Glaubens seiner Väter, von den Zeremonien der Heiligen Pfeife und des Sonnentanzes und von Wakan-Tanka, dem Großen Mysterium. Die Weisheit und Poesie seiner Worte berühren unmittelbar und sind das beeindruckende Zeugnis einer Kultur, die uns lehrt, die Sprache der Natur wieder zu verstehen, die Weisheit des Teilens zu entdecken und so inneren und äußeren Frieden zu erlangen. Noble Red Man (1902-1989), mit bürgerlichem Namen Matthew King, war einer der herausragenden Führer des Indian Reawakenings, das in den 60er Jahren begann. Er war lange Zeit offizieller Sprecher der Lakota und beriet Führer des American Indian Movement während und nach der Besetzung von Wounded Knee 1973. Der Mensch ist nur Werkzeug der übernatürlichen Kraft, "wir können diese Kraft nicht kontrollieren, aber trotzdem kommt sie uns zur Hilfe, wenn wir sie brauchen". Welche übernatürliche Kraft mag beim Lokalchef da am Werk gewesen sein? Journalismus wohl nicht: "Beim Artikel 'Dieses Medizintechnik-Unternehmen ist pleite' in unserer Ausgabe von Donnerstag, 28. November,

ist uns ein Fehler unterlaufen. Aufgrund einer Verwechslung zweier Firmen wurde das falsche Bild veröffentlicht". Wo sonst unterm Dreifaltigkeitsberg Spaichingen auf lokal 1 prangte, nun TUT mit Trickartikel, eine Frage der Technik: "Landschaftspflege mit dem Schwäbischen Albverein Wurmlingen" oder "Lärm und Dreck im Wohngebiet". Falls Ausländer Zeitung lesen: "Neue Online-Dienstleistungen der Ausländerbehörde". Wie wär's damit: "Freiwilliges Soziales Jahr an der Musik- und Tanzschule" oder "Jetzt wird's ernst: Diese Stadt muss sparen". Hat ein neuer Bürgermeister Spaichingen nicht einmal als reich erklärt? Eine "katholische Betriebsseelsorgerin" erklärt Bio: "Menschen wurden geschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden geschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet, ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden (Dalai Lama)...Und jetzt steht auch noch Weihnachten vor der Tür. Das Fest der Geburt Christi, das leider immer mehr zum Fest der Geschenke wird, nach dem Motto „Wer bekommt/verschenkt das ultimativ beste/teuerste Geschenk“. Höchste Zeit, sich mehr auf die Menschen, die uns begleiten, zu konzentrieren, und nicht auf die Dinge, um Menschen zu imponieren". Zum Beispiel  dort, wo 15 000 wohnen: "Schwedenfeuer lockt Tausende an - Die Innenstadt war voll am Freitagabend: Mehrere Tausend Besucher kamen zum Schwedenfeuer nach Trossingen. Vieles war geboten". Leser sollen spenden: "Ein unerwarteter Abschied aus Kurdistan" oder so: " richtig gut aus. Langweilig wird es beim Hilfsverein „Women for Women“ in Kenia trotzdem nich". Artikel scherzt: "Was Mieter und Eigentümer zum Winterdienst wissen müssen" oder "Die Schuldenbremse und die Baustellen".  Wie wär's damit: "So kommen Sie im Auto sicher durchs Winterwetter" oder "Die Politik erlässt Albi-Gesetze" sagt  "Wirtschaftsmwissenschaftler". Berlinkorrespondentin an der Leiplanke glaubt wohl, was sie schreibt: "In der Glaubwürdigkeit beschädigt - Diese Krise ist für die FDP nicht ausgestanden. Es ist nicht gesagt, dass der Rücktritt des bisherigen Generalsekretärs Bijan Djir-Sarai ausreicht, den Parteivorsitzenden Christian Lindner aus der Schusslinie zu bringen – um in der FDP-Sprache zu bleiben. Dass Lindner von dem „D-Day“-Papier angeblich nichts wusste, erscheint mit Blick auf die beteiligten Personen unglaubwürdig. Der Autor des Schreibens, der ebenfalls zurückgetretene Bundesgeschäftsführer Carsten Reymann, ist ein Vertrauter des FDP-Chefs. Es bleibt also spannend". Nicht nurZeitung lügt nach altem Srichwort, auch Politiker. Scherz muss sein: "Löhne steigen stärker als die Verbraucherpreise".  dpa-frau erklärt Natur: "Schlaue Füchse, sture Esel, dreckige Schweine - Füchse werden gerne mit Schläue verbunden und Bienen mit Fleiß. Das liegt am Menschen, der seine Eigenschaften gerne auf die Tierwelt projiziert. Was davon wahr ist". Glaubenssache wie dies und dies: "Der Fahrplan zum Wasserstoffhochlauf steht - Eine breite Allianz aus Landkreisen und Wirtschaftsverbänden hat einen Fahrplan zum Wasserstoffhochlauf im Dreiländereck entwickelt. Hintergrund ist der dringend notwendige Anschluss an das zukünftige Fernleitungsnetz und der Aufbau regionaler Erzeugungskapazitäten. Dies teilt das Landratsamt mit". PiffPaff.

Gasalarm beendet Weihnachtsmarkt
Es ist nichts passiert trotz großen Bahnhofs am Freitagabend, aber wo Rauch ist, kann auch Alarm sein. Lahrer Zeitung: "Die Feuewehr - mit mehreren Fahrzeugen inklusive Drehleiter -, Streifenwagen und ein Auto des Energieversorgers Badenova fuhren vor. Offenbar hatte die CO2-Warnmeldeanlage in der Tiefgarage des angrenzenden Walpotenhauses ausgelöst. Auch in den oberen Stockwerken roch es Zeugenangaben zufolge tatsächlich nach Gas. Die Suche nach dem vermeintlichen Leck, wofür unter anderem die Schillerstraße gesperrt wurde, war nicht von Erfolg gekrönt - eine Erklärung gab es nach knapp einer Stunde aber doch: eine frisch gelöschte Feuerschale auf dem Weihnachtsmarkt in Kombination mit der am Freitagabend herrschenden Inversionswetterlage. Heißt: Der Qualm konnte nicht nach oben steigen und wurde ins Kellergeschoss des Walpotenhauses gedrückt. ."

Sind die Innenstädte in Baden-Württemberg noch zu retten?
Der Online-Handel, Mieten und große Ketten bedrohen die einst funktionierenden Fußgängerzonen in Baden-Württemberg. Ist die Zeit der Innenstädte vorbei?..
(swr. Wer Menschen dort aussperrt, bekommt Leere.)

Weniger Baugenehmigungen und neue Wohnungen
Was Städte am Bodensee und in Oberschwaben gegen Wohnungsnot tun wollen
(swr.de. Noch mehr Illegale rufen?)

Gesetzliche Vorgabe
Stadt Lörrach stellt auf insektenfreundliche Straßenlampen um
(swr.de. Nachblind?)

Glück bringen - vor Unglück schützen Ausstellung im Schloss Altensteig: Was Schutzengel alles leisten
(swr.de. Wer glaubt sowas?)

FDP-Krise:
Rülke fordert Aufarbeitung der Vorgänge
(swr.de. Statt Corona? Wer soll seine Arbeit tun?)

Techniker, Gärtner, Domkapellmeister, Köche im Einsatz
Rottenburg bereitet sich auf Bischofsweihe vor
(swr.de. Einer von Tausenden. Kurs im Europa-Park bestanden?

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NACHLESE
News-Redaktion
Weiteres mittelständisches Unternehmen insolvent
In Baden-Württemberg muss sich ein traditionsreicher Maschinenbauer, die Sauter Feinmechanik GmbH, auf eine finanzielle Sanierung einlassen. Obwohl der Betrieb weiterläuft und die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden gesichert ist, trifft das Unternehmen drastische Liquiditätsprobleme, berichtet der Merkur. Diese resultieren aus einem schwierigen Marktumfeld, das auch andere Maschinenbauer wie jene aus Rheinland-Pfalz zur Insolvenz gezwungen hat..
(achgut.com. Wie sieht's in den Medienhäusern aus? Wer braucht noch Zeitungen von gestern?)
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Wird das Ruhrgebiet zum deutschen Kosovo?
Von W. SCHMITT
Seit zehn Jahren warnt der Roman „Ruhrkent“ vor der Abspaltung der islamisierten Landesteile Deutschlands. Jedes Jahr aktueller, ist die Warnung dieses Buches auch 2024 wieder ein Stück glaubhafter geworden: Duisburg, Essen, Bochum und andere Städte des Ruhrgebiets, wo das Buch spielt, sind auch in diesem Jahr umgevolkter als im letzten Jahr, und das wird aller Voraussicht nach so weitergehen. Man kann also wohl die Uhr danach stellen, wann „Ruhrkent“ keine Warnung mehr sein wird, sondern ein Rückblick. Sobald im Zuge der staatlichen Massenansiedlung von Moslems regional islamische Mehrheiten entstanden sind, werden in diesen Gebieten Forderungen nach islamischer Selbstverwaltung und auch territorialer Abspaltung vom deutschen Staatsgebiet laut werden – diese Entwicklung ist mit einiger Wahrscheinlichkeit durchaus zu erwarten. Die oft zu hörende Einschätzung, dass die Umvolkungspolitik unseres Staates geradewegs auf einen territorialen Hochverrat hinführe, könnte sich daher eines Tages als zutreffend erweisen. In „Ruhrkent“ vollzieht sich der Prozess der territorialen Abspaltung schrittweise und fast harmonisch, der deutsche Staat erfüllt alle Forderungen der Separatisten. Der Romanprotagonist Henning Peters hatte als typisch bundesdeutscher Mitläufer den einzelnen Etappen der ethnischen Veränderung Duisburgs jahrelang zugeschaut, aber den damit einhergehenden politischen Gesamtprozess der Landnahme zu spät erkannt: „So kam das alles, so veränderte sich nach und nach die Stadt. Natürlich kam das alles nicht so schnell. Es hatte keine Eile, und man konnte wie bei einem Stundenzeiger, der gemächlich, doch beständig vorwärtsrückte, erst, wenn wieder eine Stunde um war und geschlagen hatte, sehen, dass es langsam, aber rege näher kam.“ Viel zu spät wird Henning Peters zum Rebell, er wird angeklagt und vor Gericht gestellt. Eine ausführliche Besprechung zum Inhalt und besonderen Sprachstil des Buches findet sich hier. Was aber, wenn sich der Prozess der islamischen Landnahme im Ruhrgebiet nicht so friedlich vollzieht wie in „Ruhrkent“ beschrieben? Was, wenn es in den umgevolkten Gebieten Deutschlands zu ähnlich militanten ethnoseparatistischen Bewegungen kommt, wie wir sie aus dem Kosovo und – historisch etwas anders gelagert – dem Donbass kennen? Was, wenn der deutsche Zentralstaat in Berlin unter politischen Druck gerät, die Landübergabe doch nicht friedlich zu vollziehen, sondern, ähnlich wie im Kosovo, politische Strömungen in den noch stärker deutsch besiedelten Gebieten außerhalb des Ruhrgebiets darauf drängen, das Ruhrgebiet als Teil Deutschlands zu erhalten? Zukunft spielt sich nie ganz so ab, wie in der Gegenwart angenommen. Es kann also gut sein, dass die Warnungen von „Ruhrkent“ nur Hirngespinste sind und wir statt islamischer Segregation und entsprechendem Ethnoseparatismus eines Tages tatsächlich die uns seit Jahrzehnten versprochene Integration der islamischen Ausländer erleben werden, ein „Ruhrkent“ wird es dann nie geben. Das Buch kann allerdings auch in anderer Richtung falsch liegen: Statt friedlicher Machtübergabe, wie sie anschaulich im Kapitel „Die Posaunenklänge“ beschrieben wird, könnte das Ruhrgebiet schlimmstenfalls auch in einem militanten Aufeinanderprallen politischer Heißsporne zerrieben werden. Im Rückblick auf die letzten zehn Jahre seit Erscheinen des Buches im Herbst 2014 scheinen die tatsächlichen Entwicklungen im Ruhrgebiet dem Buch leider recht zu geben: Der politische und ethnische Trend in Richtung „Ruhrkent“ ist im Ruhrgebiet kaum mehr zu übersehen. Deutsche prägten 2014 durchaus noch das Straßenbild von Duisburg, heute sind sie in allen Ruhrgebietsstädten eindeutig in der Minderheit. Von Rufen nach einem „Kalifat“, wie 2023 erstmals in Essen, war 2014 noch nichts zu hören. Und dass ausgerechnet eine CDU-Landesregierung es zulassen würde, dass im Sommer 2024 Menschen in Dortmund vor öffentlichen Gebäuden nach Hautfarbe selektiert werden, genau wie in „Ruhrkent“ mit den „Abstammungsgruppierungsstufen“ vorausgesagt, hätte 2014 wohl auch niemand geglaubt.  „Ruhrkent“ scheint also weiter auf Kurs zu liegen. Bleibt zu hoffen, dass wir diesen Satz nach Ablauf der nächsten zehn Jahren nicht wieder schreiben müssen.
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Warum können Personen, die keine Parlamentsmehrheit mehr hinter sich haben, an internationalen Konferenzen teilnehmen und Milliarden des Vermögens des Souveräns verteilen? Ein Reiseverbot für gescheiterte Minister wäre das Minimum!
(Leser-Kommentar, Tichys Einblick)
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FDP-Chef unter Druck
Lindner übernimmt für „D-Day“-Affäre „Gesamtverantwortung“, aber kein Rücktritt
(focus.de. Witzigkeit ohne Grenzen.)

Viel kritisierte Entscheidung
CDU-Chef Merz zu Vergewaltigung in der Ehe: „Würde heute anders abstimmen“
Vor Jahren stand eine Reform der Gesetze rund um die Vergewaltigung in der Ehe im Raum. Friedrich Merz stimmte dagegen - heute bereut er es.
(focus.de. ??? Was hat der für Probleme?)

Mega Videopanne:
CDU blamiert sich mit Wahlwerbespot
(bild.de. Landschaft Dänemark, Menschen Amerika, passt scho zu Friedrich Merz als Hamlet und Ko. Was ist an der "cdu" noch echt?)

Tagesschau streicht die Damen und Herren
Die „Tagesschau“ verkürzt ihre traditionsreiche Begrüßung. Das soll alltagsnäher wirken – und umgeht nebenbei eine mögliche Kritik..
(welt.de. Tritratrulala, Kasperlin ist wieder da.)

„Wahlsiegkonferenz“
Die SPD startet mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz in den Wahlkampf. .
(welt.de. Und sagt kein einziges Wort?)

„Wahlsiegkonferenz“
Trotzig verweigert sich die SPD der Realität
Die Sozialdemokraten scheren sich nicht um schlechte Umfragewerte und feiern stattdessen Kanzler Scholz auf ihrer „Wahlsiegkonferenz“. Mit besonderer Genugtuung attackieren sie dabei nicht nur CDU-Chef Merz, sondern auch ihren neuen Lieblingsfeind..
(welt.de. Die Wiederholung macht's - die Regierungsmedien wiederholen jeden linksgrünen Quatsch, das Volk muss daran glauben.)

Plus 7 Prozentpunkte!:
Scholz holt im Kanzler-Rennen auf
Ersten Rückenwind gibt's für Scholz in einer neuen BILD-Umfrage: 22 Prozent der Menschen in Deutschland würden ihn direkt zum Kanzler wählen, ermittelte das Meinungsforschungsinstitut INSA, das ist ein sattes Plus zur Vorwoche von 7 Prozentpunkten..
(bild.de. Drei Jahre haben sie ihn unterirdisch getragen, nun wird er hochgeschrieben, denn schließlich wollen Medienruinen Geld vom Staat.)

Verweigerter Wahlkampf
Merz gegen Scholz: Will-nicht gegen Kann-nicht
Von Alexander Heiden
Stell dir vor, es ist Wahlkampf, und keiner geht hin. Keine 100 Tage vor dem Urnengang tun die beiden wichtigsten Anwärter auf das Kanzleramt: nichts. Olaf Scholz und Friedrich Merz bleiben unter dem Radar – aus ganz ähnlichen Gründen..
(Tichys Einblick. Kannitverstan? Deutschland kaputt.)

Redaktion
Merkels Fluch und Ausflucht
Deutschland im November 2024: Das Land befindet sich im Niedergang. Die Krise ist ganz wesentlich auf das politische Wirken Angela Merkels zurückzuführen...
(achgut.com. Wer kauft sich ihre Bedienungsanleitung?)

FOCUS-Kolumne von Jan Fleischhauer
Merkels Memoiren: Von wem wurden wir da um Gottes Willen 16 Jahre regiert? Donald Trump hat ihr einmal den Handschlag verweigert: Das ist schon der Höhepunkt von Angela Merkels Memoiren, packender wird’s dann nicht mehr. Ein Buch wie ihre Kanzlerschaft: etwas eitel, etwas selbstgerecht und unglaublich öd. Warum setzt sich jemand hin und schreibt ein Buch? Er bestreitet damit seinen Lebensunterhalt, das ist der Profi. Vielleicht glaubt er auch, der Welt unbedingt etwas mitteilen zu müssen, das wäre der Enthusiast. Angela Merkel hat eine dritte Kategorie eröffnet: das Buch als Selbstrechtfertigungs- und Selbstentschuldigungstraktat. 752 Seiten warum sie im Grunde immer richtig lag..
(focus.de. Hinterher kann jeder. Journalismus ist, schreiben was ist.)

Generation Verantwortungslosigkeit
Von Boris Blaha
Aus der Erfahrung des Scheiterns der grünen Bewegung gilt es, die politischen Konsequenzen zu ziehen: Die Umkehr von der Umkehr. Aber ist das mit dem infantilisierten Personal machbar?.
(achgut. com. Kindermacht.)

Justiz: Ein Urteil und das Tor zur Hölle
Von Matthias Guericke
Lebt der Rechtsstaat noch? Angesichts des Urteils des Bundesgerichtshofs im Verfahren gegen den „Maskenrichter“ Christian Dettmar drängt sich diese Frage auf..
(achgut.com.Recht kann Unrecht sein.)

Wechsel nach Kiew
Patrick Graichen wechselt zu ukrainischem Stromnetzbetreiber
Der ehemalige Staatssekretär Patrick Graichen wurde in den Aufsichtsrat eines ukrainischen Stromnetzbetreibers berufen. Die ukrainische Regierung stimmte am Mittwoch dem Vorschlag zu.
VON Marco Gallina
(Tichys Einblick. Haben die noch Strom?)

Der Fluch der bösen Tat
Lauterbachs einstige Verbündete stellen sich gegen den Minister
Eine Medienrecherche fördert zutage, wie Karl Lauterbach dem RKI Vorschriften machte, um die Corona-Gefahr künstlich hochzuhalten. Indes ist der Frust im Gesundheitsministerium auf den SPD-Politiker groß.
VON Redaktion
(Tichys Einblick. Strumpf aus.)

Keine Abstellgleise
Bahn lässt leere Züge nachts um Berlin kreisen
Von Alexander Heiden
Die Bahn wird zu einem paradoxen Verkehrsmittel. Wenn sie fahren soll, steht sie: wegen Bauarbeiten, oder weil das Personal fehlt. Und wenn sie stehen soll, fährt sie: weil es nicht genügend Parkmöglichkeiten für moderne Züge gibt..
(Tichys Einblick. Fahren und fahren lasse. Kein Furz.)

Wirtschaft
Überwachung von Lieferketten wird zur Zerreißprobe
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz stellt große Dax-Konzerne, aber auch Klein-, und mittelständische Unternehmen vor gigantische Herausforderungen. Die damit verbundene Erfüllung bürokratischer Anforderungen grenzt an eine Unmöglichkeit.
(Junge Freiheit. Ohne Hirn ist alles nix.)

KI-Deepfakes und Cyberattacken
Verfassungsschutz: Rußland will Bundestagswahl manipulieren
Deutschland wählt – und Putin wählt mit? Der Verfassungsschutz warnt, Moskau könnte die Bundestagswahl manipulieren. Ziel: Spaltung, Unsicherheit und weniger Ukraine-Unterstützung. Eine Taskforce ist in Alarmbereitschaft..
(Junge Freiheit. Selbstgemacht wählt falscher.)

Herles fällt auf
Das deutsche Traumpaar der Literatur
Von Wolfgang Herles
So sehr sie sich auch unterscheiden, Merkel und Habeck sind das Albtraumpaar der deutschen Demokratie. Ein Shakespeare unserer Tage nähme sie als Vorbild für Macbeth in einer neuen zeitgemäßen Version. Er, der fiktionale Jugendbuchpädagoge: Die Welt als Vorstellung. Sie die knochentrockene Machiavellistin: Die Welt als Wille. Gemeinsamer Titel: Wege zur Macht. Kein Märchen. Ich wundere mich darüber, dass sich die halbe Republik darüber wundert, was alles nicht in dem 750-Seiten-Klotz von Angela Merkel steht. .. Wahrscheinlich handelt es sich um den ungelesensten Bestseller der Saison, .. Noch peinlicher ist, dass ausgerechnet Anne Will – die einst in ihrer Show in der ARD die Kanzlerin schamlos hofierte – das Gespräch zur Buchpremiere im Deutschen Theater führte. Mein Rat: Es lohnt sich nicht einmal, das Werk zu klauen..
(Tichys Einblick. Albträume haben Namen.)

Panzergrenadiere schützen Ostflanke: SIE sind die mutigsten NATO-Soldaten
(bild.de. Demnächst in Litauen - um Ostpreußen mit Tilsit zu befreien? Alles Käse oder was?)

Seit Merkels Abgang befindet sich Deutschland auf einem immer schnelleren Weg der Verarmung

Von Drieu Godefridi

(Englischer Originaltext: Europe's German Problem, Übersetzung: Daniel Heiniger)

Heute vertritt Deutschland die Ideologien der "grünen Energie" und einer CO2-freien Gesellschaft – einer Gesellschaft, die kein CO2 mehr ausstößt. Die Deutschen scheinen es mit der Ideologie ernst zu meinen; sie scheinen alles ernst zu nehmen. Wenn sie sich einmal einer Ideologie verschrieben haben, ist es anscheinend sehr schwer, sie wieder umzustimmen.

So kam Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Macht (2005–2021). Viele vergessen, dass sie nicht aus der extremen grünen Linken stammt, obwohl man das angesichts ihrer Bilanz glauben könnte. Tatsächlich kam sie von der CDU/CSU, Deutschlands "Mitte-rechts"-Partei.

Merkels Bilanz ist eindeutig: 1) die demografische Islamisierung Deutschlands, indem sie die Türen für eine Flut von Migranten öffnete, die der deutschen Kultur fremd sind und offenbar weniger als Null Interesse daran haben, sie anzunehmen; 2) die Unterordnung der deutschen Energieversorgung unter Russland, 3) die Zerstörung des deutschen nuklearen Erbes. Wäre Merkel eine Agentin des russischen Regimes gewesen, das sie ausgebildet hat, hätte sie möglicherweise nicht anders gehandelt.

Seit Merkels Abgang befindet sich Deutschland auf einem immer schnelleren Weg der Verarmung. Laut der Süddeutschen Zeitung prognostiziert das deutsche Wirtschaftsministerium für 2024 nun einen Rückgang des BIP um 0,2 Prozent. Damit revidiert es seine frühere Vorhersage eines Wachstums von 0,3 Prozent. Deutschland steht außerdem vor der industriellen Vernichtung.

BASF beispielsweise, seit 1865 ein Flaggschiff der deutschen Industrie, symbolisiert die Produktionsstärke des Landes. Mit fast 400 Produktionsstandorten in 80 Ländern bleibt sein Herz in Ludwigshafen, Deutschland, wo es einen riesigen Komplex mit 200 Anlagen betreibt und rund 39.000 Menschen beschäftigt. Dieser Knotenpunkt ist jedoch in letzter Zeit zu einem Brennpunkt der Herausforderungen von BASF geworden.

In den letzten zwei Jahren hat das Unternehmen eine seiner beiden Ammoniakanlagen geschlossen und mehrere andere an diesem Standort aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit stillgelegt, was zum Verlust von 2.500 Arbeitsplätzen führte, wie Chemical and Engineering News erklärt. BASF verzeichnete im Jahr 2023 ebenfalls einen deutlichen Rückgang: Der Umsatz sank um 21,1 % und der bereinigte Gewinn brach um 60,1 % ein. Zu diesen Problemen kam hinzu, dass BASF kürzlich Pläne zur Kostensenkung in Ludwigshafen um weitere 1,1 Milliarden Dollar ankündigte, was weitere Entlassungen zur Folge haben wird.

Als Folge dieser Industriekatastrophe sieht sich das deutsche Establishment mit einer demokratischen Revolte wachsender Teile der Bevölkerung konfrontiert. Das haben die jüngsten Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg gezeigt, bei denen die rechtsgerichtete AfD Zuspruch erhielt. Sie fordert, dass Deutschland sich von den Mythen um die grüne Energie verabschiedet, die seine Industrie zerstören.

Man hätte hoffen können, dass die deutsche Rechte ein paar Lehren aus der Merkel-Katastrophe ziehen würde. Dem ist aber nicht so. Bundesweite Umfragen und die jüngsten Landtagswahlen scheinen sich darin einig zu sein und sagen eine Katastrophe für die Linke voraus, während die Mitte-rechts-Partei CDU/CSU und die rechtsgerichtete AfD auf dem Vormarsch sind.

Während die Logik verlangt, dass die Mitte-Rechts-Parteien und die Rechte, die zusammen eine große Mehrheit haben, regieren – ihre politischen Konvergenzen, sei es in den Bereichen Migration oder Energie, sind zahlreich – hat die Mitte-Rechts-Partei ihre absolute Weigerung deutlich gemacht, mit der AfD, in welcher Form auch immer, zu regieren.

Das zwingt die CDU, darüber nachzudenken, morgen mit ... den Grünen zu regieren, der radikalsten extremen Linken Europas (zusammen mit den belgischen und französischen Umweltschützern) – der Partei, die der CDU in den Themen Migration, Umwelt und Priorisierung der Kernenergie die größte Opposition entgegensetzt. Die Bewegung, die für die Zerstörung der deutschen Energieressourcen verantwortlich und ein direkter Komplize des russischen Regimes ist und unter seiner Schirmherrschaft steht – die Grünen – die mitten im Krieg in der Ukraine nach der Zerstörung der Gaspipeline Nord Stream 2 den Abbau der deutschen Atomkraftwerke unterzeichnet und gefeiert haben; Atomkraftwerke, die noch in Betrieb waren und noch jahrelang billige Energie hätten produzieren können.

Bereitet sich die CDU tatsächlich darauf vor, gemeinsam mit jenen, die die Grenzen abschaffen wollen, die Grenzen zu schließen? Bereitet sie sich darauf vor, nicht integrierbare Migranten zurückzuschicken, obwohl die Grünen gegen Abschiebungen sind? Bereitet sie sich darauf vor, gemeinsam mit denjenigen, die für jene Politik verantwortlich sind, die diese Preisexplosion erst verursacht hat, die Energiepreise zu senken? Bereitet sie sich darauf vor, dem Islamismus mit Hilfe dessen treuestem Verbündeten entgegenzutreten?

Erleichtert wird diese Zusammenarbeit durch eine massive ideologische Konvergenz: Sowohl die CDU als auch die Grünen glauben an die Notwendigkeit der Energiewende. Die Abschaffung fossiler Brennstoffe und der Atomkraft soll durch "erneuerbare Energien" – vor allem Wind- und Solarenergie – ersetzt werden, die unregelmäßig, oft unerschwinglich und von begrenztem praktischen Nutzen sind. Wind- und Solarenergie werden stark von den Wetterbedingungen beeinflusst. Solarmodule produzieren an bewölkten Tagen weniger und Windräder erzeugen in windstillen Zeiten weniger. Diese Variabilität macht es schwierig, eine konsistente Energieproduktion sicherzustellen.

Die Mitte-Rechts-CDU unterstützt die Marktwirtschaft, das atlantische Bündnis und die deutsche Industrie – hält aber auch an der Ideologie der Umweltschützer fest. Diese Ansicht hilft zu erklären, warum die Europäische Volkspartei (EVP), die größte Fraktion im Europäischen Parlament – ​​in der die CDU Mitglied ist – Ursula von der Leyen zur Präsidentin der Europäischen Kommission ernannt hat. Unter ihrer Führung bricht die Wirtschaft der Europäischen Union zusammen, die Industrie verschwindet und der Islamismus breitet sich aus. Angeblich spielt das alles keine Rolle, weil die Europäer den Heiligen Gral haben: die "Energiewende" zu einem "CO2-freien" Europa und mehr Vorschriften als alle anderen Zivilisationen zusammengenommen.

Leider ist diese Politik ein absoluter Mythos. Das "CO2-freie Europa", eine physikalische Unmöglichkeit, wird nie Wirklichkeit werden. Selbst wenn es so wäre, würde es an der globalen Explosion der CO2-Emissionen keinen Unterschied machen. Europa ist für lediglich 8 % der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Selbst wenn Europa aufhören würde zu existieren, würde das für die globalen CO2-Emissionen kaum einen Unterschied machen. Sie würden auf allen fünf Kontinenten weiter steigen. Die Zerstörung der europäischen Industrie durch die deutsche Linke hätte keinerlei Auswirkungen auf das Klima – Null.

Während Umweltschützer heute eine "kohlenstofffreie Gesellschaft" und "100 % erneuerbare Energie" anpreisen, hat sich Deutschland in Mythen verstrickt, die kaum größer sind als der Lebensraum des letzten Jahrhunderts.

Heute wie gestern drohen diese Mythen nicht nur den Ruin Deutschlands, sondern ganz Europas herbeizuführen.

Wäre es nicht konstruktiver, wenn die CDU eine Regierung mit der AfD in Betracht ziehen würde, um Deutschland und Europa aus diesem Trott herauszuholen?

(Drieu Godefridi ist Jurist (Universität Saint-Louis, Universität Louvain), Philosoph (Universität Saint-Louis, Universität Louvain) und hat einen Doktortitel in Rechtstheorie (Paris IV-Sorbonne). Er ist Unternehmer, CEO einer europäischen privaten Bildungsgruppe und Direktor der PAN Medias Group. Er ist der Autor von "The Green Reich" (2020). Quelle: Gatestone Institute)

Rede Papst Benedikts XVI. im Deutschen Bundestag am 22. September 2011

Es ist mir Ehre und Freude, vor diesem Hohen Haus zu sprechen – vor dem Parlament meines deutschen Vaterlandes, das als demokratisch gewählte Volksvertretung hier zusammenkommt, um zum Wohl der Bundesrepublik Deutschland zu arbeiten. Dem Herrn Bundestagspräsidenten möchte ich für seine Einladung zu dieser Rede ebenso danken wie für die freundlichen Worte der Begrüßung und Wertschätzung, mit denen er mich empfangen hat. In dieser Stunde wende ich mich an Sie, verehrte Damen und Herren – gewiß auch als Landsmann, der sich lebenslang seiner Herkunft verbunden weiß und die Geschicke der deutschen Heimat mit Anteilnahme verfolgt.
Aber die Einladung zu dieser Rede gilt mir als Papst, als Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit trägt. Sie anerkennen damit die Rolle, die dem Heiligen Stuhl als Partner innerhalb der Völker- und Staatengemeinschaft zukommt. Von dieser meiner internationalen Verantwortung her möchte ich Ihnen einige Gedanken über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats vorlegen.

Lassen Sie mich meine Überlegungen über die Grundlagen des Rechts mit einer kleinen Geschichte aus der Heiligen Schrift beginnen. Im ersten Buch der Könige wird erzählt, daß Gott dem jungen König Salomon bei seiner Thronbesteigung eine Bitte freistellte. Was wird sich der junge Herrscher in diesem wichtigen Augenblick erbitten? Erfolg – Reichtum – langes Leben – Vernichtung der Feinde? Nicht um diese Dinge bittet er. Er bittet: "Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht“ (1 Kön 3,9). Die Bibel will uns mit dieser Erzählung sagen, worauf es für einen Politiker letztlich ankommen muß.

Sein letzter Maßstab und der Grund für seine Arbeit als Politiker darf nicht der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein. Die Politik muß Mühen um Gerechtigkeit sein und so die Grundvoraussetzung für Friede schaffen. Natürlich wird ein Politiker den Erfolg suchen, der ihm überhaupt die Möglichkeit politischer Gestaltung eröffnet. Aber der Erfolg ist dem Maßstab der Gerechtigkeit, dem Willen zum Recht und dem Verstehen für das Recht untergeordnet. Erfolg kann auch Verführung sein und kann so den Weg auftun für die Verfälschung des Rechts, für die Zerstörung der Gerechtigkeit. „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande“, hat der heilige Augustinus einmal gesagt.

Wir Deutsche wissen es aus eigener Erfahrung, daß diese Worte nicht ein leeres Schreckgespenst sind. Wir haben erlebt, daß Macht von Recht getrennt wurde, daß Macht gegen Recht stand, das Recht zertreten hat und daß der Staat zum Instrument der Rechtszerstörung wurde – zu einer sehr gut organisierten Räuberbande, die die ganze Welt bedrohen und an den Rand des Abgrunds treiben konnte. Dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren ist und bleibt die grundlegende Aufgabe des Politikers.

In einer historischen Stunde, in der dem Menschen Macht zugefallen ist, die bisher nicht vorstellbar war, wird diese Aufgabe besonders dringlich. Der Mensch kann die Welt zerstören. Er kann sich selbst manipulieren. Er kann sozusagen Menschen machen und Menschen vom Menschsein ausschließen. Wie erkennen wir, was recht ist? Wie können wir zwischen Gut und Böse, zwischen wahrem Recht und Scheinrecht unterscheiden? Die salomonische Bitte bleibt die entscheidende Frage, vor der der Politiker und die Politik auch heute stehen.

In einem Großteil der rechtlich zu regelnden Materien kann die Mehrheit ein genügendes Kriterium sein. Aber daß in den Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des Menschen und der Menschheit geht, das Mehrheitsprinzip nicht ausreicht, ist offenkundig: Jeder Verantwortliche muß sich bei der Rechtsbildung die Kriterien seiner Orientierung suchen. Im 3. Jahrhundert hat der große Theologe Origenes den Widerstand der Christen gegen bestimmte geltende Rechtsordnungen so begründet: „Wenn jemand sich bei den Skythen befände, die gottlose Gesetze haben, und gezwungen wäre, bei ihnen zu leben …, dann würde er wohl sehr vernünftig handeln, wenn er im Namen des Gesetzes der Wahrheit, das bei den Skythen ja Gesetzwidrigkeit ist, zusammen mit Gleichgesinnten auch entgegen der bei jenen bestehenden Ordnung Vereinigungen bilden würde …“

Von dieser Überzeugung her haben die Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und gegen andere totalitäre Regime gehandelt und so dem Recht und der Menschheit als ganzer einen Dienst erwiesen. Für diese Menschen war es unbestreitbar evident, daß geltendes Recht in Wirklichkeit Unrecht war. Aber bei den Entscheidungen eines demokratischen Politikers ist die Frage, was nun dem Gesetz der Wahrheit entspreche, was wahrhaft recht sei und Gesetz werden könne, nicht ebenso evident.

Was in bezug auf die grundlegenden anthropologischen Fragen das Rechte ist und geltendes Recht werden kann, liegt heute keineswegs einfach zutage. Die Frage, wie man das wahrhaft Rechte erkennen und so der Gerechtigkeit in der Gesetzgebung dienen kann, war nie einfach zu beantworten, und sie ist heute in der Fülle unseres Wissens und unseres Könnens noch sehr viel schwieriger geworden.

Wie erkennt man, was recht ist? In der Geschichte sind Rechtsordnungen fast durchgehend religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden, was unter Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das Christentum dem Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, eine Rechtsordnung aus Offenbarung vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft, der freilich das Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes voraussetzt.

Die christlichen Theologen haben sich damit einer philosophischen und juristischen Bewegung angeschlossen, die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gebildet hatte. In der ersten Hälfte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts kam es zu einer Begegnung zwischen dem von stoischen Philosophen entwickelten sozialen Naturrecht und verantwortlichen Lehrern des römischen Rechts. In dieser Berührung ist die abendländische Rechtskultur geboren worden, die für die Rechtskultur der Menschheit von entscheidender Bedeutung war und ist.

Von dieser vorchristlichen Verbindung von Recht und Philosophie geht der Weg über das christliche Mittelalter in die Rechtsentfaltung der Aufklärungszeit bis hin zur Erklärung der Menschenrechte und bis zu unserem deutschen Grundgesetz, mit dem sich unser Volk 1949 zu den „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ bekannt hat.

Für die Entwicklung des Rechts und für die Entwicklung der Humanität war es entscheidend, daß sich die christlichen Theologen gegen das vom Götterglauben geforderte religiöse Recht auf die Seite der Philosophie gestellt, Vernunft und Natur in ihrem Zueinander als die für alle gültige Rechtsquelle anerkannt haben. Diesen Entscheid hatte schon Paulus im Brief an die Römer vollzogen, wenn er sagt: „Wenn Heiden, die das Gesetz (die Tora Israels) nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie… sich selbst Gesetz. Sie zeigen damit, daß ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab…“ (Röm 2,14f). Hier erscheinen die beiden Grundbegriffe Natur und Gewissen, wobei Gewissen nichts anderes ist als das hörende Herz Salomons, als die der Sprache des Seins geöffnete Vernunft.

Wenn damit bis in die Zeit der Aufklärung, der Menschenrechtserklärung nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gestaltung unseres Grundgesetzes die Frage nach den Grundlagen der Gesetzgebung geklärt schien, so hat sich im letzten halben Jahrhundert eine dramatische Veränderung der Situation zugetragen. Der Gedanke des Naturrechts gilt heute als eine katholische Sonderlehre, über die außerhalb des katholischen Raums zu diskutieren nicht lohnen würde, so daß man sich schon beinahe schämt, das Wort überhaupt zu erwähnen. Ich möchte kurz andeuten, wieso diese Situation entstanden ist. Grundlegend ist zunächst die These, daß zwischen Sein und Sollen ein unüberbrückbarer Graben bestehe. Aus Sein könne kein Sollen folgen, weil es sich da um zwei völlig verschiedene Bereiche handle.

Der Grund dafür ist das inzwischen fast allgemein angenommene positivistische Verständnis von Natur und Vernunft. Wenn man die Natur – mit den Worten von H. Kelsen – als „ein Aggregat von als Ursache und Wirkung miteinander verbundenen Seinstatsachen“ ansieht, dann kann aus ihr in der Tat keine irgendwie geartete ethische Weisung hervorgehen. Ein positivistischer Naturbegriff, der die Natur rein funktional versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erklärt, kann keine Brücke zu Ethos und Recht herstellen, sondern wiederum nur funktionale Antworten hervorrufen.

Das gleiche gilt aber auch für die Vernunft in einem positivistischen, weithin als allein wissenschaftlich angesehenen Verständnis. Was nicht verifizierbar oder falsifizierbar ist, gehört danach nicht in den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb müssen Ethos und Religion dem Raum des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus dem Bereich der Vernunft im strengen Sinn des Wortes heraus. Wo die alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft gilt – und das ist in unserem öffentlichen Bewußtsein weithin der Fall –, da sind die klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt. Dies ist eine dramatische Situation, die alle angeht und über die eine öffentliche Diskussion notwendig ist, zu der dringend einzuladen eine wesentliche Absicht dieser Rede ist.

Das positivistische Konzept von Natur und Vernunft, die positivistische Weltsicht als Ganzes ist ein großartiger Teil menschlichen Erkennens und menschlichen Könnens, auf die wir keinesfalls verzichten dürfen. Aber es ist nicht selbst als Ganzes eine dem Menschsein in seiner Weite entsprechende und genügende Kultur. Wo die positivistische Vernunft sich allein als die genügende Kultur ansieht und alle anderen kulturellen Realitäten in den Status der Subkultur verbannt, da verkleinert sie den Menschen, ja sie bedroht seine Menschlichkeit. Ich sage das gerade im Hinblick auf Europa, in dem weite Kreise versuchen, nur den Positivismus als gemeinsame Kultur und als gemeinsame Grundlage für die Rechtsbildung anzuerkennen, alle übrigen Einsichten und Werte unserer Kultur in den Status einer Subkultur verwiesen und damit Europa gegenüber den anderen Kulturen der Welt in einen Status der Kulturlosigkeit gerückt und zugleich extremistische und radikale Strömungen herausgefordert werden.

Die sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts wahrnehmen kann, gleicht den Betonbauten ohne Fenster, in denen wir uns Klima und Licht selber geben, beides nicht mehr aus der weiten Welt Gottes beziehen wollen. Und dabei können wir uns doch nicht verbergen, daß wir in dieser selbstgemachten Welt im stillen doch aus den Vorräten Gottes schöpfen, die wir zu unseren Produkten umgestalten. Die Fenster müssen wieder aufgerissen werden, wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und die Erde sehen und all dies recht zu gebrauchen lernen.

Aber wie geht das? Wie finden wir in die Weite, ins Ganze? Wie kann die Vernunft wieder ihre Größe finden, ohne ins Irrationale abzugleiten? Wie kann die Natur wieder in ihrer wahren Tiefe, in ihrem Anspruch und mit ihrer Weisung erscheinen? Ich erinnere an einen Vorgang in der jüngeren politischen Geschichte, in der Hoffnung, nicht allzusehr mißverstanden zu werden und nicht zu viele einseitige Polemiken hervorzurufen. Ich würde sagen, daß das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 70er Jahren zwar wohl nicht Fenster aufgerissen hat, aber ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist und bleibt, den man nicht überhören darf und nicht beiseite schieben kann, weil man zu viel Irrationales darin findet.

Jungen Menschen war bewußt geworden, daß irgend etwas in unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt. Daß Materie nicht nur Material für unser Machen ist, sondern daß die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen müssen. Es ist wohl klar, daß ich hier nicht Propaganda für eine bestimmte politische Partei mache – nichts liegt mir ferner als dies. Wenn in unserem Umgang mit der Wirklichkeit etwas nicht stimmt, dann müssen wir alle ernstlich über das Ganze nachdenken und sind alle auf die Frage nach den Grundlagen unserer Kultur überhaupt verwiesen.

Erlauben Sie mir, bitte, daß ich noch einen Augenblick bei diesem Punkt bleibe. Die Bedeutung der Ökologie ist inzwischen unbestritten. Wir müssen auf die Sprache der Natur hören und entsprechend antworten. Ich möchte aber nachdrücklich einen Punkt noch ansprechen, der nach wie vor weitgehend ausgeklammert wird: Es gibt auch eine Ökologie des Menschen. Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muß und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur hört, sie achtet und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.

Kehren wir zurück zu den Grundbegriffen Natur und Vernunft, von denen wir ausgegangen waren. Der große Theoretiker des Rechtspositivismus, Kelsen, hat im Alter von 84 Jahren – 1965 – den Dualismus von Sein und Sollen aufgegeben. Er hatte gesagt, daß Normen nur aus dem Willen kommen können. Die Natur könnte folglich Normen nur enthalten, wenn ein Wille diese Normen in sie hineingelegt hat. Dies wiederum würde einen Schöpfergott voraussetzen, dessen Wille in die Natur miteingegangen ist. „Über die Wahrheit dieses Glaubens zu diskutieren, ist völlig aussichtslos“, bemerkt er dazu. Wirklich? – möchte ich fragen. Ist es wirklich sinnlos zu bedenken, ob die objektive Vernunft, die sich in der Natur zeigt, nicht eine schöpferische Vernunft, einen Creator Spiritus voraussetzt?

An dieser Stelle müßte uns das kulturelle Erbe Europas zu Hilfe kommen. Von der Überzeugung eines Schöpfergottes her ist die Idee der Menschenrechte, die Idee der Gleichheit aller Menschen vor dem Recht, die Erkenntnis der Unantastbarkeit der Menschenwürde in jedem einzelnen Menschen und das Wissen um die Verantwortung der Menschen für ihr Handeln entwickelt worden. Diese Erkenntnisse der Vernunft bilden unser kulturelles Gedächtnis.

Es zu ignorieren oder als bloße Vergangenheit zu betrachten, wäre eine Amputation unserer Kultur insgesamt und würde sie ihrer Ganzheit berauben. Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas. Sie hat im Bewußtsein der Verantwortung des Menschen vor Gott und in der Anerkenntnis der unantastbaren Würde des Menschen, eines jeden Menschen Maßstäbe des Rechts gesetzt, die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist.

Dem jungen König Salomon ist in der Stunde seiner Amtsübernahme eine Bitte freigestellt worden. Wie wäre es, wenn uns, den Gesetzgebern von heute, eine Bitte freigestellt wäre? Was würden wir erbitten? Ich denke, auch heute könnten wir letztlich nichts anderes wünschen als ein hörendes Herz – die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und so wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu dienen und dem Frieden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (bundestag.de)

Deutschland mitten im europäischen Elend

Von WOLFGANG HÜBNER

Die USA verlangen von der Ukraine, auch junge Männer ab 18 Jahren als Kanonenfutter an die bröckelnden Fronten gegen Russland zu schicken. Kiew lehnt das bislang ab, um den ohnehin laufenden demografischen Selbstmord des Staates doch noch zu verhindern und die offene Rebellion der immer unzufriedener werdenden Bevölkerung nicht herauszufordern. Und was macht Europa? Es schweigt betreten dazu, dass die Großmacht jenseits des großen Atlantiks einem europäischen Land zumutet, nun selbst seine Jugend zu opfern, weil sich Bidens aggressive Geo- und Kriegsstrategen in Washington total verkalkuliert haben.

Europa schweigt, denn es hat sich vom hohen Norden bis zum tiefen Süden auf Gedeih und Verderb der außereuropäischen Macht USA ausgeliefert. Kein anderer Kontinent auf der Welt ist in größerer Gefahr, erneut zum Schauplatz eines großen, wohl auch atomar geführten Krieges zu werden. Denn darüber sind sich die USA und Russland stillschweigend einig: Wenn es wegen der Ukraine zum offenen militärischen Konflikt zwischen NATO und Russland kommt, dann wird er in Europa ausgetragen, nicht zuletzt in Deutschland.

Das war schon im Kalten Krieg die Perspektive, deren Realisierung nur mit großem Glück und weiseren Staatsführern als heute vermieden werden konnte. Nun aber sind gerade die großen europäischen Staaten und ihr derzeitiges politisches Personal in einem verheerenden Zustand: In Frankreich eine Notregierung, die kurz vor dem Sturz steht; in Großbritannien ein Premierminister, der um die Gunst von BlackRock bettelt; in Deutschland eine gescheiterte Regierung, der nichts Gutes folgen wird; in Italien eine gekaufte „Rechte“ mit Rekordverschuldung; in Polen neuerliche Großmannssucht mit EU-Subventionen; Spanien meldet immerhin viele Touristen.

Und in Brüssel geht es weiter mit der russenhassenden Kapitalmarionette Ursula von der Leyen. Die größte Absurdität des idiotischen europäischen Kotaus gegenüber amerikanischen Supermachtinteressen ist nun die Angst vor den Folgen von Donald Trumps bald beginnender Präsidentschaft. Was ist, wenn die eilfertige Unterwerfung des alten Kontinents von einem wie auch immer gearteten Deal zwischen Washington und Moskau blamiert wird? Wie soll dann das zerstörte Verhältnis zur traditionell unverzichtbaren europäischen Macht Russland wieder geheilt werden?

Deutschland hätte mit seiner Mittellage und der noch vorhandenen ökonomischen Stärke die beste Position dazu. Doch mit Gestalten wie Merz, Pistorius und Habeck an der Spitze?
(pi-news-net)

(tutut) - Dass der deutsche Papst mit Hilfe von Augustinus dem Deutschen Bundestag versucht hat, den Unterschied  zwischen Rechtsstaat und Räuberwald zu erklären, hat wenig Holz in die Hütte gebracht. So bleibt nur noch ein Versuch zur Sache  über die wahre Religion. Erst aber genoss er das wahre Leben, schlug über die Stränge. bevor er zum religiösen Eiferer wurde und das tat, was diesem geziemt und allgemein Bekehrung genannt wird. "Den Zugang zu einem guten und glückseligen Leben eröffnet allein die wahre Religion, welche nur einen Gott verehrt". Seit mehrere Religionen den Anspruch der einzig wahren erheben, sind Kriege zwischen ihnen Realität.  Trotz der Ablehnung jedweden Götzendienstes betont Augustin ausdrücklich: Alles Sein und damit alles Seiende ist gut, denn es ist vom wahren Gott, der zuhöchst seiend ist. Schlechtes und Übles ist nur defizitär, insofern es weniger Sein hat, dem Tod zugewandt ist. Es gibt also nichts an sich Böses. Der Mensch kann nur zum Glück gelangen, insofern er sich dem höchsten Sein, Gott zuwendet. Sündigt er, so geschieht dies in freiem Willen, sich von Gott abzuwenden und dem Tod zuzuneigen. Im Geiste dieser Freiheit geschieht die Verehrung Gottes. Augustinus stellt das Judentum hier als Gegenbeispiel dar: Sie verehrten Gott, um sich so ein sorgloses irdisches Leben zu "erkaufen". Der Preis für dieses Leben sei die Einhaltung der Gesetze, die JHWH ihnen im Alten Bund auferlegt habe. Im Bund des Neuen Testamentes stehe der Mensch in Freiheit vor Gott. Gott wolle nicht um der irdischen Güter willen verehrt werden, sondern um seiner selbst wegen. So findet der Kult seine Erfüllung in der Begegnung mit Gott. Für Augustinus gilt: Die Sorge um das leibliche Wohl bringt den Menschen nur um seine Glückseligkeit. Er ruft dazu auf, sich vom Niedrigen, vom Irdischen abzuwenden und die Suche nach Gott als dem Höchsten in den Mittelpunkt unseres Lebens zu stellen. Durch die Verehrung der Wahrheit werde der Mensch unbesiegbar. Durch sie werde der Mensch in Gott frei. Gott sei das Licht, in dessen Schein der Mensch zur Erkenntnis gelange. Wahrheit kenne weder Zeit noch Raum, sondern ermögliche beide. Sie sei also kein privates Gut. Insofern sie Objekt der Lehre und Praxis des Christentums  sei, könne in seiner Lehre die wahre Religion gesehen werden. Benedikt XVI. war von Augustinus beeindruckt, die Bekehrung des Bundestags scheint ihm weniger gelungen zu sein, trotz des hohen C in Grundgesetz und Eidesformeln. Wikipedia: "Die theologischen Schriften des deutschen Theologen, römisch-katholischen Geistlichen und ehemaligen Bischof von Rom (Papst), Benedikt XVI (1927–2022) sind wesentlich von der Lehre des Augustinus durchdrungen. Ähnlich wie Augustinus, dessen Hinwendung zum Christentum durch die Erfahrung des gesungenen Gebetes angestoßen wurde und sich in der Folge aus einem dialogischen Verhältnis zwischen dem Vollzug liturgischer Feiern und philosophischem Diskurs entfaltete, dachte auch Ratzinger im Spannungsfeld zwischen Heiliger Handlung und theologischer Reflexion. Angesichts dieses strukturellen Moments im Denken Augustinus ist der Rückbezug auf seine Person und sein Denken eine folgerichtige

Weiterentwicklung der bei Augustinus oder Ratzinger zu konstatierenden geistigen Grundhaltung. Vita brevis ('kurzes Leben') ist ein Roman des norwegischen Schriftstellers Jostein Gaarder, der 1996 erschien. Gaarder präsentiert den Text als von jener Frau geschrieben, die bis wenige Monate vor der Bekehrung von Augustinus, seine Konkubine war. Die Augustinum Gruppe ist nach dem Kirchenvater Augustinus benannt. Sie bekennt sich zu den christlichen Grundwerten und ist Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Bayern. Das Augustinum ist ein deutscher diakonischer freier Träger. Zur Gruppe gehören 23 Wohnstifte mit ungefähr 7400 Bewohnern, eine Klinik, Schulen, Kindertagesstätten und Behinderteneinrichtungen sowie zwei Sanatorien für altersdemente Menschen. Etwa ein Drittel der 23 Augustinum-Seniorenresidenzen sind lizenzierte Kinos und sind als Programmkinos zu sehen. Je nach Standort werden regelmäßig Filme mit einem digitalen Kinoprojektor gezeigt (z. B. in Stuttgart-Sillenbuch oder Dießen am Ammersee) oder BluRays/DVDs vorgeführt. Eine Besonderheit ist das Kino im Augustinum Mölln, das gleichzeitig als das Kino der Stadt gilt und mehrfach ausgezeichnet wurde. Das Nashorn ist das Wappentier des Augustinums, und vor jedem Senioren-Wohnstift steht eine 400 Kilogramm schwere Bronzeskulptur nach dem Entwurf des Bildhauers Josef Gollwitzer. „Furchtlosigkeit und Unbeirrbarkeit sind Charakteristika des Tieres, die auch dem Konzept der Augustinum-Häuser entsprechen“, sagte die damalige Direktorin im Augustinum Stuttgart-Killesberg. Deshalb übernimmt das Augustinum auch

Patenschaften für Nashörner in deutschen Zoos". Wer hätte das gedacht. Nashorn sehen vor dem Lahrer Rathaus und an Augustinus denken. Was hätte  der sich vorgestellt bei sowas: "Neue Kirchengemeinde zieht in ehemaliges Eisenwaren-Geschäft..ICF ist eine Freikirche, die Anfang der 1990er-Jahre in der Schweiz gegründet wurde". Ein Gedanke ist nahe bei "Der Gott der Eisen wachsen ließ". Kein Halten mehr: "Dieser Fliesenleger will zur Europameisterschaft". "Tuttlingen ist weiter Fairtrade-Stadt". Das koscht, aber man gönnt sich ja sonst nichts außer dies und dies: "Mehr als 1000 Frauen haben im Frauenhaus schon Zuflucht gesucht". "Vorbereitung auf die Starkregengefahr". "Alles begann mit einer gebrauchten Maschine – wie es für diese Firma weitergeht - Neuer Standort, neuer Geschäftsführer: Das 1990 in Wehingen gegründete Unternehmen zieht im Januar um". "Schlaglöcher bleiben: Sanierung der Straße ist verschoben". "Hier öffnet ein neuer Baumarkt". Vorsicht, Ablage  droht: "Das Kreisarchiv Tuttlingen lädt am 5. Dezember um 17 Uhr zu einer Archivführung ein. Besucherinnen und Besucher erfahren mehr über Urkunden, Lehenbriefe und Forstkarten aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Die historischen Dokumente bieten Einblicke in die Geschichte der Region". Was jeder weiß - "Inflation zieht im November wieder an, das Leben in Deutschland hat sich im November nochmals

stärker verteuert", hat nix mit Nix zu tun, auf Seite 5 "FDP zeigt brisantes D-Day-Papier", die Invasion ruft wieder. Seite 3 der tägliche Nazi: "Die Bestie von Auschwitz - Psychopathischer Sadist, dann wieder Biedermann: Am Beispiel des Gestapo-Schergen Wilhelm Boger zeigt sich der Nazi-Wahnsinn. Eine Ausstellung in Stuttgart geht der Geschichte nach". Das Schreckliche wächst nebenan: "63 Biker im Jahr 2024 im Südwesten nach Unfällen gestorben". "Durch in Brand geratene Adventskränze und Weihnachtsbäume entstehen nach Angaben der Versicherer jedes Jahr Millionenschäden". "Eindringliche Worte aus dem Handwerk: 'Im Moment findet ein leises Sterben statt. Immer mehr Betriebe geben auf', warnt Rainer Reichhold, Präsident von Handwerk BW und damit der oberste Handwerker in Baden-Württemberg". "Der Investitionsstau bei den Brücken ist gewaltig. Und er ist gefährlich, das hat der Einsturz der Carolabrücke in Dresden vor Augen geführt. Eigentlich keine neue Botschaft: Die Zustandsnoten der Brücken werden seit Jahren schlechter". Der Leidplankler sagt Bescheid: "Trotzdem ist klar, dass für Brücken mehr Geld bereitgestellt werden muss, und zwar kontinuierlich. Dann wird auch Personal aufgebaut. Mehr Geld braucht es auf allen Ebenen, auch beim Bund. Egal, wer künftig regiert: Für die nächste Bundesregierung wird die Verkehrsinfrastruktur - neben Energie und Bundeswehr - einer jener Punkte sein, der sie dazu bringt, einen sehr nachdenklichen Blick auf die Schuldenbremse zu werfen".  Ampel aus, Bremslicht an. BILD alarmt: "Brisante Statistik: Keiner arbeitet so wenig wie die Deutschen. Im Vergleich zu anderen Industrieländern wird in Deutschland viel weniger gearbeitet. Nach Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) arbeitet in Europa keiner so wenig wie die Deutschen. Und wir arbeiten weniger als noch 2020". Lassen deutsche Firmen denn nicht immer mehr im Ausland arbeiten? Gut zu wissen: "Vortrag über das Wunderwerk Mensch - Die katholische Erwachsenenbildung Wehingen lud am 23. Oktober zu einem Vortrag von Michael Zischka ein. Mit seiner 40-jährigen Erfahrung als Physiotherapeut, Osteopath und Myroreflextherapeut zeigte er den mehr als 50 Teilnehmern die Funktionsweise des menschlichen Körpers und der Seele". Endlich hat einer die Seele entdeckt.  Andere begnügen sich mit der Zeitung von gestern und ihren Agenturen und PM. "Schwäbisch Media hat 50 Zusteller  ins Ravensburger Medienhaus eingeladen, um ihnen für die erfolgreiche Arbeit in diesem Jahr zu danken. Ähnliche Veranstaltungen mit Kaffee, Kuchen und Geschenken gab's in anderen Landkreisen. 'Sie sind bei Wind und Wetter für uns im Einsatz' ."

„Erfolgreichstes Jahr in der Geschichte“
Europa-Park hofft 2025 auf den 150.000.000. Besucher
Auch wenn die Wintersaison erst am Samstag beginnt, der Chef Roland Mack spricht schon jetzt von dem „erfolgreichsten Jahr in der Geschichte des Europa-Parks“. Gute Voraussetzungen für das Jubiläumsjahr 2025, das seine langen Schatten in Rust bereits vorauswirft..
(Lahrer Zeitung. Wo Licht, da auch Schatten.)

Erweiterung eingeweiht
Kuhbacher Friedhof ist nun fit für die Zukunft
(Lahrer Zeitung. Der Tod ist ein Meister des Journalismus.)

Tatverdächtiger auf freiem Fuß
Messerangriff im Haus der Jugend in Freiburg: Polizei-Ermittlungen ziehen sich hin
Bei einem afrikanischen Kulturfest in Freiburg ist ein Mann mit einem Messer angegriffen und verletzt worden. Trotz vieler Zeugen kommen die Ermittlungen nur langsam voran. Nach einem Messerangriff bei einer Veranstaltung im Freiburger Haus der Jugend am Samstagabend ermittelt die Polizei gegen einen 22-jährigen Mann. Er soll einem 31-Jährigen eine schwere Stichverletzung zugefügt haben. Obwohl zahlreiche Menschen den Vorfall mitbekommen haben, kamen die Ermittlungen nur schleppend in Gang..
(swr.de. Messertag in Freiburg nix Kultura ?)

Autobauer sollen der Polizei beim Abhören helfen
Da es bei Ermittlungen oft schwer ist, ins Innere eines Fahrzeugs zu gelangen, um Wanzen zu installieren, sollen Autohersteller jetzt helfen. Die Justizministerkonferenz hat gestern beschlossen, dass Autohersteller zur Herausgabe von Zweitschlüsseln oder Codes an die Polizei verpflichtet werden...
(swr.de. Stasi lässt grüßen.)

Generalsekretär wirft hin
FDP oder der Letzte macht das Licht aus
Von Alexander Heiden
Ein Politiker, den kein Bürger kennt, tritt zurück wegen eines Papiers, das keinen Bürger interessiert, um eine Partei zu retten, die kein Bürger braucht. Die Freien Demokraten brauchen gar keinen politischen Gegner mehr. Sie sind sich selbst ihr schlimmster Feind. Der gebürtige Iraner hatte noch am Donnerstag vehement bestritten, dass seine Leute in einer Art Planspiel schriftlich einen möglichen Bruch der Ampel-Koalition durchgespielt und dabei Begriffe wie „D-Day“ und „offene Feldschlacht“ benutzt haben. „Das ist falsch. Und das, was medial unterstellt wird, ist eine Frechheit“, empörte sich Djir-Sarai bei n-tv. Allerdings war das, was medial unterstellt wurde, weder falsch noch eine Frechheit, sondern wahr. Wenig später sah sich die Partei dazu genötigt, das Papier, das es angeblich gar nicht gab, selbst zu veröffentlichen..
(Tichys Einblick. Wie heißt der Chef dieses Blinklichts?)

FDP-Chef unter Druck:
Lindner: Ich wusste von nichts!
Seinen Generalsekretär hat er am Vormittag schon geopfert, den Bundesgeschäftsführer kurz darauf auch. Nun steht FDP-Chef Christian Lindner (45) selbst massiv unter Druck: Was wusste er vom „D-Day“-Papier seiner FDP – dem Plan der Liberalen für den Bruch der Ampel-Koalition?.
(bild.de. Wovon soll er je etwas gewusst haben?)

Rekordmonat
„Großartiger Rückenwind“ – Grüne jubeln über Zehntausende Mitgliedsanträge seit Ampel-Aus
20.000 neue Mitgliedsanträge in nur drei Wochen: Die Grünen erleben nach dem Zerfall der Ampel-Regierung einen Rekordmonat. Auch andere Parteien freuen sich über neue Parteizugänge..
(welt.de. Fortschreitende Verdeppung des Landes.)

FDP-Mitgliederzuwachs nach Ampel-Aus
Nach dem Regierungsaus steigen die Mitgliedszahlen in Baden-Württemberg weiter an. Aktuell habe die Partei 8.850 Mitglieder - 50 mehr als noch Ende Oktober 2024. 150 weitere befänden sich im Aufnahmeverfahren, teilt der Landesverband auf SWR-Anfrage mit. .
(swr.de. Die Stunde der Sonstigen.)

Neue Württembergische Weinkönigin kommt aus Lauffen am Neckar
Die 20-jährige Kim Weißflog aus Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn) ist gestern Abend in Heilbronn zur 59. Württembergischen Weinkönigin gekürt worden. Sie wurde von der Jury aus den fünf Bewerberinnen und Bewerbern gewählt. Moritz Ocker aus Ilsfeld (Kreis Heilbronn) und Ines Pfeiffer aus Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg) wurden zum Weinprinzen und zur Weinprinzessin gewählt..
(swr.de. Nun auch Prostata?)

Heilbronn wird Zweiter beim Wettbewerb um die "Grüne Hauptstadt Europas"
(swr.de. Käthchen im Grünen.)

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NACHLESE
Entwurf des Wahlprogramms
Jetzt werden in der AfD wieder Rufe nach Austritt aus EU und Euro laut
Die Bundesprogrammkommission der AfD, der Parteichef Chrupalla angehört, schlägt einen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und dem Euro-System vor. Dabei hatte die Partei beide Forderungen zuvor begraben. Über das finale Programm für die Bundestagswahl entscheidet der Parteitag..
(welt.de. Wer bleibt schon gerne in einem Käfig voller Narren?)
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Wenn der Mord aufs Land kommt
Von RAINER K. KÄMPF
Hochdorf im Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg. Mit rund 5000 Einwohnern, ein Ort auf dem einst beschaulichen Land, das sinnbildlich für die deutsche Heimat stand. Am 15. November dieses Jahres wurden die Einwohner jäh aus dem Traum gerissen und wachten verstört auf. Wirklich? Oder doch nicht? Was war geschehen? Ein 56-jähriger Einwohner unternahm einen Nachmittagsspaziergang, von dem er nicht zu seiner Frau zurückkehrte. Er wurde niedergestochen, mit zwei gezielten Stichen ins Herz, von einem 24-jährigen afghanischen Asylbewerber. Anscheinend wahllos und, wie es bisher scheint, ohne nachvollziehbaren Grund. Besonders erschreckend an diesem grausamen Verbrechen ist eben nicht nur die Tat an sich, sondern das Geschehen abseits von den Brennpunkten der Großstädte. Wie ein Myzel unterwandert der Horror das Land. Es scheint unaufhaltsam. Denn nichts geschah bisher. Offensichtlich teilnahmslos nehmen die Menschen die Bluttat hin, zucken maximal mit den Schultern, wenn es keiner sieht, und lassen den Alltag weiter unverändert an sich vorbei plätschern. Während die Gesellschaft auf der einen Seite zunehmend verroht und jegliche Werte verliert, verlieren die, die allesamt potentielle Opfer sind, ihre natürliche Empathie. Wenn wir schon so weit sind, dass ein Mord aus dem Nichts heraus in unserer Nachbarschaft keine mitmenschlichen Reaktionen mehr auslöst, dann haben wir offensichtlich schon gänzlich verloren. Widerstand erfordert Zusammenhalt. Zusammenhalt allerdings definiert sich durch die bewusste Zugehörigkeit zur Gemeinschaft. In guten wie in schlechten Zeiten. Die schlechten Zeiten haben wir jetzt. Und die bitter nötige Gemeinschaft zerfällt. Deutschland, wohin gehst Du?
(pi-news.net)

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DAS WORT DES TAGES
Habeck als Kanzler? – „Wie ein Wellensittich, der Bundesadler werden möchte“
(Carsten Maschmeyer, welt.de)
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Gerichtsentscheidung
Potsdam-Treffen: Empfindliche Niederlage für „Correctiv“
„Correctiv“ wollte seinen schärfsten Kritiker mundtot machen: Ulrich Vosgerau sagte, das Portal verbreite über das Potsdamer Treffen keine Tatsachen. Die aktuelle Gerichts-Entscheidung liegt der JF vor..
(Junge Freiheit. Lange Nasen, kurze Beine?)
Widerlegte „Correctiv“-Mutmaßung
Wie sich die Juristen mit dem Gutachten zum AfD-Verbot blamieren
Das Gutachten zum AfD-Verbot, das Juristen an den Bundestag schickten und der JF vorliegt, bezieht sich ausführlich auf eine widerlegte „Correctiv“-Behauptung. Es hält Forderungen nach „Remigration“ für verfassungsfeindlich..
(Junge Freiheit. Es sind Juristen.)

Untersuchungsausschuss
„Technische Falschbehauptungen“ – AKW-Betreiber macht Habeck schwere Vorwürfe
Im Untersuchungsausschuss des Bundestags kritisiert ein TÜV-Physiker Aussagen von Robert Habeck zum Weiterbetrieb der Kernkraftwerke. Auch ein AKW-Betreiber wirft dem Wirtschaftsminister vor, er habe in einem Vermerk die Unwahrheit gesagt. Ausgerechnet ein Konkurrent widerspricht..
(welt.de. Ist das ihr Ernst? Wofür steht ein Philosoph mit Kinderbüchern?)

Hohe Lagerkosten
Lauterbach will überschüssige Corona-Masken kostenlos verteilen
In Bahnhöfen, Flughäfen oder Jobcentern: Hier könnten vom Bund bald Corona-Masken verteilt werden, die nicht mehr gebraucht werden. Aktuell betragen die Lagerkosten pro Monat 1,2 Millionen Euro..
(welt.de. Narri! Narro!)

Antikapitalistische Lügen im ÖRR
Wie das ZDF mit Fake News deutsche Unternehmer diffamiert
Von Alexander Heiden
Mit dem Zweiten sieht man schlechter: Ein ZDF-Agitator darf seinen gesammelten Neid auf Menschen herauszischen, die in der freien Marktwirtschaft erfolgreich sind. Das Ganze nennt er dann „Backgroundcheck“. Der Verband der Familienunternehmer fährt ihm jetzt in die Parade. Einen Anspruch auf anstrengungslosen Wohlstand hat einmal der frühere FDP-Chef Guido Westerwelle in der deutschen Gesellschaft beobachtet. Er nannte das „spätrömische Dekadenz“. „Backgroundcheck: Was kosten uns die Reichen?“, so nennt das Zweite Deutsche Fernsehen einen Beitrag bei YouTube. Schon der Titel ist irreführend: Denn das Einzige, was dort faktentreu „gecheckt“ wird, ist der Hass von Autor Oliver Klein auf die Marktwirtschaft. Das ist für sich schon bemerkenswert bei einem Sender, der selbst ja gar keiner Konkurrenz an irgendeinem Markt ausgesetzt ist, sondern dem das Geld in Form von Zwangsgebühren hinterhergeworfen wird...
(Tichys Einblick. Leistung lohnt sich nicht im ÖRR.)

Chaim Noll
Der Mann mit den toten Händen
Senile Greise mit geschminkten Gesichtern, puppenhaften Bewegungen, stereotyper Redeweise, galten einst als Symbol der tödlichen Erstarrung des sowjetischen Systems. Joe Biden steht jetzt für die geistige Sklerose der US-Demokraten...
(achgut.com. Die Mumie kommt zurück?)

André Thess
Wirkungsgrad? Es sind die Kosten, stupid!
Die Pionierarbeit des Physikers Sadi Carnot zur Thermodynamik wird gerne als Argument in Energiewende-Debatten hergenommen. Sein „Wirkungsgrad“ feiert gerade 200. Geburtstag. Zeit, um mit einem großen Missverständnis aufzuräumen..
(achgut.com. Glaubenssache.)

Gefährlicher Schuldenberg:
Macron so pleite wie einst die Griechen
Der Strom viel billiger als in Deutschland, das Renteneintrittsalter viel niedriger, die Steuern für Familien auch. Dazu die glanzvollen Olympischen Sommerspiele in Paris. Und am Ende die Frage: Wie kann sich Frankreich das eigentlich alles leisten? Der Schuldenberg ist auf unfassbare 3,2 Billionen Euro angewachsen, 112 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Heißt: Das gesamte Geld, das Frankreichs Volkswirtschaft im Jahr erarbeitet, würde nicht mehr für das Schuldenloch reichen. Zum Vergleich: Trotz lahmender Wirtschaft beträgt die deutsche Verschuldung 63 Prozent vom BIP. .
(bild.de. Wenn Deutschland nicht mitmacht, holt's der Franzos'.)

Cora Stephan
Toxische Weis(s)heit: Vorsicht Demokratie!
Wenn es nach Friedrich Merz geht, ist das Parlament ein Störfaktor für „unsere“ Demokratie. Was ist Demokratie? „Unsere Demokratie“, das wissen wir mittlerweile, es wurde uns lange genug eingebleut, ist jedenfalls nicht Ihre, Deine oder meine Demokratie, sie gehört den demokratischen Parteien, die darüber bestimmen, welche Partei nicht demokratisch ist, und damit auch nicht die Stimme für diese Schwefelpartei. Kapiert?..
(achgut.com. Spezialdemokraten von Marx und Murks.)

„Maybrit Illner“
Gefällige Russlandpolitik, Atomausstieg, Migration: Maybrit Illner erspart Altbundeskanzlerin Angela Merkel im ZDF-Interview kein Reizthema. Merkel zeigt sich unbeeindruckt und uneinsichtig. Ihre Botschaft lautet: Eigentlich alles richtig gemacht. Es zeigt sich, dass die Altkanzlerin inzwischen Lichtjahre von ihrer Partei entfernt ist.
„Selbstverständlich wähle ich CDU“, muss Merkel versichern..
(welt.de. Rotes Kloster. 1 Prozent. Und wer sind die restlichen 30 Prozent, welche sich in der "cdu" verirren?)

Der Mehltau im Studio
Bei Illner: Die Selbstgerechte
Von Gastautor Fabian Kramer
Angela Merkel hält ihre Kanzlerschaft für einen vollumfänglichen Erfolg. In ihren Memoiren lässt die Rekordkanzlerin eine kritische Rückschau vermissen. Bleibt der Nachwelt wirklich ein positives Bild von Merkel?
(Tichys Einblick. Talgschau. Wann ruft das allerjüngste Gericht die Buchverkäuferin?)

Einblick am Morgen
Merkel-Buch ist Ladenhüter
Lauterbach muss Corona-Lüge zugeben – Habecks „Klimaschutzverträge“ vor dem Aus – Clan-Kriminalität auf neuem Rekordstand – FDP entsorgt konservative Top-Frauen – Bayern verlangt 50.000 Euro von Justizopfer – Karnevalist wird angeklagt, weil er Migranten mit Bonbons beworfen haben soll
VON Redaktion
(Tichys Einblick. Wenn ein Laden nichts verkauft, ist er laut Habeck nicht pleite.)

Deutsche Bahn
Endstation Pünktlichkeit
Von Helmut Berschin
Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember führt die Deutsche Bahn eine informationelle Neuerung ein: Die in allen (insgesamt 5400) Bahnhöfen aushängenden Ankunftsfahrpläne werden abgeschafft. Laut DB stellen sie meist eine „veraltete Datenlage“ dar, übersetzt: Die vielen Verspätungen machen sie nutzlos..
(Tichys Einblick. Die Pläne bleiben.  Jetzt stören nur noch Uhren.)

„Schwachkopf“-Affäre
Politiker-Beleidigungen: Werbefigur Wüst zahlt auch Steuergeld
Bis zu einer Abmahnung trat NRW-Ministerpräsident Wüst als Testimonial bei einem Portal auf, das Beleidigungsklagen gegen Politiker organsiert. Jetzt kommt heraus: Sein Land zahlt der Firma Steuergeld..
(Junge Freiheit. Was hat er sonst zu tun?)

Die Volksseele kocht:
Wiens Polizei wollte Anti-Regierungs-Demo verbieten – und scheitert damit an der Wut der Wiener
Von Gastautor Richard Schmitt
Die Polizei in Wien hat zwei Demos gegen die künftige Regierung in der Innenstadt verboten aber einen Protestmarsch von Antifa und FPÖ-Gegnern zugelassen. Nach medialem Druck darf jetzt doch demonstriert werden- statt auf dem prominenten "Heldenplatz" vor der Votivkriche..
(Tichys Einblick.  Ein bisschen Demokratie geht noch?)

Internationaler Gerichtshof will Klimaschwindel juristisch festschreiben
Von MANFRED ROUHS
Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag macht sich zum Klima-Narren. Nachdem die Organisation, die im 20. Jahrhundert zeitweise in einem hohen Ansehen stand, durch Haftbefehle gegen Wladimir Putin und Benjamin Netanjahu ihren Realitätsverlust öffentlich zur Schau gestellt hat, will sie jetzt „ein Rechtsgutachten zu den Pflichten der Länder zum Klimaschutz“ erstellen. Das berichtet die „Legal Tribune Online“. Darin soll das Recht von Entwicklungsländern auf den Bezug von „Klima-Reparationszahlungen“ durch die Industriestaaten für umweltschädliche Aktivitäten im 19. und 20. Jahrhundert festgeschrieben werden. Das 21. Jahrhundert dürfte dagegen weitgehend ausgespart bleiben, weil ansonsten Länder wie Indien und China, die deutlich höhere Industrie-Emissionen haben als beispielsweise Deutschland, von der Nehmer- auf die Geber-Seite der „Klima-Reparationszahlungen“ abrutschen würden. Antragsteller des Verfahrens, dass die IGH-Juristen in Den Haag offenbar mit viel Enthusiasmus verfolgen, ist der kleine Staat Vanuatu, der aus einer Inselgruppe im Südpazifik besteht. Die Region ist „geologisch sehr lebendig, treffen doch hier die Pazifische und die Australische Platte aufeinander“, wie Landeskundler wissen. Die geologischen Aktivitäten heben einige der Inseln mal ein paar Meter aus dem Meer empor und senken sie später wieder ab. Der Regierung von Vanuatu ist es allerdings gelungen, Politiker und Journalisten davon zu überzeugen, dieses Phänomen sei nicht auf geologische Aktivitäten, sondern auf den Klimawandel zurückzuführen. Außerdem stürmt es in der Gegend gelegentlich. Das hat es auch schon vor tausend Jahren getan, ohne menschliches Zutun. Und bereits als dort am 17. August 1863 erstmals ein Tsunami bemerkt worden ist, stellte sich heraus, dass er auf einen Vulkanausbruch zurückzuführen war. Die Bundesregierung nimmt das pseudowissenschaftliche juristische Schauspiel, das in Den Haag vom 2. bis zum 13. Dezember aufgeführt wird, offenbar im vollen Umfang ernst und entsendet den Völkerrechtler Prof. Dr. Andreas Zimmermann von der Universität Potsdam zu der Veranstaltung, um dort für Deutschland ein Plädoyer zu halten. Und falls bei der Veranstaltung Richtlinien für Zahlungen an diverse pfiffige Takatuka-Regierungen beschlossen werden sollten, wird sich Deutschland dem Charme solcher Initiativen wohl kaum entziehen wollen. Ein Rückschlag steht dem IGH, der Bundesregierung und den Takatuka-Regierungen allerdings am 20. Januar 2025 bevor. Dann wird Donald Trump zum zweiten Mal ins Amt des US-Präidenten eingeführt. Und der wird gewiss einige passende Bemerkungen zu den Den Haager Geologie-Fachkräften im Juristengewand machen können.
(pi-news.net)

Kriege werden um Bodenschätze und um die Verfügbarkeit von Rohstoffen geführt

Von CONNY AXEL MEIER

Der AfD-Politiker Maximilian Krah fragt auf „X“: „Wieso eigentlich sind diese ganzen westdeutschen low-testo Politik-Eunuchen – Roth, Röttgen, Kiesewetter etc. – plötzlich so kriegsgeil? Diese Mischung aus Russophobie und Kriegsbegeisterung ist angesichts ihrer Persönlichkeiten umso unverständlicher.“

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Weil sie davon profitieren! Kriegstote zu vermeiden wäre dabei kontraproduktiv. Die Pläne des „World Economic Forum“ (WEF) beinhalten auf lange Sicht die Reduzierung der Menschheit. Das wird von manchen Propaganda-Medien und sogenannten Faktencheckern bestritten und als „Verschwörungstheorie“ abgekanzelt. Dabei ist der Kern dieser Politik wahr und spätestens seit 2020 öffentlich bekannt. Die „Covid 19-Verschwörung“ war ein Testlauf für die zukünftige, weltweite politische Entwicklungen. Das kann auf dem offiziellen Internetauftritt des WEF nachgelesen werden.

Der große Reset
Es gibt immer eine kleine Gruppe von Profiteuren, die von den Kriegen in aller Welt profitieren. Das ist nicht unverständlich und war schon immer so. Prof. Felix Dirsch, Dozent für politische Theorie und Philosophie, hat 2022 mit dem Sammelband „Der Great Reset – Eine verschwörungstheoretische Chiffre?“ ein umfassendes Werk zum Verständnis der Zusammenhänge herausgebracht. Auf 338 Seiten erklären namhafte Wissenschaftler und Autoren die sich verschärfenden Freiheitseinschränkungen zum Nutzen gewisser Profiteure des beabsichtigten Umbaus der Gesellschaft hin zu einer totalitär regierten Welt.

Die fortschreitende digitale Kontrolle, umfassende Zensur, Vermögensumschichtungen von unten nach ganz oben, transhumanistische Ideen und deren Umsetzung sowie der angebliche „Klimaschutz“ als Waffe gegen den Mittelstand und gegen die einfachen Bürger mittels „Energiewende“, 15-Minuten-Sklavenstädten, künstlicher Ernährung, medizinischer Totalüberwachung und die Förderung der Islamisierung der westlichen Länder, die die Ersetzung der jüdisch-christlichen Hochkultur durch eine gewalttätige Steinzeitreligion und dem damit einhergehenden Verlust von humanistischer Bildung bedeutet, sind allesamt Bausteine in diesem Plan.

Wählen der CDU bedeutet Krieg
Allerdings ist zu bezweifeln, dass der Umbau der Gesellschaft tatsächlich nach diesem Muster funktionieren wird. Die Widerstände dagegen wachsen. Die Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten könnte ein Anfang vom Ende des „Great Reset“ sein, wenn er es schafft, den „Deep State“ zu entmachten, um den bürgerlichen Freiheiten wieder Freiräume zu verschaffen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Friedrich Merz als Bundeskanzler in spe den Krieg in der Ukraine weiterhin befeuern will und Deutschland als Kriegspartei gegen Russland verwickeln wird. Dieser beabsichtigte Kriegseintritt, angefangen mit der Lieferung von Taurus-Mittelstreckenraketen und dem benötigten Bodenpersonal wird vielen Menschen in Deutschland das Leben kosten und Zerstörung mit sich bringen. Wie PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schon mehrfach warnte, bedeutet das Wählen der CDU Krieg! Einen Krieg, der die Bürger enteignet, sie verarmen lässt und sie tötet. Und wer profitiert?

Wessen Interessen vertritt Friedrich Merz?
Friedrich Merz war von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender der „Blackrock Asset Management Deutschland AG“, der deutschen Einheit der Investmentgesellschaft BlackRock. Dieser Großinvestor verwaltet allein ein weltweites Vermögen von über elf Billionen US-Dollar. Konkurrent J.P. Morgan kommt nur auf ein Vermögen von knapp drei Billionen US-$. Die Staatsschulden der USA beliefen sich im Jahr 2023 auf über 32 Billionen US-$ mit steigender Tendenz. Irgendjemand wird diese Schulden irgendwann bezahlen müssen und sei es durch Geldentwertung.

Die Ukraine verfügt über Bodenschätze im geschätzten Wert von zehn bis 12 Billionen US-$. Kriege werden um Bodenschätze und um die Verfügbarkeit von Rohstoffen geführt, nicht aber wegen „Freiheit“, „Demokratie“, „Menschenrechte“ und sonstiger Ausreden. Blackrock hat sich bereits am wertvollen Ackerland der Ukraine bedient und einen großen Teil davon aufgekauft. Mit dem erwarteten Gewinn aus den Bodenschätzen werden weitere Billionen an Gewinnen generiert. Da fallen die Investitionen in den „Wiederaufbau“ der Ukraine mit geschätzten 400 bis 500 Milliarden US-$ recht bescheiden aus.

Bundestags-Netzwerke betreiben den Ukraine-Krieg
Was glauben Sie, werte Leser, wessen Interessen ein wahrscheinlicher Bundeskanzler Merz vertreten wird? Die Interessen der Bürger? Die Interessen der Steuerzahler, der Arbeiter, der Angestellten und der Familien oder die Interessen der Groß-Investoren und der NATO-Generäle? Der Rüstungskonzern Rheinmetall steigerte in Folge des Krieges in der Ukraine seinen Umsatz im Jahr 2023 auf ein Rekord-Niveau von etwa sieben Mrd. Euro.

International gesehen ist Rheinmetall aber nur einer unter vielen Rüstungskonzerne und rangiert weltweit nur im Mittelfeld. Es sind nicht die Kleinanleger, die den Aktienkurs bestimmen. Es sind wiederum Großanlegger wie Blackrock. Da schließt sich wieder der Kreis. Die Rüstungslobby im Deutschen Bundestag beschränkt sich nicht auf die üblichen Kriegstreiber Strack-Zimmermann, Polenz, Röttgen, Kiesewetter, Hofreiter & Co. Ganze Netzwerke betreiben diesen Krieg und profitieren davon, unabhängig vom Kriegsausgang. Einen Atomkrieg scheuen sie alle, weil danach niemand mehr da wäre, der vom Krieg profitieren könnte.

Wie geht es weiter?
Die Überlegungen der EU-Nomenklatura, diesen Krieg notfalls auch ohne die USA weiter zu führen, findet Unterstützung in den Regierungen der meisten EU-Mitgliedsländer. Warum ist das so? Diese Frage können Sie sich jetzt selber beantworten. Länder, die beabsichtigen, neutral zu bleiben und weder Waffen noch Logistik für den Krieg bereitzustellen, geraten unter Druck der Lobbyisten in Brüssel, Paris und Berlin. Die Slowakei und Ungarn können ein Lied davon singen. Selbst dem EU-Beitrittskandidat Serbien werden immer mehr Steine in den Weg gelegt, weil deren Regierung nicht zu 100 Prozent der außenpolitischen, kriegstreiberischen Linie der EU-Bürokraten folgt.

Solange der Krieg andauert, wird sich das korrupte Selenskyj-Regime zusammen mit den Rüstungslobbyisten in aller Welt und in den Parlamenten die Taschen füllen und die Multimilliardäre werden sich weiterhin auf Kosten der toten Soldaten und Zivilisten sowie der Kriegsverletzten bereichern. Ein Ende des Krieges müsste politisch gewollt sein. Dieser Wille ist derzeit nicht erkennbar, solange damit Profite gemacht werden.
(pi-news.net)

Ministerpräsident mit ungeklärten Plagiatsvorwürfen?

Von Vera Lengsfeld

Der Koalitionsvertrag der sogenannten Brombeer-Koalition steht, und CDU-Chef Mario Voigt will sich am 10. Dezember zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Die Universität Chemnitz hat im August ein Verfahren zur Prüfung der Plagiatsvorwürfe eröffnet, aber das Ergebnis lässt auf sich warten.

Annette Schwan und Karl-Theodor zu Guttenberg verloren wegen einer geringeren Plagiatszahl, als sie in Voigts Dissertation vorhanden sein soll, ihre Titel und mussten von ihren Ministerämtern zurücktreten. Soll sich Voigt mit ungeprüften Vorwürfen wählen lassen?

Voigts Doktorvater, Professor Eckard Jesse, hat mir gegenüber einmal geäußert, Wikipedia wäre ein unseriöses Medium, das man nicht zur Kenntnis nehmen dürfe. Nun soll sein Doktorand ausgerechnet auch von Wikipedia abgeschrieben haben. Wenn das stimmt und Wikipedia „unseriös“ ist, wäre das allein nicht schon ein Grund, berechtigte Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Dissertation zu haben?

Voigts Zweitgutachter war der Jenaer Politikwissenschaftler Torsten Oppelland, der ein Verfechter der Brombeer-Koalition ist und Mario Voigt offen dazu ermuntert hat.

Oppelland hält eine Debatte über eine Brandmauer der CDU zur Linkspartei von Ministerpräsident Bodo Ramelow in Thüringen durch jahrelange Praxis für überholt, wie er der Deutschen Presse-Agentur schon vor Wochen mitteilte.

«Die CDU hat der linken Regierung von Ramelow seit 2020 immer wieder zu Mehrheiten verholfen, besonders beim Landeshaushalt.» Es sei deshalb nur folgerichtig, wenn eine von CDU-Chef Mario Voigt angestrebte Koalition mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und der SPD im Landtag durch Stimmen der Linken unterstützt werde.

Welche Rolle spielt Oppellands Haltung bei der Einschätzung der Plagiatsvorwürfe? Wie neutral kann Oppellands Urteil noch sein, falls er mit dem Prüfungsverfahren befasst sein sollte? Das sind Fragen, die beantwortet werden sollten, bevor die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen stattfindet.
(vera-lengsfeld.de)

Wenn Drei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das selbe

Von Dr. Helmut Roewer

Rezension der drei jüngsten Bücher von Josef Kraus, Egon W. Kreutzer und Alexander Wendt

1. Worum geht es hier eigentlich?
Die in diesem Beitrag behandelten Bücher haben alle drei denselben gedanklichen Ausgangspunkt, nämlich den katastrophalen Zustand der westlichen Gesellschaft und speziell unseres eigenen Landes. Alle drei Bücher sind in diesem Jahr erschienen, alle drei sind äußerst lesenswert, und alle drei wurden vor dem Abfassen dieses Aufsatzes durch mich gelesen, manches Detail sogar zweimal, weil ich die Bücher parallel las.

Alle drei Autoren sind mir seit Jahren bekannt, und ich beobachte fortlaufend deren Aufsätze und Bücher. Alle drei sind seriös, sind eigenwillig, und sie sind ernst zu nehmen. Das sind die wichtigsten Übereinstimmungen, denn der Inhalt der Bücher und die Herangehensweise der Autoren ans Thema könnte unterschiedlicher kaum sein. Ich selbst habe nun, um die Bücher angemessen zu beschreiben, das Thema in drei Fragestellungen aufgespalten, denen ich die Bücher nach ihren Schwerpunkten zuordnen werde. Diese Fragestellungen lauten:

Was genau lief da schief und tut es immer noch?
Wer war das?
Was ist zu tun, um Abhilfe zu schaffen?

2. Was genau lief da schief und tut es immer noch? – Das Tat-Kompendium
Eine bis ins Detail gehende Antwort findet der Leser bei Josef Kraus. Sein Buch „Im Rausch der Dekadenz. Der Westen am Scheideweg“ ist auf 335 Seiten ein Kompendium des Versagens, das vom Verfasser in drei thematische Schwerpunkte gegliedert ist: Struktureller und institutioneller Verfall, ideologische Verirrungen und schließlich die Vergleiche mit den drei anderen großen Ländern des Westens, nämlich Großbritannien, Frankreich und USA.

Innerhalb der Großkapitel wird nichts ausgelassen, ich zähle hier mal einige Themen auf, damit die Vielfalt des Absturzes deutlich wird: Demokratieverfall, EU- und Weltstaat-Wahn, MilliardärsSozialisten, Morgenthau 2.0, Bildung und Halbbildung, Atomisierung der Familien, polit-mediale Seilschaften. Oder auch: Machbarkeitswahn und rosa-bunter Marxismus, Grenzenlosigkeit und Selbstverachtung, Infantilisierung, Multikulti, Islamophobie und Demutsgesten, Sprach- und Denkregime und schließlich das Woke-sein als der neue Totalitarismus-Konsens der sog. Eliten. Das mag als Rundschlag in die Strukturelemente der neuen Heilslehren und für deren praktische Beurteilung genügen.

Wer hier sucht, wird fündig, auch mit einem Zitatenschatz fündig bis zum Abwinken. Es ist ein Handbuch, das sich komplett, wenn auch mit steigendem Ärger über die Verhältnisse lesen lässt, wie auch als Nachschlagewerk für die komprimierte wie ausufernde Unvernunft nutzbar ist. Man legt das Buch leicht betäubt aus der Hand.

3. Wer genau läuft da eigentlich Amok? – Das Täter-Kompendium
Es ist, wie schon eingangs gesagt, der selbe Acker, doch von ganz anderer Art ist das jüngste Werk von Alexander Wendt. Sein Buch „Verachtung nach untern. Wie ein Moralelite die Bürgergesellschaft bedroht – und wie wir uns dagegen verteidigen können “ ist ein ReportageAbenteuer auf 372 Seiten. Ja, das ist es wirklich, denn Autor Wendt nimmt den Leser auf seine Recherchetouren zu den Tätern und Opfern der Schönen Neuen Welt mit.

Auch bei Wendts Buch mögen einige Beispiele für seine Ausflüge genügen, um die Leselust anzuregen. Der Anlandungsplatz für afrikanische Wirtschaftsflüchtlinge in Portugal mit den armen Schweinen einerseits und den großmäuligen Zuwanderungsgewinnern andererseits, die erhabenen Ankläger eines für unabdingbar erklärten Verhaltenskodex einerseits und die Opfer ihrer Anklagen, gegen die es keine Verteidigung gibt, sondern nur dieses schauerliche inquisitorische Konstrukt, in dem Ankläger und Richter in einer Person auftreten.

Auch ein überraschender Ausflug in die Welt des großen Geldes, in der Wendt Macher zu Wort kommen lässt, die munter erklären, warum man diesen ganzen woken Mist nicht nur mitmacht, sondern befeuert. Die Antworten sind niederschmetternd: Die Geldzaren wollen ihren Mitarbeitern in der Welt der finanziellen Sinnlosigkeit ein Spielzeug zum Liebhaben in die Hand geben. Auch sei Davos weniger ein ideologischer Tummelplatz als eher ein praktischer Ort, wo man jedermann treffen könne, was wiederum weniger erstaunt. Man hat es lange geahnt.

Auch sind Ausflüge in die Welt der Plattformen zu besichtigen, und in die entnervenden Brutstätten für immer neue Mitmacher, ein schier unerschöpfliches Reservoire zur Unterdrückung der restlichen Menschheit. Das alles ist keine erfreuliche, aber umso mehr erhellende Lektüre, Runde um Runde starker Toback, man lasse sich durch den gefälligen Erzählstil des Autors nicht täuschen. Auch dieses Buch legt man aus der Hand und sagt: Aha.

4. Was ist zu tun, um Abhilfe zu schaffen? – das Reparatur-Kompendium
Das Buch von Egon W. Kreutzer „Wie der Phoenix aus der Ampel. Modell Deutschland 2029“ unterscheidet sich grundlegend von den beiden vorgenannten Werken, denn es setzt alles das, was wir bei Kraus und Wendt gelesen haben, voraus, ohne lange darüber zu debattieren. Dabei ist es keineswegs so, als unterscheide sich Kreutzer von den beiden anderen in seiner grundlegenden Analyse. Wer hierzu Näheres wissen will muss sich auf seine Webseite begeben, https://egon-wkreutzer.de/. Dort ist einschlägiger Stoff bis zum Abwinken. Am eindrucksvollsten seine firmen- und standortgenaue chronologische Fortschreibung der Vernichtung von Arbeitsplätzen in Deutschland.

Kreutzer hat sein Buch unter ein fremdes Motto gestellt: „In Zeiten der Krisen suchen die Weisen nach Lösungen; die Narren geben anderen die Schuld.“ Und dann geht er an alle problematischen Politikfelder mit der kalten Logik des Betriebswirtschaftlers heran. Ich nenne hier einige seiner Themen: Die Bevölkerung, aufgespalten in die Eckpunkte Arbeitslosigkeit, Arbeitskräftemangel, Zuwanderung und Einbürgerung, Abwanderung der Qualifizierten. Dabei bliebt er nicht stehen, sondern nennt jeweils hageldicht seine Lösungsvorschläge, welche die radikalsten Änderungen der Steuer- und Subventionspolitik ebenso enthalten, wie den Zusammenhang zwischen Besteuerung und Sozial-Politik. Zugleich unternimmt Kreutzer einen Ausflug durch die Souveränität Deutschlands. Seine Vorschläge sind schallende Ohrfeigen für die Anbeter von UNO- und WEF-zentrierten Weltbeherrschungs-Phantasien und der EU-Apparate-Herrschaft. Ich denke mal, das ist genug Streitstoff, aber das Dickste kommt jetzt gleich:

Kreutzer weiß genau, dass sich Unseredemokratie gegen jeden seiner Vorschläge mit der Macht ihrer Beharrungs- und Zerredungskräfte wehren wird. Er weiß, dass das Kartell der Ungeeigneten einer Lösung im Wege steht, Wachstum und Wohlstand der Bevölkerung in Deutschland wieder auf ein realistisches Gleis zu stellen. Deswegen schlägt er vor, dass die Lösung der von ihm angerissenen Probleme an Experten-, Beratungs- und Entscheidungsgremien für die nächsten vier Jahre zu übertragen sind. Und die Abgeordneten? Die werden derweil in einen wohlverdienten Urlaub geschickt, in dem sie keinen Schaden anrichten können. Dieses Buch legt man weniger betäubt wie die beiden anderen, sondern eher verblüfft aus der Hand.

5. Was bleibt
Die drei von mir hier besprochenen Bücher stellen einen seltsamen Dreiklang dar. Sie ergänzen einander, zumal sie alle drei zur gleichen Zeit unabgestimmt und originell den Stoff der Krise darbieten. Wenn man sie gelesen hat, kommt man auf die alles entscheidende Frage zurück: Was nun? Jeder der drei Autoren – das unterstelle ich hier – wird das ebenso kennen, wie ich es bei jedem Vortrag, bei jeder Lesung erlebe: Die Leute nicken zustimmend (sie wären sonst gar nicht gekommen), und einer aus dem Publikum sagt zum Schluss: Alles richtig, und was genau soll ich jetzt tun?

Mustern wir unter diesem Aspekt noch einmal die drei Bücher durch. Ich verkürze, um den Kern klarer herauszuarbeiten. Kraus schlägt die Rückbesinnung auf die Werte des christlichen Abendlandes vor. Wendt vertritt, dass es notwendig sei, sich gegen die Anfechtungen innerlich zu wappnen und die altbekannte Tatsache zu berücksichtigen, dass es kein „ewig“ bei gesellschaftlichen Abirrungen gebe, sondern diese an ihren Widersprüchen selbst scheitern würden. Kreutzer ist, wenn man so will, der radikalste. Er hält die Heilung nur für möglich, wenn man den Unfähigen das Mandat zum Handeln entzieht. Wie das genau gehen soll, das bleibt die Frage – immerhin.

Drei Bücher, drei Inhalte, drei Anregungen. Alle drei Bücher enthalten Sätze, bei denen man unwillkürliche die Stirn runzelt. Wie auch anders? Doch wer es dabei belässt, der handelt blöde, denn die Gesamtschau ist das Wesentliche. Bleibt die Hoffnung, dass diese Werke auf fruchtbaren Boden fallen. Ich empfehle sie alle drei, weil sie sich wundersam ergänzen. Ich empfehle sie allen denjenigen, denen es ernst ist mit unserm Land. Es möge nützen.

„Und was empfiehlst du?“ ruft der wie stets hartnäckige Leser zum Schluss. „Beweg dich endlich,“ antworte ich ihm.
(beischneider.net)